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Südlich der Stadt Ferlach, die sich nur wenige Kilometer von Klagenfurt entfernt befindet, befindet sich eine der bekanntesten Schluchten der Steiner Alpen, die Tscheppaschlucht. Die Schlucht zieht sich rund eineinhalb Kilometer in Richtung Teufelsbrücke und endet an dieser gleich neben einem imposanten Felsentor und einem 25 Meter hohem Wasserfall. Der einzige Wehrmutstropfen ist der Eintritt, den man am Eingang der Schlucht zu entrichten hat, vorausgesetzt man kommt am Goldenen Bründl vorbei. Für Gewiefte funktioniert die Besichtigung der Schlucht aber auch kostenfrei, jedenfalls wenn man gut zu Fuß ist

Infos zur Tscheppaschlucht
Eintrittspreise:Erwachsene 6,50 Euro
Kinder 3,50 Euro
Öffnungszeiten:wahrscheinlich keine, dafür begrenzte Öffnung des Kassenhäuschen
Länge:rund 1,5 bis 2,5 Kilometer
Parkplatzgebühr:2,00 Euro
Alternativen:Kostenfrei parken beim „Deutscher Peter“ und von dort aus die Schlucht besuchen, ohne der Durchquerung des Kassenhäuschen „Goldenes Brünnl“
Links:Ferlach Touristinformationen

Ich möchte gleich zu Beginn meine Meinung zu dieser Natursehenswürdigkeit los werden, denn als Naturliebhaber stellten sich bei mir, bei der Durchquerung der Tscheppaschlucht die Nackenhaare zu Berge. Nicht nur der imposante Eintrittspreis von 6,50 Euro für Erwachsene und 3,50 für Kinder, hinterließ bei mir einen bitteren Beigeschmack, sondern auch die Stahlkonstruktion am Ende der Schlucht, welche verbunden war mit der Teufelsbrücke. Denn bis auf diese unschönen Nebensächlichkeiten, ist die Schlucht ein kleines Highlight für sich. Jedoch nur unter den Umständen, sie wäre kostenfrei.

Felsentor am Ausgang der Tscheppaschlucht

Felsentor am Ausgang der Tscheppaschlucht

Vom Goldenen Brünnl zur Teufelsbrücke

Die Schlucht verläuft entlang des Loiblbach, der sich in Millionen von Jahren ein eigenes Flussbett durch den Stein der Karawanken schnitt. Im oberen Teil wird er zusätzlich bespeist vom Bodenbach, der zudem für den 25 Meter hohen Wasserfall verantwortlich ist. Bis zur Teufelsbrücke, die sich gleich unterhalb des Wasserfalles befindet, überwindet man rund 100 Höhenmeter. Anschließen kann man noch zusätzlich rund 300 Höhenmeter schruppen, sofern man den Punkt Bodental besuchen möchte. Das Hauptstück der Schlucht endet jedoch an der Teufelsbrücke, wovon eine Gittertür aus Eisen zeugt. Zwischen dieser Tür und dem Goldenen Brünnl, ist die Schlucht gebührenpflichtig. Dazu muss man jedoch das Goldene Brünnl auch kreuzen und das Kassenhäuschen muss besetzt sein.

Klettersteige in der Nähe:

Kassenschluss am Goldenen Brünnl um 17:30Uhr

Neben dem Eingang „Goldenes Brünnl“ kann man die Schlucht zusätzlich über den Schluchtaustritt „Deutscher Peter“ oder die bereits erwähnte Teufelsbrücke verlassen oder eben auch betreten. Inwiefern die Tore zu der Schlucht geschlossen werden, die sich an den Ausgängen der Schlucht befinden, ist mir nicht bekannt. Jedoch konnte ich das Kassenhäuschen erneut durchqueren, obwohl dieses nicht mehr besetzt war. Dies war so gegen 18 Uhr der Fall. Ich vermute dieses schließt gegen 17:30 da um diese Zeit auch der letzte Schuttlebus von Bodental oder Bleiberg abfährt, um Besucher der Schlucht zum Parkplatz zurück zu bringen.

Blick zum Beginn der Tscheppaschlucht

Blick zum Beginn der Tscheppaschlucht

20 Minuten Fußweg vom Parkplatz zum Eingang der Tscheppaschlucht

Die Idee des Schluchtbesuches funktioniert folgendermaßen. Unweit des Schluchteinganges existiert ein gebührenpflichtiger Parkplatz, bei dem man beim Verlassen zwei Euro berappen darf. Wie lange man auf diesem stehen bleibt, spielt dabei keine Rolle. Anschließend soll man von diesem zum Schluchteingang wandern, was ungefähr 20 Minuten Zeit in Anspruch nimmt. Am Kassenhäuschen angekommen begleicht man den Eintritt zur Schlucht und Erhält dafür in Verbindung mit der Eintrittskarte, ein Ticket für einen kostenlosen Rücktransfer von einem Ende der Schlucht zum Parkplatz. Wahrscheinlich gehen die Betreiber der Schlucht davon aus, wer es bis zu einem Ende der Schlucht geschafft hat, wird schon nicht mehr freiwillig umkehren.

Kostenfreie Alternative? – Einstieg an der Teufelsbrücke

Dreht man stattdessen den Spieß um und parkt sein Auto beim „Deutscher Peter“ oder an einen der anderen Endpunkte und besichtigt die Schlucht von diesen Punkten aus, kann man sich die gesamten Gebühren sparen. Allerdings nur wenn wirklich keine Kontrollen statt finden sollten, wofür ich nicht garantieren möchte. Einen Versuch wäre dies auf jeden Fall wert, denn an den Ausgängen steht immer ein Schild, welches darauf hinweist, dass man jetzt einen gebührenpflichtigen Abschnitt betritt. Auf diesen Schildern wird auch gleich darauf hingewiesen, wo man diese Gebühr entrichten darf, wobei es sich wiederum um das „Goldenes Brünnl“ handelt.

Auf der folgenden Karte, bei der es sich auch um die Eintrittskarte zur Schlucht handelt, findet man zudem die voraussichtlichen Gehzeiten. Hierbei handelt es sich aber um sehr großzügige Schätzungen mit ausreichend Verschnaufpausen. Mit etwas straffem Schritt schafft man die Wegstrecke auch in zwei Drittel der vorgegebenen Zeit. Auf der Karte erkennt man auch einen Wegpunkt, der sich genau in der Mitte befindet. Von diesem aus kann man die Teufelsbrücke umgehen und zum Wasserfall über einen kleinen Umweg gelangen. Allerdings ist die Brücke alles andere als teuflisch oder spannend. Dafür sorgt bereits die außerordentlich stabile Stahlkonstruktion, die beim Überqueren der Brücke jedem ein sicheres Gefühl gibt. Am Beginn der Brücke kann man zudem ein Foto auslösen, welches Einen beim Überqueren der „furchterregenden“ Brücke dokumentieren soll.

tscheppaschlucht_karte-mini