Nicht einmal einen Monat ist es her, da durfte ich eine der schönsten Metropolen Europas zum zweiten Mal besuchen – und wenn ich zum Wiederholungstäter werde, hat das wirklich was zu heißen! Bei meiner Städtereise nach Stockholm entdeckte ich ganz neue Ecken und verliebte mich erneut in einige jener, die ich schon kennenlernen durfte. Wenn auch du einen solchen Trip planst, findest du hier alles, was du unbedingt wissen und gesehen haben musst!

Warum Stockholm immer einen Besuch wert ist

Ich kann dir gar nicht ganz genau sagen, was mich an der schwedischen Hauptstadt so verzaubert hat – wahrscheinlich ist es einfach das Gesamtbild. Die süßen Gassen Gamla Stans, die weiten Parks Djurgårdens und die Offenheit der Schweden selbst – um nur einmal ein paar Einzigartigkeiten zu nennen – stehen in perfekter Harmonie und machen die Städtereise nach Stockholm so lohnenswert!

Dabei ist die Metropole von außen betrachte sehr typisch für Europa: ein historischer Altstadt-Kern, der umgeben ist vom Leben. Doch schauen wir einmal genauer hin: es ist eine Weltstadt, die nicht nur mit Geschichte, sondern auch mit Modernität glänzt. Kaum irgendwo auf der Welt finden wir eine so fortschrittliche und offene Gesellschaft, die einen mit solch offenen Armen begrüßt.

An einer Fassade hängen 4 schwedischee Flaggen

Die Stockholmer sind stolz auf ihr Heimatland – und das dürfen sie auch sein!

Doch: wann und wie lang ist eigentlich die perfekte Reisezeit?

Eigentlich kann man eine Städtereise nach Stockholm das ganze Jahr über planen. Ich kann nur vom Winter und vom Sommer berichten, doch beide Male habe ich mich absolut wohlgefühlt. Während die schneebedeckten Häuser uns oft in die vielen Museen trieben, rief uns die strahlende Sommersonne förmlich nach draußen.

Das Gute ist: für beide Wetterlagen hat die Stadt ausreichend zu sehen – wie du auch in meinem Beitrag über Stockholm bei Regen nachlesen kannst. Darum musst du einfach für dich selbst entscheiden, welches Wetter du am liebsten hast um eine Metropole zu erkunden. Spaß wirst du aber so oder so garantiert haben!

Wenn es um die Frage geht wie viele Tage man in Stockholm verbringen sollte, kann ich dir nur sagen: nimm dir Zeit. Natürlich kann man viele Sehenswürdigkeiten auch an einem Tag oder einem Wochenende abklappern. Doch ich empfehle dir, dir Zeit zu nehmen und die Umgebung richtig zu genießen – hier kann man gut und gerne 5 Tage verbringen und immer noch nicht alles gesehen haben!

Städtereise nach Stockholm: was muss man noch wissen?

Bevor ich dir ein paar genauere Tipps zu den Sehenswürdigkeiten Stockholms gebe, will ich dir noch einige Informationen mit auf den Weg geben, die man vor der Reise einfach haben sollte. Dazu hier ein kleines FAQ:

Wo liegt Stockholm überhaupt?

Zuerst einmal liegt Stockholm natürlich in Schweden und ist die Hauptstadt des Landes. Zudem handelt es sich hierbei um eine Küstenstadt, die nicht nur aus Festland, sondern auch über 10 Inseln besteht, die mitten in der Ostsee liegen. Kein Wunder also, dass man hier einige Brücken überquert, denn diese – mal mehr, mal weniger – kleinen Inseln sind fest in das Stadtbild eingegliedert.

