Blickt man nach Odaiba von der Rainbow Bridge, fällt einen sofort das dominierende Gebäude des TV Senders Fuji mit der großen Kugel auf, welches in der Nähe des Nachbaus der Freiheitsstatue steht. In der Kugel befindet sich eine Aussichtsplattform, das Fuji Observatorium, von der aus man einen schönen Blick nach Tokio und auf die ehemaligen Batterien des alten Edos hat.

Anfahrt

Nach Odaiba kommt man eigentlich nur mit einer Linie der Tokyoer U-Bahn, der Yurikamome Line. Mit dieser fährt man bis zum Haltepunkt Daiba Station (U07) bei Aqua City. Anschließend nimmt man den einzigen Ausgang und hält sich dort rechts.

Das Gebäude mit der Kugel ist, sobald man draußen steht, nicht zu übersehen. Man kommt zu diesem über Hochwege und nimmt anschließend die große Freitreppe hinauf zum Fahrstuhl zur Aussichtsplattform.

Große Freitreppe zum Fuji Observatorium

Über diese große Freitreppe kommt man zum Fuji Observatorium

Kleiner Animetipp: Die große Freitreppe spielte in dem Anime “Magnitude 8.0”, eine Rolle. Hier versammelten sich die Menschen nach dem großen Erdbeben in Tokio, von dem der Anime in einer fiktiven Geschichte erzählt. Ich kann den Anime nur jeden empfehlen, der bereits einmal inTokio war.

Der Anime erzählt die Geschichte von einem Geschwisterpaar, welches einen Ausflug nach Odaiba macht und dort von dem Erdbeben überrascht wird. Der Anime handelt davon wie die Geschwister anschließend mit der Hilfe einer Frau nach Hause versuchen zu kommen und was sie auf dem Weg dahin erleben.

Öffnungszeiten & Eintrittspreise

Täglich hat die Plattform geöffnet von: 10 Uhr bis 18Uhr.

Geschlossen ist sie immer am Montag (ist der Montag ein Feiertag in Japan, dann ist die Aussichtsplattform am Dienstag geschlossen)

Den Eintritt bezahlt man neben dem Fahrstuhl, mit dem man zu der Aussichtsplattform im Fuji TV Hauptquartier gelangt. Dieses befindet sich auf der rechten Seite unter der Kugel, wenn man die Freitreppe hinauf kommt.

Erwachsene: 550 Yen
Schüler: 300 Yen

Aussichtsplattform im Fuji TV Gebäude

Mit dem Fahrstuhl kommt man direkt in die Ebene auf der sich auch die Aussichtsplattform des Fuji TV Gebäudes befindet. Die Plattform ist sehr groß und verfügt über weitläufige Fenster. Allerdings sind diese bei meinem Besuch etwas diesig gewesen, was das Fotografieren erschwerte.

Zudem gab es ein paar Spielmöglichkeiten für Kinder, wie ein Pferd auf den man reiten konnte. Dies kostete jedoch zusätzlich.

Aussichtsebene in der Kugel des Fuji Observatorium

In der Aussichtsebene, welche sich in der großen Kugel befindet, gibt es auch ein paar Spielmöglichkeiten für Kinder.

Eine kleine Story: Bei meinem Besuch tummelte sich hier oben eine Schulklasse. Die Schüler waren ausgerüstet mit einem Zettel und einen Stift und schienen verschiedene Fragen zu beantworten. Das Ganze wirkte sehr interessant, da die Kinder nicht gelangweilt schienen sondern mit großen Enthusiasmus zu Zettel ausfüllten und immer wieder auf verschiedene Punkte zeigten, welche man von hier aus sieht.

Weitere Aussichtsplattformen in Tokio:

Aussichten vom Fuji Observatorium

Vom Fuji Observatorium kann man in Richtung Rainbow Bridge und dem dahinterliegenden Teil von Tokio blicken. Ein Rundumblick ist nicht möglich.

Den Skytree Tower sieht man, wenn man nach rechts blickt. Allerdings muss man auch hier das richtige Fenster erwischen, da der Blick ansonsten von dem Hauptgebäude versperrt wird.

Einen sehr guten Blick hat man dafür auf die Freiheitsstatue von Tokio, sowie den dahinter befindlichen kleinen Inseln.

Rainbow Bridge am Morgen nach Regengüssen

In Grau gehüllt ist die Rainbow Bridge nach heftigen Regengüssen.

