Etretat muss man besuchen, wenn man sich in der Normandie aufhält. Die drei Felsentore, die diesen Ort weltberühmt machten, sind auch heute noch imposant anzusehen, auch wenn der Ort von Touristen überlaufen ist. Sehr viele Infos zu der Geschichte und den heutigen Gegebenheiten in Etretat findest du bereits in der Wikipedia. In diesem Beitrag habe ich einzelne Passagen daraus um weitere Infos ergänzt, die du wissen solltest, wenn du Etretat besuchen möchtest.

Panorama von Etretat mit Porte d’Aval und Aiguille

Panorama von Etretat mit Porte d’Aval und Aiguille

Anfahrt

Etretat ist sehr gut ausgeschildert, sofern du nicht über ein Navigationsgerät verfügen solltest. Du folgst einfach den Schildern bis in den Ort und schlägst dich anschließend mit der Parkplatzsuche rum.

Der Ort befindet sich rund 90 Kilometer von Rouen entfernt, direkt an der Küste.

GPS oder Navi Koordinaten
49°42’25.3″N 0°12’20.1″E
49.707016, 0.205594

Parken

Je nachdem wann du in Etretat eintriffst, kannst du dir einen passenden Parkplatz aussuchen. Im Zentrum von Etretat ist Parken von 9 bis 19Uhr gebührenpflichtig (Stand 2015) . Dies bedeutet, bist du vor 9 Uhr hier, wirst du wahrscheinlich auch im Zentrum einen Parkplatz bekommen.

Weitere Parkplätze findest du etwas oberhalb der Straße Route du Havre, für die man eine Tagesgebühr von 5 Euro (Stand 2015) verlangt. Hier findest du meistens auch noch zur Mittagszeit einen Parkplatz.

Kleine Kapelle auf dem Plateau

Kleine Kapelle auf dem Plateau des Falaise d’Amont

Alternativ gibt es noch einen kostenfreien Parkplatz auf dem Falaise d’Amont, gleich neben einer kleinen Kapelle.

Mein Tipp: Ich würde dir gleich von Beginn empfehlen einen der Parkplätze aufzusuchen, welche sich außerhalb vom Zentrum befinden. Bei unserem Besuch in Etretat verplemperten wir viel Zeit nur damit aus dem Zentrum wieder raus zukommen, weil dort alles verstopft war.

Mein Hinweis: Würde ich heute noch mal nach Etretat fahren, würde ich gleich den Parkplatz an der kleinen Kapelle auf dem Falaise d’Amont aufsuchen. Hier war am wenigsten los und da man eh hier einmal hinauf kraxeln sollte, kann man auch sein Auto gleich hier oben abstellen.

Etretat

Uferpromenade

Strandpromenade von Etretat

Die kleine Strandpromenade von Etretat

Die Strandpromenade in Etretat ist nicht sehr lang. In wenigen Minuten kann man diese entlang laufen. An der Promenade befinden sich viele Cafes.

Möwen

Ein Problem in Etretat scheinen Möwen zu sein, denn wir fanden an der Uferpromenade ein Hinweisschild auf dem hingewiesen wurde, dass man Möwen nicht füttern sollte. Dies wurde auch bestätigt als wir sahen, wie Möwen scheinbar ohne Scheu versuchten aus einem geöffneten Picknickkorb Essen zu stibitzen.

Warnhinweis in Etretat

Warnhinweis in Etretat, dass man Möwen nicht füttern soll

Uns viel zusätzlich auf, dass einige Möwen auf Straßen herum stolzierten, als ob sie die Herrscher von Etretat wären. Sie ließen sich auch nicht von Passanten beirren, welche bis auf ein paar Zentimeter an sie heran traten.

Baden

Bei schönem Wetter sollte man unbedingt seine Badesachen mitnehmen. Etretat hat zwar nur einen Steinstrand, aber dafür genügen Platz um sich vor den Felswänden hin zu legen. Bei Ebbe kann man zudem auch noch ein paar andere Strände erreichen, die bei Flut eingeschlossen sind.

Strand von Etretat mit Felsentor Falaise d’Amont

Strand von Etretat mit Felsentor Falaise d’Amont

Mein Tipp: Für Pärchen ist Etretat Romantik pur, trotz der vielen Touristen. Diese tummeln sich nämlich nur auf der Promenade und den Felsen herum. Vor den Felsen auf dem Steinstrand ist dagegen nur sehr sehr wenig los. Allerdings kann man Picknick wegen der lästigen Möwen vergessen.