Das Parlamentsgebäude Stockholms aus Frontalansicht

Als Hauptstadt Schwedens ist Stockholm auch der Ort an dem das Parlament tagt

Gleichzeitig ist Stockholm auch der Hauptsitz der schwedischen Königsfamilie und beherbergt so auch den Palast samt Kronjuwelen. Die Amtssprache ist damit nach den Royalen auch Schwedisch, jedoch lernen die Kinder hier schon seit Generationen von Jung an Englisch. Das heißt, dass du in dieser Stadt gar kein Problem haben wirst dich zu verständigen, solange du diese Sprache auch ein wenig beherrschst.

Übrigens: Bei einer Städtereise nach Stockholm kannst du mehrere Flughäfen ansteuern, aber Arlanda ist der, der der Innenstadt am nächsten liegt. Auch er versteckt sich einige Kilometer hinter einem dicken Wald, lässt sich aber super mit dem öffentlichen und privaten Personen-Fernverkehr erreichen. Genaueres dazu erfährst du in meinem Beitrag über den Verkehr in Stockholm.

Warum ist Stockholm so teuer?

Leider ist die Annahme, das die schwedische Hauptstadt besonders teuer ist, nicht irgendwoher geholt, sondern eine Tatsache. Das bedeutet, dass du unbedingt ein gewisses Budget einplanen solltest, wenn du hierher reist, denn schon allein das Essen kostet mindestens das 1,5-fache im deutschen Vergleich.

Der Grund dafür liegt im höheren Durchschnittsgehalt der Schweden. Damit steigen natürlich auch automatisch die Lebenserhaltungskosten und somit auch die Kosten für Essen und Trinken. Positiv zu vermerken ist aber, dass wir dadurch auch nicht in die typischen „Touristenfallen“ gelockt wurden wie es leider in vielen anderen Städten der Fall ist.

Zudem bezahlt man hier nicht mit Euro, sondern mit schwedischen Kronen. Aber keine Sorge, die musst du nicht extra umtauschen oder wechseln. Stattdessen bezahlst du einfach überall mit Karte – das ist hier der absolute Standard und war für mich als Angehörige der „bargeldlosen Generation“ ein kleines Paradies. Es kommt sogar oft vor, dass Bargeld in Restaurants und Geschäften (selbst beim Bäcker) gar nicht mehr akzeptiert wird.

Was muss man bei der Einreise beachten?

Bist du EU-Staatsbürger, dann gibt es eigentlich nicht viel zu beachten, denn auch Schweden ist Teil der Europäischen Union. Du brauchst lediglich einen gültigen Personalausweis um das Land betreten zu können. Visum und Co. sind nicht von Nöten. Ansonsten gelten auf Flügen die üblichen Bestimmungen zur Mitnahme von Flüssigkeiten und sonstigem.

Du musst aber übrigens für deine Städtereise nach Stockholm nicht unbedingt fliegen, es gibt auch zahlreiche andere Varianten. So kannst du zum einen einen Fernbus nehmen – von Dresden aus hätte der zwar fast 24 Stunden gebraucht, aber mit einem Zwischenstopp wäre auch das kein Problem. Oder du schaust einmal bei der Deutschen Bahn vorbei, denn die bietet einen attraktiven Nachtzug ab Kopenhagen an – quer über die Öresundbrücke ist das bestimmt auch ein tolles Erlebnis!

Das musst du gesehen haben!

Ich werde mich in diesem Beitrag vor allem auf die Sehenswürdigkeiten Stockholms bei schönem Wetter konzentrieren. Wenn du etwas mehr über die Museen erfahren möchtest, kannst du das in diesem Blogbeitrag tun. Doch sowohl im Winter, als auch im Sommer und allen Jahreszeiten dazwischen, lädt die Stadt zum Draußen sein ein.

Erkunde die Gassen Gamla Stans

Gamla Stan ist die Altstadt Stockholms und bezaubert mit den schmalen Gassen, die mit Kopfsteinpflaster ausgelegt sind. Auf einer Insel gelegen, findest du hier nur Fußgängerzonen, die ausschließlich bei Ausnahmen von Anliegern und Lieferanten befahren werden dürfen. Nur am Inselrand verlaufen die „richtigen“ Straßen.