Wissenswertes: Die kleinen Inseln die direkt neben der Rainbow Bridge liegen, waren im alten Edo Batterien, die gebaut wurden, um Feinde abzuwehren. Soweit ich dies herausgefunden habe, wurde ein Teil dieser Batterien angelegt, kurz nachdem der amerikanische Admiral Matthew Perry das Ultimatum an Japan überreichte.

Nachdem das Ultimatum zur Öffnung Japans an den herrschenden Shogun gestellt wurde, war man sich nicht einig, wie die Antwort darauf ausfallen würde. Als eine der Möglichkeiten wurde eine Schlacht in Erwägung gezogen, weswegen man schon einmal die Batterien errichtete.

Ist das Wetter nicht allzu diesig kann man zudem auch den Fuji von hier aus sehen. Dieser versteckt sich befindet sich in der Richtung, in der das Hilton Hotel in Odaiba steht.

Blick auf Tokio von Odaiba

Vom Fuji Observatorium kann man nahezu über die komplette Bucht von Tokio blicken.

Mezamashi Showset

Eine der bekanntesten Shows in Japan, die man hierzulande aber überhaupt nicht kennt, ist die Mezamashi Show. Das knallbunte Showset der Show befindet sich ebenfalls in der Kugel des Fuji Observatorium. Man kann sich dieses ansehen und man kommt zwangsläufig daran vorbei, wenn man eine Etage tiefer zum Ausgang geht.

Bei der Show handelt es sich um eine Morning Show, die jeden Wochentag früh am morgen von 5:25 Uhr bis 8 Uhr hier produziert und live ausgestrahlt wird.

In der Show waren auch viele internationale Gäste, wie Arnold Schwarzenegger, Quentin Tarantino, Tim Burton, James Cameron, Will Smith, Tommy Lee Jones oder Denzel Washington. Die Unterschriftentafeln dieser Stars kann man sich ebenfalls an dem Set ansehen.

Das Mezamashi Showset

Das knallbunte Mezamashi Showset kann man sich ansehen

Untere Aussichtsebene

Auf der untersten Ebene des Fuji Observatorium hat man zudem einen guten Blick auf die Rückseite, und damit auch auf Odaiba. Es gibt hier einen breiten Gang mit großen Fenstern und einen freien Blick auf die obere Seite von Diver City mit seinem Skaterpark und das Riesenrad von Palette Town. Zudem sieht man von hier aus auch die Palmenallee von Odaiba und das markante Gebäude der Telefongesellschaft Telecom.

Unterste Ebene im Fuji Observatorium

Im hinteren Teil der unteren Ebene findet man auch ein paar Automaten.

Geht man auf die andere Seite, findet man hier zwei Kameras mit denen man in Richtung der Rainbow Bridge und Tokio schauen kann. Man kann die Kameras kostenfrei benutzen und in starker Vergrößerung fast bis in die Wohnungen blicken, die sich auf der anderen Seite der Bucht befinden.

Ebenfalls befinden sich hier weitere Infos von den Batteriestellungen und irgendein komisches Spiel mit denen man Schüsse von den Batterien simulieren kann. Allerdings habe ich nicht verstanden wie das Ganze funktioniert.

Den Fahrstuhl zurück nach unten findet man links neben den Kameras, also auf der anderen Seite, von dem Fahrstuhl mit dem man hier hinauf gekommen ist.

Blick auf Odaiba mit Diver City

Von der unteren Plattform hat man auch einen schönen Blick auf Odaiba mit seinen modernen Gebäuden.

Mein Fazit

Wer wie ich Aussichtsplattformen mag, für den ist auch diese Plattform ein unbedingtes Muss. Zumal der Eintrittspreis im Vergleich zu den anderen Plattformen sehr niedrig ist. Bei Regen kann ich die Plattform allerdings nicht empfehlen, sofern man fotografieren möchte. Das Problem ist nämlich, dass die Fenster nach oben schräg ausgerichtet sind und bei Regen auf diesen der Regen drauf prasselt.

Die Kugel des Fuji Observatorium

Besonders imposant ist die Kugel von der unteren Aussichtsplattform. Da wirkt sie, als ob sie in das Gebäude eingesetzt wäre.

Da zudem die Fensterscheiben aufgrund der Schräglage auch scheinbar viel Schmutz fangen, sollte man einen guten Filter mitnehmen, wenn man ein paar schöne Aufnahmen schießen möchte.

Besonders schön kann ich mir den Blick bei Dunkelheit vorstellen, wenn die Rainbow Bridge beleuchtet ist. Dies wird aber nur in den Wintermonaten möglich sein, da ansonsten die Plattform schließt, bevor es dunkel ist.

weitere Infos findest du hier – www.fujitv.co.jp – Spherical Observation Room