Toiletten

Im Ort in der Nähe der Promenade gibt es öffentliche, aber nur sehr kleine Toiletten. Diese waren gebührenfrei (Stand 2015). Nur eine Reinigungskraft hatte dort eine Schüssel mit einem Schild aufgehangen auf dem Stand, man solle geben was man möchte, wenn man die Toiletten benutzt.

Gezeiten-Übersicht

Bunker aus dem 2. Weltkrieg in Etretat

Bunker aus dem 2. Weltkrieg in Etretat

Direkt neben dem alten deutschen Bunker an der Uferpromenade hängt eine Übersicht zu den Flut- und Ebbezeiten. Diese Zeiten sollte man unbedingt beachten, wenn man bei Ebbe am Strand entlang laufen möchte.

Bilder von Etretat

Einfach auf die Bilder klicken, wenn du diese in große sehen möchtest.

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Felsen von Etretat

Es gibt drei Felsentore in Etretat, die man auf vielen Bildern und Fotos sieht. Auch hierzu findest du bereits sehr viele Infos in der Wikipedia. Ich gebe dir deswegen an dieser Stelle nur noch ein paar Infos, von welchen Standpunkt aus du die besten Fotos der drei Felsentore schießen kannst.

Porte d’Aval und Aiguille

Steilküste von Etretat mit dem Felsentor

Steilküste von Etretat mit dem Felsentor Porte d’Aval und der Felsennadel Aiguille

Das bekannteste Tor mit seiner Felsnadel sieht man am Besten von dem Plateau oberhalb des Falaise d’Amont und von dem Plateau oberhalb der Manneporte. Gute Fotos kann man aber auch auf halber Höhe schießen, wenn man auf das Plateau zum Falaise d’Amont hinaufsteigt.

Manneporte

Felsentor Manneporte in Etretat

Felsentor Manneporte in Etretat

Die Manneporte sieht man eigentlich nur von einer Stelle sehr gut und zwar von dem Plateau auf dem Porte d’Aval. Sofern man Lust und Laune verspürt, kann man aber auch auf dem Plateau der Manneporte noch etwas weiter laufen und das Felstor an einer Stelle weiter hinten fotografieren.

Falaise d’Amont

Steinstrand mit dem Felsentor Falaise d’Amont

Steinstrand mit dem Felsentor Falaise d’Amont in Etretat

Das kleinste Felsentor sieht man am Besten vom Plateau Porte d’Aval und natürlich direkt vom Strand.

Mein Tipp: Es gibt eine Stelle für Wagemutige auf dem Plateau Manneporte, von der aus man das Porte d’Aval, die Aiguille und das Falaise d’Amont sehen kann. Dafür muss man aber auf einen Grat in Richtung Meer hinauslaufen.

Sicherheit

Für deutsche Verhältnisse sind die Wege auf den Plateaus alles andere als gut abgesichert. Ein Geländer sucht man hier obens vergebens. Dies heißt aber auch, man kann direkt bis an die Klippen laufen und aus allen Positionen fotografieren, ohne das ein lästiges Geländer stört.

Verbotsschild an der Steilküste von Etretat

Verbotsschild an der Steilküste von Etretat

Für Besucher mit Höhenangst kann ich aber nur empfehlen auf den Wegen zu bleiben und nicht wie wild an den Abbruchkanten herum zu springen. Die Wege zu den Plateaus sind im Übrigen sehr gut ausgebaut.

Mein persönlicher Eindruck

Mir gefiel Etretat wirklich sehr gut, auch wenn ich am Anfang etwas skeptisch war, da ich bereits gelesen hatte, dass der Ort von Touristen überlaufen wäre. Besonders toll fand ich, dass die Franzosen es mit den Absperrungen nicht allzu ernst nahmen und ich deswegen viele schöne Fotos schießen konnte Und noch etwas fand ich super, dass man direkt an den Felsen nicht noch mal abkassiert wurde, wie dies zum Beispiel auf Rügen am Königsstuhl der Fall ist.

Zeitraffervideo von Etretat

Hast du noch Fragen oder weitere Infos?

Dann poste diese bitte in die Kommentare. Deine Fragen beantworte ich sehr gerne und über weitere Infos freue ich mich immer. Danke 🙂