Hier findest du tausende kleine Boutiquen, Souvenirshops, Restaurants und Cafés. Doch nicht nur das, auch viele Sehenswürdigkeiten wie die Nikolaikirche, dem Königsschloss und das Nobelpreismuseum haben hier ihr Zuhause gefunden. Das in Kombination mit den ruhigen Gassen, den bunten Kaufmannshäusern und der Sauberkeit, die für Schweden so typisch ist, sorgt für einen tollen Tagesausflug.

Links und rechts an einer Kopfsteinpflaster-Gasse stehen bunte Kaufmannshäuser

Es ist ein typisches Bild von Gamla Stan: die kleinen Gassen mit Kopfsteinpflaster

Ich würde dir zudem empfehlen ein Hotel oder Hostel in Gamla Stan zu suchen, denn hier bist du im Zentrum aller Aktivitäten. Zur einen Seite findest du die moderne Neustadt, zur anderen die Museumsinsel und vom Bootssteg aus fährst du mitten ins Archipel. Überall findest du Fotomotive und kannst dich mit der Kamera so richtig austoben. Und wenn du die Augen offen hältst, findest du vielleicht sogar den Runenstein aus Wikingerzeiten in der Nähe des Nobelpreismuseums.

Lerne die Kultur kennen im Freilichtmuseum Skansen

Auf der Garten-Insel Djurgården wurde 1891 ein Freilichtmuseum angelegt. Hier können sich Besucher noch heute in das Leben im „alten Schweden“ hineinversetzen. Gerade für jene, die nicht bei ihrer Städtereise nach Stockholm nicht aus der Stadt herauskommen, ist das die perfekte Möglichkeit um auch einmal die klassisch-bunten Holzhäuser zu besichtigen.

Der Eingang und Schriftzug des Freilichtmuseums Skansen

Kaum zu verfehlen auf Djurgarden: der Skansen

Diese kleinen und großen Häuser sind übrigens in den seltensten Fällen nachgebaut. Die meisten wurden aus anderen Teilen des Landes in das Open Air Museum importiert und hier wiederaufgebaut um so real wie möglich zu sein. Doch nicht nur das: hier lernst du auch die einheimische Flora und Fauna kennen.

Gerade wer ein wenig mehr Zeit in der Stadt verbringt oder wer mit Kindern unterwegs ist, kann hier einiges erleben. Zudem erhascht man von dem kleinen Berg aus einen tollen Blick auf die Stadt selbst.

Schlendere gemütlich durch Djurgården

Djurgården ist gleichzeitig ein Stadtteil Stockholms und selbst eine kleine Insel. Hier befindet sich zum Beispiel das Vasa und Abba Museum sowie der Skansen. Doch nicht nur das: ein Großteil Djurgårdens ist von einer bunte Parkanalage überzogen. Die Einheimischen finden sich hier zum Joggen, Yoga und gemütlichen Spazierengehen ein.

ein blaues Tor mit goldenen Figuren stellt den Eingang zum Park da

Wahrlich königlich: Die Tore zu einem der Parks auf Djurgarden

Und auch Touristen sind herzlich willkommen. Du kannst viele Wege mit dem Fahrrad oder auch den neuen E-Rollern befahren. Doch auch auch zu Fuß genießt man hier einfach einmal die frische Luft und die kleinen Türme, Schlösschen und anderen Gebäude der Insel. Wenn man am Ufer entlang läuft, entdeckt man zudem ganz neue Seiten der Stadt – jene, in denen sich keine touristischen Attraktionen befinden – und ist immer wieder erstaunt über das harmonische Gesamtbild.

Mein Tipp: Packe dir ein schönes Picknick ein und genieße die Gartenanlage so richtig. Denn auf Djurgården gibt es nur begrenzt Restaurants und die sind wenn dann sehr teuer. So ein Picknick im Freien hingegen ist eine wundervolle Variante um Menschen und Landschaft kennenzulernen.

