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Steht man vor dem Leuchtturm in Phare de Gatteville, könnte man denken, man befände sich am nördlichsten Punkt in der Normandie. Rund 250 Kilometer entfernt von der schönsten Stadt der Normandie, Rouen, befindet sich einer der schönsten Leuchttürme in diesem teil von Frankreich. Wer Leuchttürme mag und das Meer genießen möchte, sollte einen Abstecher hierhin machen.

Leuchtturm und das Meer

Der Leuchtturm Phare de Gatteville ganz im Panorama mit Meer 😉

Anfahrt

Ihr erreicht den Leuchtturm in dem ihr direkt durch den Ort Gatteville-le-Phare fahrt. In dem Ort orientiert ihr euch am einfachsten nach Schildern, auf denen Phare de Gatteville steht. Diesen folgt ihr und kommt sobald auf eine Straße, welche sich an der Küste entlang schlängelt. Rechterhand von der Straße seht ihr dann bereits den Leuchtturm.

Parken

Rings um den Leuchtturm (außer natürlich auf dem Meer) findet ihr jede Menge freie Parkplätze. Nur über die Brücke zum Leuchtturm solltet ihr nicht fahren. Diese Zufahrt ist nur für Mitarbeiter und Militärangehörige, welche in dem kleineren Leuchtturm hinter dem Leuchtturm arbeiten.

Leuchtturm hinter einem grünen Busch

Ich habe wirklich jeden Busch genutzt um verschiedene Einstellungen mit dem Leuchtturm auszuprobieren 😉

Mein Tipp: Parkt etwas entfernt von dem Leuchtturm und lauft die restlichen paar Meter. Dann habt ihr auch sofort die Möglichkeit noch ein paar schicke Fotos von dem Leuchtturm zu schießen.

Der Leuchtturm von Phare de Gatteville

Öffnungszeiten

Der Leuchtturm ist ganzjährig (außer Januar) geöffnet, aber nicht ganztägig. Dies solltet ihr beachten, nicht dass ihr kurz vor der Mittagspause dort eintrefft und 2 Stunden warten müsst.

Die Öffnungszeiten in 2015 waren:

Februar:10:00 bis 11:40 Uhr&14:00 bis 15:40 Uhr
März:10:00 bis 11:40 Uhr&14:00 bis 16:40 Uhr
April:10:00 bis 11:40 Uhr&14:00 bis 17:40 Uhr
Mai:10:00 bis 11:40 Uhr&14:00 bis 18:40 Uhr
Juni:10:00 bis 11:40 Uhr&14:00 bis 18:40 Uhr
Juli:10:00 bis 11:40 Uhr&14:00 bis 18:40 Uhr
August:10:00 bis 11:40 Uhr&14:00 bis 18:40 Uhr
September:10:00 bis 11:40 Uhr&14:00 bis 17:40 Uhr
Oktober:10:00 bis 11:40 Uhr&14:00 bis 16:40 Uhr
November:10:00 bis 11:40 Uhr&14:00 bis 15:40 Uhr
Dezember:10:00 bis 11:40 Uhr&14:00 bis 15:40 Uhr
Leuchtturm hinter kleinen grünen Pflanzen

Läuft man auf den Leuchtturm zu, findet man jede Menge toller Fotomotive.

Eintritt

Links neben dem Haupteingang zum Leuchtturm findet ihr den Kassenbereich. Hier gibt es auch eine kleine Ausstellung zu den verschiedenen Leuchtmitteln, welche der Leuchtturm bisher besaß. Zudem findet ihr hier auch einen kleinen Souveniershop.

Die Eintrittspreise betrugen 2015:

Erwachsene: 3 Euro
Ermäßigte: 1 Euro

Mein Hinweis: Bei unserem Besuch wurden wir von einer Frau abkassiert, mit der wir uns in sehr gutem Englisch verständigen konnten.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise des Leuchtturms auf der offiziellen Seite (nur in französisch).

Altes Fahrrad am Meer

Dieses alte Fahrrad stand gleich neben dem Leuchtturm. Was passt besser für die Normandie? 😉

Aufstieg zur Aussichtsplattform

Habt ihr eure Eintrittskarten gekauft, werdet ihr von dem Kassierer (oder Kassiererin) zu Haupttür des Leuchtturms begleitet. Dieser öffnet euch dann die Tür und ihr könnt den Leuchtturm betreten.

Anschließend geht es über 365 Stufen zu der Aussichtsplattform hinauf. Auf einem Schild am Eingang werdet ihr noch einmal darauf hingewiesen, dass ihr für den Aufsstieg rund 10 Minuten einplanen solltet.

Mein Tipp: Nehmt euch Zeit für den Aufsstieg. Solltet ihr mal Gegenverkehr haben, könnt ihr die Nischen seitlich nutzen, in denen ihr durch die Fenster auch nach außen sehen könnt. Der Gang der Wendeltreppe im Leuchtturm ist im Übrigen so eng, dass nur 2 schlanke Personen aneinander vorbei kommen.

Mein Hinweis: Besonders toll fand ich, dass aller 25 Stufen die Stufen nummeriert waren. So wusste man wie viele Stufen noch vor einem lagen.

