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Aus Shinjuku sind mir genau vier Dinge in Erinnerung geblieben. Eine Aussicht, die man gesehen haben muss, Hochhäuser soweit das Auge reicht, ein Hello Kitty Store und eine Freiluftdiskothek. Was ich genau in Shinjuku, einem Stadtteil von Tokyo erlebte, dies kannst du in diesem Beitrag lesen.

Verloren in Shinjuku

Busbahnhof vor dem Bahnhof von Shinjuku in Tokio

Busbahnhof vor dem Bahnhof von Shinjuku

Ich dachte bisher die Hochhäuser in Marunouchi sind schon ein echtes Highlight in Tokio. Doch als ich aus der U-Bahn in Shinjuku ausstieg hat es mich förmlich erschlagen. Ich war umgeben von Höchhäusern und verlor gleich einmal die Orientierung. Denn eigentlich wollte ich zum Tokyo Tourist Informations Center, einem Hochhaus auf dem es eine schöne Aussicht über die Stadt geben sollte.

Gibt es auch in Tokio: Obdachlose habe ich bereits des öfteren in Tokio gesehen. Besonders unter Hochstraßen sieht man deren Unterkünfte. Doch ein Bettler begegnete mir das erste Mal am Bahnhof in Shinjuku. Der Mann stand hier mit komplett zerschlissenen Schuhen. Vor ihm stand ein Plastikbecher für das Geld.

Fußwege über den Straßen

Hochhaus in Shinjuku in Tokio

Hochhaus in Shinjuku

Also machte ich mich auf den Weg durch diesen Dschungel von Kolossen. Zuerst latschte ich einmal komplett um den Bahnhof, bis ich Begriff wohin mich meine Navigationsapp eigentlich führen will. Trotz der korrekten Anzeige konnte ich mich einfach nicht ordentlich orientieren, und dies soll was heißen. Der Grund dafür sind die unzähligen höher gelegten Fußwege, die kreuz und quer über die Straßen führen. Man muss sich das Ganze wie eine zweite und dritte Ebene vorstellen, auf der man entlang laufen kann, während unter einem die Autos vorbei rauschen.

Die vielen verzweigten Hochwege fand ich auch bei meinem 3. Besuch in 2016 besonders beeindruckend. Hier kann ich dir nur empfehlen, die Zeit zu lassen. Die Hochweg führe kreuz und quer rings um den Bahnhof von Shinjuku.

Kleiner Tipp: Bei meinem Besuch 2016 testete ich hier Google Maps aus. Der Dienst von Google hat eine Richtungsanzeige, wenn man sich bewegt. Dies fand ich sehr hilfreich, da man sich mit einer normalen Navigation bei den ganzen übereinander liegenden Wegen trotzdem ordentlich verlaufen kann.

Hello Kitty Store

Hello Kitty Store in Shinjuku in Tokio

Hello Kitty Store

Dem entsprechend spielte auch das Navi etwas verrückt. Schließlich waren auf dem nur die Hauptstraßen und Fußwege der ersten Ebene vermerkt. Ich versuchte somit irgendwie dorthin zu kommen wo ich hin wollte und landete am Ende doch wieder wo ganz Anderes. Abgelenkt wurde ich durch die vielen bunten Leuchtreklamen und verrückten Geschäfte, wie dem kleinen Hello Kitty Shop in dem es Donuts und Kekse im Hello Kitty Design gab.

Tourist Informations Center in Shinjuku

Panorama von Tokio bei Nacht vom Rathhaus von Tokio

Panorama von Tokio bei Nacht

Irgendwann hatte ich den Kanal voll, wechselte wieder hinunter zur Straße und hielt mich stur an das Navi. Ich war bis dato gehörig in die verkehrte Richtung gelaufen. Ich versuchte soweit möglich alle Eindrücke links und rechts auszublenden um endlich an meinem Ziel anzukommen. Es dauerte etwas, doch irgendwann stand ich vor einem Wolkenkratzer mit gefühlten 60 Etagen, in dem sich die Touristen Information befand. Hier gibt es zwei Aussichtsplattformen in der 45. Etage, eine im Nordturm und eine im Südturm.

Kleiner Park hinter dem Rathaus

Hinter dem Rathaus gibt es einen kleinen Park. Am Eingang des Parkes befindet sich ein künstlicher Wasserfall mit einem kleinem Platz davor. Auf diesen finden regelmäßig, ich vermute vor allem am Wochenende, Trödelmärkte statt. Auf Decken ausgebreitet werden die Waren angeboten.

Zudem gibt es in dem Park einen Sitzbereich, der von Weitem aussieht wie ein kleines Cafe. Hier kann man sich gemütlich kostenfrei hinsetzen und seine eigenen Getränke und Speisen verzerren. Es wird einen dabei niemand stören

Nachtleben in Shinjuku

Vergnügungsviertel Kabukicho in Shinjuku in Tokio

Vergnügungsviertel Kabukicho

Hat man danach noch Zeit, und die sollte man haben, dann sollte man noch einmal das Viertel auf der anderen Seite des Bahnhofs von Shinjuku besuchen. In meinem Touristenführer stand, in diesem Viertel soll Abends der Bär steppen. Neben der vielen bunten Werbung ist dies auch der Fall. Eine Spielhalle reiht sich an die Andere. Dazwischen sind diverse Läden und Lokale für Erwachsene. Zwischendurch wurde ich auf einmal von ordentlichen Technoklängen beschallt. Diese kamen von einer Freiluftdiskothek, welche in dem Viertel noch mal ordentlich einheizte.

Roboterrestaurant

Roboterrestaurant in Kabukicho in Shinjuku in Tokio

Roboterrestaurant in Kabukicho

Ich bin mir gar nicht mehr sicher, was ich da eigentlich alles gesehen habe und leider reichte auch meine Zeit nicht um einige Lokale zu besuchen. Aber gerne wäre ich in das Roboter Restaurant gegangen, vor dem ein riesiger Roboter von einer hübschen Frau gesteuert wurde und eine Band in Roboterkostümen Musik spielten. Ich denke aber, dies werde ich bei meinem nächsten Besuch auf jeden Fall nachholen.