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Das Grenzgebiet zwischen Österreich und Slowenien wartet mit so manchem Highlight auf. Eines unter diesen sind die Felsentore, die sich direkt auf dem natürlichen Grenzwall dieser beiden Länder befinden. Die drei Felsentore ragen dabei imposant in die Höhe und bieten einen wunderschönen Ausblick auf die Berglandschaft beider Länder. Der Anstieg zu den Felsentoren ist je nach Fitnessgrad beschwerlich oder einfach nur angenehm.

Kurzinfos
Anfahrt:Hinter Bad Eisenkappel in Richtung Slowenien links abbiegen
Parkmöglichkeiten:Gaststätte Kubitz oder bis zum Ende der Straße und dort parken
Wanderwege:Wegmarkierungen 652 (kleine Tour) und 611 (große Tour)
Empfehlungen:Klettersteighandschuhe für die Stahlverssicherungen bei den Felsentoren mitnehmen
Gehzeit:Je nach Tour und Gehzeit 4 bis 8 Stunden

Schöne Wege gibt es in den Alpen zuhauf. Doch so mancher Weg kann sich letztendlich auch als gemeine Falle entpuppen, wenn man zuvor die Bedingungen der Alpen nicht kennt. Zu diesen könnte man auch den Anstieg zu den Felsentoren der Uschowa zählen, die sich unweit von Bad Eisenkappel in Kärnten an der slowenischen Grenze befinden. Während die ersten Höhenmeter und Kilometer eine wahre Wonnentour bieten, versteckt sich hinter dem letzten Anstieg zu den Toren ein steiler Steig, der bis zum ersten Felsentor ohne Sicherungen auskommt.

Wegweiser zu den Felsentoren der Uschowa in Kärnten

Wegweiser zu den Felsentoren der Uschowa in Kärnten

Mehrere Routen zu den Uschowa Felsentouren

Die Tour kann man als kleine oder große Wanderung planen. Bei beiden Varianten biegt man mit dem Fahrzeug hinter Bad Eisenkappel in Richtung Slowenien, nach Durchquerung der Kurortanlage, links ab. Ein Hinweisschild verweist hierbei auf die Felsentore. Der Straße folgt man anschließend bis zu einer Gaststätte, bei der sich auch genügend Parkplätze befinden. Von dort aus geht es anschließend zu Fuß auf der Straße weiter. Will man sich diesen unschönen Marsch sparen, fährt man mit dem Auto einfach weiter, bis die Durchfahrt durch Hinweisschilder gesperrt ist. Bis zu vier Fahrzeuge können an dieser Stelle parken und falls doch einmal der Ansturm etwas größer sein sollte, lohnt es sich die Sperrung zu ignorieren und das Fahrzeug noch ein paar Meter über eine Brücke weiter zu bewegen. Dort findet man weitere Parkmöglichkeiten, ohne die Route verlassen zu müssen.

Klettersteige in der Nähe:

Anschließend folgt man dem Wandermarkierungen auf dem Weg 652 oder der Beschilderung, welche die Uschowa Felsentore auszeichnen. Der Weg führt zuerst, je nach Jahreszeit, durch dichtes Gestrüpp und am Ende dieses gelangt man auf eine Bergstraße die einen Bachverlauf kreuzt. Ein paar Meter weiter führt von diesem Weg ein Bergpfad linker Hand den Berg hinauf, welcher auch gut ausgeschildert ist. Anschließend geht es im normalen Anstieg ein paar Meter in die Höhe. Nach diesem ersten Anstieg, quert man gefühlt das halbe Felsmassiv, um nach ein paar Kilometern an eine Abzweigung zu gelangen, die einen weiteren Bergpfad in Richtung Felsentore ausweist.

Seilsicherungen, aber kein Klettersteig bei den Felsentoren

Seilsicherungen, aber kein Klettersteig bei den Felsentoren

Steiler Weg, hinauf zu den Felsentoren

Die nächsten Höhenmeter sind dann der eigentliche stressige Part dieser Tour. In mehreren kleinen engen Kehren und mit ordentlichen Höhenabständen, bewegt man sich mit großen Schritten in Richtung der Felsentore. Der enge Weg wird hierbei flankiert von Bäumen und Sträuchern, die manchmal die fehlenden Sicherungen ersetzen. Wenn man bereits glaubt, dieser Weg nehme kein Ende, befindet man sich auf einmal vor einem Felsentor, welches jedoch nur der Einstieg zu den anderen Felsentoren ist. An dieser Stelle findet man auch die ersten Seilversicherungen, die direkt durch das Felsentor führen. Von hier aus sind die letzten Höhenmeter einfach nur noch Kür, denn in wenigen Minuten befindet man sich bereits hinter dem Felsentor an einer weiteren Weggablung.

Den rechten Pfad sollte man zuerst wählen, um zum Kleineren der beiden großen Felsentore zu gelangen. Dieser Weg ist zudem eine Sackgasse und dient ausschließlich zu Besichtigung des Naturhighlights. Anschließend geht man den Weg zurück und erklimmt den linken Pfad, der ebenfalls durch weitere Stahlseile nahezu durchgehend gesichert ist. Wenige Meter später steht man bereits vor dem großen Felsentor. Von hier aus kann man den gekommenen Weg wieder zurück gehen oder man folgt den Seilsicherungen und gelangt über diese zum Einstieg des ersten Felsentores zurück.

Alternative Wanderrouten und eine schöner Rundweg

Wer sich für die große Runde entschieden hat, sollte hier bereits Ausschau halten nach einer Wegmarkierung, die in Richtung Heiligengeistsattel verweist. Dieser folg man auf dem Weg 611 und gelangt darüber wieder zurück zum Ausgangspunkt der Gaststätte. Als Alternative bleibt natürlich der bereits begangene Hinweg auf dem Weg 652.

In vielen Klettersteigführern wird dieser Steig mit aufgeführt. Jedoch handelt es sich weder um einen Klettersteig im klassischen Sinne noch um einen Steig der schwierigeren Kategorie. Die Uschowa-Felsentore sind dagegen einfach nur ein Naturhighlight, welches man mitnehmen sollte, wenn man sich einmal in Kärnten befindet. Dass Hinauftragen einer Klettersteigausrüstung, kann man sich dagegen sparen. Alleine die Klettersteighandschuhe würde ich empfehlen, um eventuellen Verletzungen an den Stahlseilen vorzubeugen.