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Sieht man sich die Karte der Peloponnes an und sucht sich auf dieser den westlichsten Zipfel, dann findet man auf dieser mit etwas Glück eine alte Burg, das Kastro Chlemoutsi. Nachdem wir dieses bereits an einem Montag aufsuchten und vor verschlossenen Türen standen, wagten wir zwei Tage später einen weiteren Versuch. Diesmal hatte wir mehr Glück und quetschten unser Fahrzeug auf den kleinen Parkplatz vor der Burg.

Burg Chlemoutsi – beliebt bei europäischen Touristen

Das Kastro Chlemoutsi wurde von Kreuzfahrern errichtet, aber diese Infos kann man sich auch wunderbar in der Wikipedia holen. Dort existiert ein ausführlicher Beitrag zu der Burg, die scheinbar bei den Touristen sehr beliebt ist. Bereits bei unserem ersten Versuch begegneten wir zwei deutschen Familien, die ebenfalls in die Burg wollten. Zwei Tage später ähnliche Begegnungen. Nur diesmal waren es mindestens fünf deutsche Familien, mehrere Holländer und einige Russen, die durch das Kastro Chlemoutsi schlurften.

kastro chlemoutsi peloponnes

Die Öffnungszeiten der Burg

Für diese Touristen hat man in den letzten Jahren einiges an der Burg getan. Gleich neben dem Kassenhäuschen gibt es eine offene Blockhütte, in der man jede Menge Infos zur Burg erhält. Wahrscheinlich kommt man mit dieser Infohütte all den Touristen entgegen, die wie wir außerhalb der Öffnungszeiten versuchten die Burg zu erobern. Geöffnet hat das Kastro Chlemoutsi im Übrigen Dienstag bis Sonntag von 8 bis 15 Uhr geöffnet. Montags ist die Burg, wie bereits erwähnt geschlossen. Die Öffnungszeiten hat man in den letzten Jahren verkürzt, was mit der finanziellen Situation zusammen hängt. Wie man uns erklärte, kann man viele der Kräfte nicht mehr bezahlen, weswegen man auch anderenorts die Öffnungszeiten von archäologischen Stätten verkürzte.

Kastro Chlemoutsi – Eine gesunde Mischung aus Zerfallen und Restauriert

Zum Schluss noch ein paar weitere Infos zum Kastro Chlemoutsi. Die Burg besteht aus einer Vorburg und einer Hauptburg. Teile der Burg wurden repariert, ohne jedoch den zerfallen Status der Burg endgültig zu beseitigen. Dies finde ich hat einen besonderen Reiz auf den Besucher. Denn obwohl man durch die Ruinen der Burg läuft, erfährt man auch wie die Burg einmal ausgesehen haben könnte. So wie es derzeit aussieht scheinen diese Arbeiten weiter zu gehen. In der Hauptburg befindet sich zudem ein kleines Museum und weitere kleine Ausstellungsflächen, die überdacht sind. Alles ist sehr liebvoll in den Charakter der Burg integriert. Teile der Vorburg wurden ebenfalls restauriert. Trotzdem sind noch viele Bereiche der Burg gesperrt, die man vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt besichtigen kann.

Wer im Übrigen eine größere Festungsanlage auf den Peloponnes sehen möchte, sollte ein paar Kilometer weiter südlich fahren. Dort befindet sich die Festung Methoni, die von den Venezianer errichtet wurde.

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Eintrittspreise und Familientauglichkeit der Burg Chlemoutsi

Ich finde die Burg ist ideal für Familien mit Kindern geeignet. Man kann hier abseits der großen Touristenströme eine mittelalterliche Burg besichtigen, ohne sich darum sorgen zu müssen, dass die Kleinen verschwinden. Dafür bietet die Burg einfach keinen Platz. Für die Besichtigung sollte man ungefähr 30 Minuten bis eine Stunde einplanen. In dieser Zeit schafft man es, sich das Museum und alle Ecken der Burg genauer anzusehen. Der Eintrittspreis ist ebenfalls äußerst human und kostet pro Person 3 Euro.

Historische Orte in Griechenland

  • Mykene – Hauptstadt der mykenischen Hochkultur
  • Mystra – Hochburg der byzantinischen Kultur auf den Peloponnes