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In der Nähe von Lecco am Comer See gibt es viele Klettersteige. Einer davon ist der Via Ferrata Pesciola, welche sich nordöstlich von Lecco befindet. Um zu den Klettersteig zu gelangen fährt man bis zur Seilbahn Piani di Artavaggio in Barzio. Wann die Seilbahn fährt und wieviel die Tour kostet, findet ihr an dieser Stelle. Vor der Seilbahn gibt es einen großen Parkplatz, der wahrscheinlich in den Wintermonaten kostenpflichtig ist. Wir waren an einem Mittwoch dort und haben keine Parkgebühren bezahlt.

Via Ferrata Pesciola - Einstieg

Zustieg zur Ferrata Pesciola

Oben angekommen läuft man zum Refugio Lecco. Die Ausschilderung ist hier oben etwas spärlich, weswegen man einfach den breiten Weg folgen sollte. Das Refugio befindet sich hinten rechts auf der Ebene und der breite Weg führt direkt dorthin. Am Refugio Lecco läuft man am Haupteingang vorbei und hält sich leicht links. Von hier aus führt ein schmaler Pfad zuerst ein bisschen bergab und anschließend zu einer Weggablung. Von hier aus folgt man dem Weg 30, der sich in gleicher Höhe an den Felsen entlangschlängelt. Nach rund 10 bis 15 Minuten kommt man zu einem Schild, auf dem der Klettersteig markiert ist. Von hier aus geht es noch ein paar Meter über Grasnarben und Steinschutt bergauf zu den ersten Ketten, die man bereits vom Weg aus sieht.

Via Ferrata Pesciola - Klettersteig

Der Weg und Schwierigkeiten am Klettersteig Pesciola

Die Via Ferrate Pesciola zieht sich von Beginn an steil bergauf. Größtenteils befindet man sich in einer senkrechten Wand. Manchmal kommen leichte Überhänge hinzu. Man klettert fortan die Wand hinauf, quert diese ab und zu und umschreitet die soeben bezwungenen Felsspitzen über Grasnarbe zum nächsten Fels. Wer hier nicht klettern kann, kommt schnell an seine Grenzen.

Wenn man in den unteren Bereichen an den ersten überhängenden Stellen bereits Probleme bekam sollte man eine Stelle weiter oben unbedingt umgehen. Diese ist mit einem deutlichen Hinweisschild ausgezeichnet. Hier teilt sich die Ferrata in einen schweren und einen weniger schweren Weg. Der schwere Weg ist wirklich nur etwas für Könner. Leicht überhängend und mit jeder Menge Züge zieht man sich die Wand hinauf. Der weniger schwere Weg führt durch ein Felsloch, welches zwar um einiges einfacher, aber nicht zu unterschätzen ist. Der Weg kann an dieser Stelle feucht sein, so dass man leicht abrutschen kann.

Via Ferrata Pesciola - am Seil

Rückweg über ein Geröllfeld

Anschließend heißt es weiter, Felswände hinaufkraxeln und senkrechte Wände überwinden. Der Klettersteig wird auch nach der schweren Stelle nicht einfacher sondern kehrt zu seinem Anfangsniveau zurück. Nach zwei weiteren Felswänden und Querungen erreicht man dann endlich den Gipfel, den Zucco di Pesciola. Ein Pfad führt von hier oben hinab zu einer Senke. Von hier aus steigt man links das Geröllfeld hinab zu dem breiten Pfad, der zurück führt zum Refugio Lecco.

Via Ferrata Pesciola - Gipfel

Zeiten für die Ferrata Pesciola

Von der Bergstation der Seilbahn bis zum Einstieg sollte man rund 45 Minuten bis eine Stunde planen. Für den Klettersteig sollte man noch einmal rund 2 bis 3 Stunden ansetzen, je nachdem wie fit man ist. Für den Rückweg reicht es aus wenn man eine Stunde einplant. Die Schwierigkeit des Klettersteigs ist mit einer KS4 C/D eingestuft, was passt. Alleine das schwere Mittelteil würden wir mit einer KS5 einstufen, aber dieses kann man ja umgehen. Vergleichbar von der Schwierigkeit ist der Klettersteig mit dem Grandlspitz. Das Mittelteil kann man problemlos mit dem Königsjodler oder dem Ferrata Simone Contessi Torrione vergleichen.