Treppenstufe mit der Nummer 75

Aller 25 Stufen befand sich auf einer Stufe eine Zahl

Treppenstufe mit der Nummer 100

Nach 100 Stufen legten wir erstmal eine kleine Pause ein

Treppenstufen mit Nummer 150

Hier hatten wir ungefähr die Hälfte geschafft

Die Aussichtplattform

Oben angekommen könnt ihr euch auf einer ersten Aussichtplattform frei bewegen. Diese läuft nahezu komplett um den Leuchtturm, endet aber in einer Treppe, die hinauf zu dem Teil des Leuchtturm führt, in dem sich das Licht des Leuchtturm befindet.

Hier oben habt ihr eine weitere, aber bei Weitem schmalere Aussichtplattform. Auf dieser könnt ihr den Leuchtturm einmal komplett umrunden und den Blick auf das Meer genießen.

Grüne Landzunge mit Meer

Dies ist also die obere Spitze der Normandie. Ganz schön flach war es hier.

Mein Tipp: Wenn ihr schöne Panoramabilder von der Umgebung machen wollt, nutzt lieber die etwas tiefer gelegene Plattform. Auf der oberen Plattform versperrt euch ein unschöner Trichter (wahrscheinlich Teil einer Radaranlage) zum Teil die Sicht.

Lichtanlage in einem Leuchtturm

Die Lichtanlage des Leuchtturm hätte ich gerne mal Nachts gesehen.

Mein Hinweis: Auf der oberen Plattform war es wirklich sehr eng. Zwei Personen passen hier definitiv nicht aneinander vorbei, weswegen man durch die Glaskuppel mit der Lichtanlage sehen sollte, ob sich andere Personen auf der Plattform befinden und in welche Richtung sie laufen.

Zudem haben wir an der Seite des Leuchtturm Griffe gesehen, an denen man sich wahrscheinlich bei starkem Wind gut festhalten kann. Aufgrund der Griffe vermuten wir, dass es früher kein Geländer gab, sondern die Griffe der einzige Halt hier oben war.

Weitere interessante Orte in der Normandie

  • Etretat – Frankreichs berühmteste Felsentore
  • Bayeux – Ein berühmter Teppich in einer altertümlichen Stadt
  • Beuvron-en-Auge – Das schönste Dorf in der Normandie

Mein persönlicher Eindruck

Meer mit flachen Felsen

Den Blick auf das Meer fand ich besonders schön, besonders da man die flachen Felsen im Meer sah.

Ich mag Leuchttürme, besonders wenn man auf diese hinaufsteigen kann. Sehr gut hat mir aber das Meer gefallen, welches an dieser Stelle sehr klar war. Interessant fand ich auch die vom Wasser abgeschliffenen Felsen, welche wie Steinplatten kurz unter der Meeresoberfläche lagen.

Jeder der solche Blicke auf das Meer mag, dem kann ich auch nur ein Besuch des Mont St Michel empfehlen, welches ebenfalls in der Normandie liegt. Hier sieht man ein breites Watt, an dessen das Meer angrenzt.

Weitere interessante Infos zum Leuchtturm Phare de Gatteville

Zahlen und Daten

Architekt:C.f. Morice de la Rue
Bauzeit:1829 bis 1834
Durchmesser Fundament:9,25 Meter
Durchmesser Turmspitze:6 Meter
Mauerdicke Fundament:2,60 Meter
Mauerdicke Turmspitze:1 Meter
Stufen:365
Fenster:52
Baukosten:332.214 Franken
Lichthöhe über See:72 Meter
Lichthöhe über Boden:71 Meter

Militärgebiet

Leuchtturm und Meer

Spionage von oben :). Dies ist das Militärgelände mit kleinem Leuchtturm was man vom Leuchtturm aus sieht.

Der ältere kleine Leuchtturm wird derzeit vom Militär genutzt. Das Gebiet um diesen Leuchtturm ist deswegen militärisches Speergebiet.

Felsen um den Leuchtturm

Auf den Felsen rund um den Leuchtturm kann man problemlos bei ruhiger See herumspazieren. Je nachdem ob Ebbe oder Flut, kann man zudem weiter hinaus gehen. Bei Ebbe sollte man aber die Flutzeiten wissen. Nicht dass man anschließend vom Wasser umschlossen wird.

Leuchtturmwärter

Der Namensliste zu urteilen wurde der Posten des Leuchtturmwärters scheinbar weiter vererbt. Die folgenden Wärter sind im Leuchtturm namentlich benannt:

  • Bon Loit
  • Pierre Loit
  • Mederic Fleury
  • Anatole Valo
  • Raoul Julien
  • M. Marescq
  • Constant Cosron
  • Georges Cosron
  • Joseph Cosron
  • Orismond Fichet
  • M. Mahaut
  • Marcel Fichet
  • Paul Leparmentier
  • Joseph Mouchel
  • Felix Perrotte
  • Andre Leparmentier
  • Paul Leonard
  • Louis Lamache
  • Louis Le Noret
  • Yannick Lemarchand
  • Yvon Cozan
  • Robert Chilard
  • Bernard Letrouve
  • Francois Mangon
Namensliste von Leuchtturmwärtern

Auf diesem Banner am Eingang des Leuchtturm standen alle Namen der Leuchtturmwärter