Den Blick genießen von Skeppsholmen

Zwischen den Schären Djurgården und Gamla Stan liegt noch eine weitere Insel: Skeppsholmen. Sie ist wesentlich kleiner als die anderen beiden, aber mindestens genauso besuchenswert. Denn hier findest du den tollsten Blick auf die Altstadt. Schon auf dem Weg überquerst du eine wahrlich königliche Brücke – komplett mit Krone und allem Drum und Dran.

Eine Krone am Brückenrand und im Hintergrund die Kulisse Stockholms

Diese Krone findest du auf der gleichnamigen Brücke zur Insel Skeppsholmen

Und bist du einmal auf der Insel selbst, kannst du vom Ufer aus tausende Fotos in alle Richtungen schießen: auf der einen Seite die Altstadt, auf der anderen die moderne Innenstadt. Im Osten Djurgården und im Süden Södermalm, wo das wahre Leben der Stadt erst losgeht.

Auch auf der Insel: das Museum für moderne Kunst sowie das für asiatische Kultur. Auf der Nachbarschäre, die ebenfalls mit einer Brücke verbunden ist, liegt zudem ein kleines Märchenschloss aus dem 19. Jahrhundert, das schon ein wenig an die vielen Disney-Filme erinnert.

Koste typisch schwedisches Essen

Klar, ein Trip in jede Stadt ist unvollständig, wenn man nicht das traditionelle Essen probiert hat. Jedoch ist das in Schweden so eine Sache, denn eigentlich hatte man hier über Jahre hinweg keine wirklich „eigene“ Küche. Nur wenige Gerichte sind wirklich typisch für das Land und eines davon kennt man wahrscheinlich aus unserem Lieblingsmöbelladen: Köttbullar – übringens Schöttbullar ausgespochen, wie ich im Restaurant erfahren habe.

Diese kleinen Hackbällchen sind aber wahrlich noch einmal etwas anderes, wenn man sie hier isst und würde ich euch auf jeden Fall empfehlen. Dazu werden meist Kartoffelbrei, saure Essiggurken und Preiselbeeren serviert – probier auch das auf jeden Fall aus, denn es verfeinert den Geschmack noch einmal.

Auch lecker und eine wahre Spezialität: Rentier. Jaja, wir wollen ja eigentlich lieber, dass Rudolph uns unsere Geschenke sicher zu Weihnachten bringt, aber lecker ist es trotzdem. Zudem ist das ein Gericht, was es Zuhause wahrscheinlich nicht so schnell wieder geben wird.

Für die Daheimgebliebenen: Was aus Stockholm mitbringen?

Nachdem man selbst so viel Einzigartiges erlebt hat, bleibt nur eine Frage: Was mitbringen für die Liebsten zu Hause? Da gibt es einige Möglichkeiten, die durchaus nicht so teuer sind. In den Souvenirshops findest du eine überwältigende Menge an Pipi Langstrumpf-Puppen, Trollfiguren und den weltbekannten Dalapferden.

Doch ich habe mich für etwas anderes entschieden: Süßigkeiten. Schweden ist eines der Länder in denen man die riesigen Theken gefüllt mit den verschiedensten Schokoladen, Gummibären und natürlich Lakritz findet. Hier kann man seine ganz eigene Kombination zusammenstellen und ganz einfach den Beschenkten einen kleinen (Vor-)Geschmack Stockholms geben. Und dafür muss man nicht einmal viel Geld ausgeben.

Mein Fazit: Eine Städtereise nach Stockholm ist immer eine gute Idee!

Wie schon gesagt, dieses Jahr war mein zweiter Besuch in der schwedischen Hauptstadt und es wird garantiert nicht der letzte sein! Der Charme einer Städtereise nach Stockholm, seine Menschen, seine Kultur und vor allem auch seine Offenheit hat mich einfach in den Bann gezogen. Es ist absolut kein Wunder, dass diese Stadt zu den lebenswertesten der Welt gehört!