Du planst einen Aufenthalt in der Sächsischen Schweiz oder bist in Dresden und willst einen Abstecher dahin unternehmen? Dann wird dir der folgende Beitrag weiter helfen. In diesem gebe ich dir die wichtigsten Infos, was du für einen Ausflug oder längeren Aufenthalt in der Sächsischen Schweiz wissen solltest.

Die Sächsische Schweiz ist ein Teil des Elbsandsteingebirges. Dieses zieht sich über die Deutsch-Tschechische Grenze und hat auf beiden Seiten jede Menge Naturhighlights zu bieten.

Lilienstein in der Sächsischen Schweiz

Der markanteste Tafelberg in der Sächsischen Schweiz ist im Übrigen der Lilienstein.

Im sächsischen Teil des Elbsandsteingebirges findest du jede Menge gut ausgebaute Wanderwege, die sowohl für Anfänger, als auch Langstreckenwanderer geeignet sind. Der höchste Berg, der Großer Zschirnstein, ist dabei gerade einmal 560 Meter hoch.

Für Ambitionierte gibt es zudem im Schrammsteingebiet viele Stiegen. Dies sind schwierige Wanderwege, bei denen es an Eisenkrampen den Fels hinauf geht. An einigen von diesen kannst du ein Klettersteigset nutzen.

Die wichtigsten Infos im Überblick

Land: Deutschland
Lage: bei Dresden
Aufenthaltsdauer: 1-7 Tage
Beste Reisezeit: Mitte April bis Ende Oktober
Anreise: Auto, Bahn oder Bus
Parken: verschiedene kostenpflichtige Parkplätze
Nahverkehr: vorhanden, aber mit langen Wartezeiten
Fingerhut in der Sächsischen Schweiz

Willst du blühende Fingerhütte in der Sächsischen Schweiz bestaunen, solltest du Ende Juni hier mal dein Glük versuchen.

Anreise & Parken

Du kannst mit fünf verschiedenen Verkehrsmitteln in die Sächsische Schweiz gelangen. Diese sind folgende:

  • S-Bahn
  • Auto
  • Bus
  • Dampfer
  • Fahrrad

S-Bahn: Die umweltfreundlichste Art der Anreise ist mit der S-Bahn, die aller 30 Minuten von Dresden aus fährt. Mit dieser bist du von Dresden in rund 45 Minuten in der Sächsischen Schweiz. Die wichtigsten Haltepunkte sind dabei die folgenden Orte:

  • Wehlen
  • Rathen
  • Königstein
  • Bad Schandau
  • Schmilka-Hirschmühle

Von diesen Orten gibt es jede Menge Ausflugsziele, die du erreichen kannst.

Friedrichsburg auf der Festung Königstein

Die Festung Königstein errichst du sowohl mit dem Auto, als auch mit dem Zug sehr gut.

Auto: Die bequemste Art der Anreise ist mit dem Auto. Allerdings musst du mit diesem immer einen Parkplatz suchen. Parkplätze gibt es zwar genügend in der Sächsischen Schweiz, allerdings sind diese an sonnigen Wochenenden oder Feiertagen auch meistens überfüllt.

Zudem solltest du beachten, nahezu alle Parkplätze sind in der Zwischenzeit kostenpflichtig. Meistens wird eine Tagesgebühr fällig, die aktuell zwischen 4 und 6 Euro kostet. Viele Automaten nehmen zudem nur Kleingeld. Habe deswegen immer etwas davon dabei.

Bus: Mit dem Bus kommst du von Pirna in viele weitere Ecken in der Sächsischen Schweiz, die abseits der Bahnstrecke liegen. Planst du zum Beispiel eine Tour in den hinteren Gebieten des Wandergebiets zu unternehmen, wirst du dorthin nur mit dem Auto oder dem Bus kommen. Nur im Kirnitzschtal bei Bad Schandau kannst du als Alternative auch eine Straßenbahn nutzen.

Basteibrücke bei Bastei in der Sächsischen Schweiz

Die Bastei ist sehr beliebt bei Dampferfahrten. Dann fährst du mit diesem auch unterhalb der Basteibrücke vorbei.

Dampfer: Im Sommer hast du die Möglichkeit mit einem Dampfer von Dresden in die Sächsische Schweiz zu fahren. Dies wird aber von den meisten Menschen nicht als Anreise, sondern als Ausflugsmöglichkeit genutzt. Die meisten fahren mit diesem bis nach Rathen, besuchen dort die Bastei und fahren anschließend mit dem Dampfer oder den Zug nach Dresden zurück.

Fahrrad: Bist du besonders sportlich, dann kannst du von Dresden auch mit dem Fahrrad in die Sächsische Schweiz fahren. Für die rund 50 kilometerlange Strecke musst du aber über 2 Stunden einplanen. Der Großteil der Strecke führt dabei an der Elbe entlang. Hier findest du auf den meisten Abschnitten einen gut ausgebauten Fahrradweg.

Aussicht Kleine Bastei in der Sächsischen Schweiz

Die Anreisemöglichkeiten in die Sächsische Schweiz sind vielfältig. Am umweltfreundlichsten kommst du natürlich mit dem Zug hierhin.

Wandern in der Sächsischen Schweiz

Die meisten Menschen fahren in die Sächsischen Schweiz, um hier zu wandern. Nur die Bastei und die Festung Königstein sind reine touristische Ausflugsziele. Diese beiden Orte kannst du problemlos mit dem Zug oder Auto erreichen.

