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Der Palast von Knossos gehört zu den Highlights auf Kreta, wenn du dich für die Historie der Insel interessiert. Der Palast ist der größte bekannteste Palast der minoischen Kultur, welcher sich direkt am Stadtrand von Heraklion befindet. Für die Besichtigung solltest du rund drei Stunden einplanen. Und es empfiehlt sich den Palast mit dem archäologischen Museum zu verbinden.

Eingangsbereich mit vielen Menschen beim Palast von Knossos

Der Zugang zum Palast befindet sich heute am ehemaligen Westeingang

Parkplätze

Direkt vor dem Eingang zu Palast gibt es mehrere kostenfreie Parkplätze für PKWs und Busse. Bei meinen Besuch 2016 waren auf fast allen dieser Parkplätze auch noch genügend Parkmöglichkeiten vorhanden. Wenn aber mal doch alles voll sein sollte, kann ich dir nur empfehlen etwas weiter zu fahren. Ein paar Meter weiter findest du mit Sicherheit einen freien Parkplatz.

Als Notnagel kannst du aber auch einen der kostenpflichtigen Parkplätze nutzten, welche von Einheimischen ein paar Meter vor den kostenfreien Parkplätzen betrieben werden. Diese versuchen dich dann auch mit wilden Gesten sofort auf ihren Parkplatz zu lenken.

Baum auf einem Steinplatz beim Palast von Knossos

Direkt nach dem Zugang steht man auf einer Freifläche von der man die Außenmauern des Palastes sieht.

Eintritt & Öffnungszeiten

Eintrittspreise
Erwachsene:15,00 Euro
Ermäßigte:8,00 Euro
Freier Eintritt:Jugendliche bis 18 Jahre
Tage mit freien Eintritt für Alle:06. März
18. April
18. Mai
29 & 30. September
28. Oktober
Öffnungszeiten
April täglich08:00 – 18:00 Uhr
Mai bis Oktober täglich08:00 – 20:00 Uhr
November bis März täglich08:00 – 15:00 Uhr
Geschlossen am:1. Januar
25. März
Ostersonntag
1. Mai
25. & 26. Dezember

Mein Spartipp: Für 1 Euro mehr, also 16 Euro gibt es ein Kombiticket, mit dem du dir an einem Tag den Palast von Knossos und anschließend das archäologische Museum in Heraklion anzusehen.

Doppelstöckige offene Reste von Räumen mit Säulen

Geht man nach rechts kommt man zum Prozessionskorridor und dem Südeingang

Führungen

Den Palast kannst du frei erkunden. Du kannst dir aber auch einen Guide nehmen, der einem dann mehr zu dem Palast und seinen Ausgrabungen erzählt. Diese Führer gibt es für fast alle bekannten Sprachen, natürlich auch jede Menge die Deutsch können.

Deutsche scheinen auch diejenigen zu sein, welche sich besonders gerne den Palast von Knossos ansehen. Mir sind bei meinem Besuch sehr viele begegnet, enttarnt durch kurze Gespräche oder die deutschsprachige Führung.

Führungen gibt es ab 10 Personen, a 10 Euro pro Person. Du kannst dir aber auch einen Guide für 60 Euro holen, der offiziell erst ab 4 Personen los legt, mit Sicherheit aber auch gerne zu Zweit, wenn die Gebühr passt. Ich habe eine solche Konstellation gesehen.

Symbolische Hörner eines Stieres aus Stein beim Palast von Knossos

Im Süden sieht man auch den Südkorridor mit seinem markanten symbolischen Hörnern.

Souvenirgeschäfte und Gastronomie

An der Straße vor dem Eingang zum Palast von Knossos hat sich eine Souvenir und Gastronomiemeile gebildet. Souvenirgeschäfte findest du hier in alle erdenklichen Größenordnungen und mit allen Angeboten rund um die Geschichte von Kreta.

Auch Restaurants gibt es hier zur genüge. Was mir sofort auffiel, in allen Restaurants welche ich sah gab es auch kostenfreies W-LAN. Bei meinen Tests war die Verbindung auch sehr gut.

Offener Raum mit Säulen und Wandmalerei mit Frauen

Gleich am Anfang kommt man zu den Südpropyläen mit seinen Wandmalereien.

Der Palast von Knossos

Eingang durch die Hintertür

Imposant muss der Palast von Knossos gewesen sein, umgeben von seinen Bergen. Die Anlage wirkt heute sogar noch gigantisch. Man betritt den Palast aber nicht wie früher durch den Haupteingang sondern durch die Hintertür. Zudem wird man direkt auf den oberen Teil des Palastes geleitet, was früher natürlich in der Form nicht möglich war.

Blick auf die Überreste von Knossos

Auf dem Zentralhof hat man einen schönen Blick in alle Richtungen. Früher war dieser Blick von den Gebäuden verstellt.

Sehenswürdigkeiten im Palast von Knossos

  • Großer Palast mit Thronraum
  • Kleiner Palast
  • Königliche Villa
  • Freskenhaus
  • Unerforschtes Haus
  • Hospiz
  • Tempelgräber

Freilaufende Pfaue

In der Anlage wirst du von Weiten schon die Schreie der Pfaue hören, welche sich hier frei bewegen. Du musst allerdings etwas suchen, wenn du die Männchen mit ihren prächtigen Federn sehen möchtest. Mit etwas Glück quert einer der Vögel den Eingang zum Tempel, auf der Suche nach Futter, der perfekte Zeitpunkt für ein Foto.

Raum mit blauen Wandmalereien von Delphinen

Besonders sehenswert ist der Baderaum der Königin, in dem sich auch das Wandbild mit den Delphinen befindet.

Kein Disneyland

In manchen Reiseführern und auf manchen Webseiten wird der Palast von Knossos als archäologisches Disneyland bezeichnet. Dies liegt daran, dass viele Bereiche des Tempels wieder aufgebaut wurden, wenn auch nur Bruchstückhaft.

Ich kann mich dieser Aussage nicht anschließen. Zwar ist der Palast an vielen Stellen neu errichtet wurden, hat aber mit einem Disneyland nichts gemeinsam. Auf den teilweisen Neuaufbau verweisen die vielen Hinweistafeln und auch die Guides mehrfach.

Kleiner Raum mit Steinthron und roten Wandmalereien

Der Thronsaal, den man direkt vom Zentralhof aus erreicht, wirkt eher klein, wenn man diesen mit mittelalterlischen Thronsälen vergleicht.

Bänke und Schatten

Heute sind die Reste des Palast von Knossos von vielen schattenspendenten Bäumen umgeben. Unter diesen hat man auch reichlich Bänke gesetzt auf denen du dich ausruhen kannst. Ein Besuch der Anlage an heißen Sommertagen ist dadurch sehr erträglich, zumal man, wenn man in die wenigen Kammern des Palastes geht, auch immer wieder von einem kühlen Lüftchen empfangen wird.

Zerfallenes Gebäude mit Säulen vor dem eine junge Familie steht

Im Norden, am ehemaligen Nordeingang, sieht man noch Überreste eines Kultareals, was auch immer darunter vorstellen darf.

Mein Fazit

Den Palast von Knossos solltest du dir auf jeden Fall ansehen, wenn du einen Eindruck von der minoischen Kultur erhalten möchtest. Ich fand zudem, dass sich die Besucher aufgrund der Größe des Palastes gut zerliefen.