Print Friendly, PDF & Email

Palermo ist eine fantastische Stadt. Sie besteht aus alten Häusern, engen Gassen und jeder Menge Kirchen und kleinen Plätzen. Die Bausubstanz der meisten Häsuer befindet sich in einem misserablen Zustand, ein Bildgewitter für alle Fans von Zerfallenem. Die Straßen sind zum Teil so eng, dass man sich über die Balkons die Hand reichen kann. Dies sollte man vor allem dann berücksichtigen, wenn man vor hat Palermo mit dem Auto zu erkunden. Nachdem was ich gesehen habe, würde ich davon abraten. Es bereitet mehr Freude die Stadt zu Fuß zu erforschen.

Einen Stadtplan sollte man zur Hand haben

Wichtig für Palermo ist ein Stadtplan. In den meistens Hotels dürfte man einen solchen erhalten. Auf diesen sind die wichtigsten Plätze, Gebäude und Märkte verzeichnet. Zu Fuß sollte man einen Tag für die Stadt einplanen. Will man sich noch Museen, Kirchen oder andere geschichtssträchtige Gebäude ansehen, ist ein weiterer Tag empfehlenswert. Stadtrundfahrten gibt es in Palermo mit der Kutsche oder Minitaxis. Diese findet man rund um den Plaza Pretoria.

Gassen mit Müll in Palermo

Die wichtigsten Infos zu Palermo

  • Stadplan von Palermo – im Hotel erhalten mit Übersicht der wichtigsten Highlights der Stadt
  • Straßen von Palermo – viele Einbahnstraßen und enge Gassen, gutes Navi erforderlich
  • Parkmöglichkeiten – freie Parkplätze sind schwer zu finden
  • Dom von Palermo – kein Eintritt, aber Bettler stehen vor der Tür
  • Öffnungszeiten Grab Friedrich des Großen im Dom – 09:30 bis 17:30: Eintritt – 3 Euro (Erwachsener)

Kleine Cafes, kleine Geschäfte, tolle Märkte

Palermo hat den Charme einer Großsstadt, die noch nicht die Blüte ihrer Neuzeit erreicht hat. So muss es in New York zum Beginn des 20.Jahrhundert gewesen sein. In kleinen Geschäften werden allerlei Waren angeboten. Kleine Cafes zieren die Straßen. Tische und Stühle bestehen aus provisorisch zusammen geschusterten Brettern oder leeren Bierkisten. Manche Cafes sind so klein, dass nur drei Menschen in diesem stehend Platz finden. Die Händler sind meistens Migranten aus arabischen Ländern oder Schwarzafrika, ein einziger multikultureller Ort.

Das könnte euch auch interessieren: Mit dem Auto von Deutschland nach Sizilien

Zerfallene Häuser an jeder Straßenecke

Eindrücke erhält man in Palermo an jeder Straßenecke. Immer wieder entdeckt man Gassen, die man einfach erkunden muss. Jede Menge Ornamente verzieren die zum Teil stark zerfallenen Häuser. Überall kann man kleine Kirchen entdecken, einige von ihnen ohne Kirchturm, auf denen die Glocken einfach aufs Dach drauf gesetzt wurden. Wenn man das Glück hat in die Innenhöfe von Palermo zu gelangen, kann man verzierte Balkons und kleine Gärten mit barocken Elementen bewundern.

Plaza Pretoria in Palermo

Joints drehende Jugendliche in den Gassen

In Palermo soll es immer noch kriminelle Aktivitäten geben. Davon zeugte der, durch ein massives Eisengitter, versperrte Zugang zu unserem Hotel, welcher durch eine Kamera überwacht wurde. Und ein Hinweis von einem der Kutscher, der mich auf meine Kamera aufmerksam machte und mir empfahl diese besser zu sichern. Aber bis auf ein paar Joints drehende Jugendliche, sah ich nichts Kriminelles.

Zum Schluss noch ein Geheimtipp. Bei unserem Besuch in Palermo entdeckte ich ein Restaurant, welches sich im zweiten Stock eines zerfallenen Gebäudes befand. Dieser Ort fiel mir dadruch auf, dass sich auf kleinen, der Straße zugewanden Balkons, Tische mit jeweils zwei Stühlen befanden. Auf diesen Plätzen hatte man einen herrlichen Blick auf die Straßen von Palermo und konnte dem Treiben der Stadt zusehen. Der Eingang zu dem Restaurant war jedoch gut versteckt, wodurch sich der Andrang auch in Grenzen hielt. Nach meinem Wissen befand sich das Restaurant rechts auf der Via Vitorio Emanuele, kurz nach dem Plazza Pretoria, in Richtung Hafen.

Restaurant mit Blick auf die Straßen von Palermo

In Palermo halten ebenfalls Fähren, unter anderem aus Neapel. Wir setzten bei unserem Besuch jedoch mit der Fähre nach Sizilien in Messina über. Hier dauerte die Überfahrt nur 25 Minuten und die Fähren fahren 24 Stunden in kurzen Abständen. Die Fahrt anschließend von Messina bis Palermo dauerte dann anschließend auch nur noch 2 Stunden.