Wandern in der Sächsischen Schweiz ist, im Vergleich zu den Alpen, sehr entspannt. Das gesamte Gebiet ist mit Wanderwegen gut ausgebaut. Zudem kannst du dich hier kaum verirren. Und selbst wenn das mal passieren sollte, findest du schnell wieder auf die Hauptwege zurück.

Baumstumpf am Rauenstein

Die meisten Wanderweg sind sehr breit und gut ausgebaut, wie auf du auf diesem Foto siehst.

Die Hauptwanderwege sind zudem meistens sehr breit und haben an schwierigeren Stellen Griffhilfen oder Geländer. Wandern in größeren Gruppen ist somit jederzeit möglich.

Die beliebtesten Ausflugsziele sind dabei:

  • das Gebiet rund um die Bastei
  • die Schrammsteine
  • der Lilienstein
  • der Pfaffenstein
  • das Polenztal und
  • das Gebiet rund um Wehlen

In diesen Gebieten wirst du die meisten Wandergruppen finden. Hier kannst du dich auch problemlos zwischen Kurzwanderungen von 2 bis 4 Stunden und Tagestouren entscheiden.

Schrammsteinaussicht in der Sächsischen Schweiz

An den Stellen, an denen es etwas schwieriger zugeht, findest du meistens ein Geländer, wie hier auf der Schrammsteinaussicht.

Ruhiger geht es dagegen zu:

  • in der Umgebung von Rosenthal-Bielatal
  • in der hinteren Sächsischen Schweiz bei Hinterhermsdorf
  • am Aussichtspunkt Kaiserkrone
  • und beim großen und kleinen Zschirnstein

In diesen Gebieten wirst du auf weniger Menschen treffen. Die Touren in diese Gebiete sind dann aber auch meistens für Halbtagestouren geeignet.

Blick von der Häntzschelstiege zum Falkenstein

Es gibt in der Sächsischen Schweiz auch viele ruhige Ecken. Diese findest du etwas abseits der Hauptwanderwege.

Schwere Wandertouren in der Sächsischen Schweiz

Magst du es gerne etwas anspruchsvoller, dann findest du in der Sächsischen Schweiz auch anspruchsvollere Strecken. Diese sind allerdings nicht zu vergleichen mit schwarzen Wanderwegen in den Alpen. Solche Schwierigkeiten wirst du in der Sächsischen Schweiz nicht finden.

Die beliebtesten Touren führen dabei über Stiegen. Die meisten davon findest du im Schrammsteingebiet.

Hier findest du unter anderem folgende interessante Stiegen:

Eisenleiter im Mittelstück der Wilden Hölle

Diese Eisentreppe bei der Wilden Hölle, ist einer der leichteren Wege, wenn du etwas anspruchsvolles suchst.

Viele der Stiegen sind zudem über schmale Bergpfade miteinander verbunden. Diese Pfade sind nicht als Wanderwege markiert und meistens Wege die zu Kletterfelsen führen.

Willst du solche Wege gehen, dann suche dir unbedingt jemanden, der weiß, wo sich diese befinden. Ansonsten kannst du auf diesen schnell mal vom Weg abkommen.

Mein Hinweis: Bei der Ochelbaude gibt es den einzigen Klettersteig in der Sächsischen Schweiz. Dieser ist für Anfänger geeignet. Zutritt zu diesem bekommst du über ein Zahlenschloss, bei dem du den Zahlencode per Telefon erfragen musst.

Oberer Bergpfad der Heiligen Stiege

Zu manchen Stiegen, wie hier zur Heiligen Stiege, kommst du über Bergpfade.

Übernachten in der Sächsischen Schweiz

Planst du einen längeren Aufenthalt in der Sächsischen Schweiz, kannst du dir hier auch eine Übernachtung suchen. Es gibt hier sehr viele Pensionen, einige davon sogar in ruhig gelegenen Gebieten.

Die meisten Unterkünfte findest du in

  • Bad Schandau
  • Rathen
  • Königstein und
  • Wehlen

In diesen Gebieten findest du zudem viele Cafes und Restaurants. Diese Orte sind touristisch gut erschlossen.

Mein Hinweis: Solltest du mit dem Auto anreisen, suche dir unbedingt eine Unterkunft mit Parkmöglichkeiten. Freies Parken ist in der Sächsischen Schweiz nahezu nirgendwo mehr möglich.

Bio-Bäckerei und Hotel in Schmilka

Suchst du eine ruhige Unterkunft, dann buche am Besten eine im Ort Schmilka.

Magst du es ruhiger dann nimm dir eine Unterkunft bei der Brand-Baude, im Kirnitzschtal oder in Schmilka. An diesen Orten wirst du am Abend nur diejenigen Treffen, welche hier auch übernachten.

Mein Hinweis: Wenn du ein ambitionierter Wanderer bist und nur mal für eine Nacht in der Sächsischen Schweiz übernachten möchtest, kannst du dies auch in einer der vielen Boofen oder Trekkinghütten machen. Informiere dich hierzu aber vorab, wie die Regeln dafür sind.

Felswände in der Sächsischen Schweiz bei den Affensteinen

In dem Gebiet der Schrammsteine gibt es viele Boofen, in denen du im freien übernachten kannst.

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