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Was wurden hier in Schloss Schönbrunn für Entscheidungen getroffen, welche die Geschichte nachhaltig prägten? Die Bekannteste war sicherlich der Beginn des 1. Weltkrieg durch die KuK Monarchie und ihr damit auch eingeleitetes Ende. Das Schloss Schönbrunn mit seinen umfangreichen Parkanlagen hat aber noch mehr zu berichten. Und wenn du dich für Geschichte interessierst, erfährst du in diesem Beitrag was du dir hier alles ansehen solltest.

Bild: Blick auf das Schloss Schönbrunn vom Schlosspark

Immer wieder hast du von den Alleen im Schlosspark einen Blick auf das Schloss.

Anfahrt

Am einfachsten kommst du mit der U-Bahn U4 nach Schönbrunn. Je nachdem aus welcher Richtung du kommst, kannst du entweder an dem Haltepunkt “Hietzing” oder “Schönbrunn” aussteigen. Dies spielt keine Rolle, da sich der Eingang zum Schloss genau zwischen diesen beiden U-Bahnhöfen befindet. Das restliche Stück darfst du somit noch laufen. Wie du mit dem U-Bahn System in Wien zurecht kommst, erkläre ich dir in diesem Beitrag.

Kommst du aus einer ganz anderen Ecke von Wien, kannst du auch mit der Straßenbahnlinie 10 oder 60, sowie den Buslinien 10A oder N60 zum Schloss Schönbrunn fahren. Die Haltestelle an der du aussteigen musst, ist “Schloss Schönbrunn” und befindet sich genau vor dem Haupttor des Schlosses.

Sehenswürdigkeiten im Schloss Schönbrunn

Bild: Allee im Schönbrunner Schlosspark

Solche Alleen wirst du reichlich im Schlosspark finden. Sie eignen sich perfekt zum spazieren.

Es gibt ein paar Sehenswürdigkeiten, welche du dir im Schloss Schönbrunn auf jeden Fall ansehen solltest. Hier eine Aufstellung dazu:

  • Schloss Schönbrunn
  • Obeliskbrunnen
  • Römische Ruine
  • Gloriette
  • Palmenhaus & Wüstenhaus

Zusätzlich gibt es natürlich noch anderes Sehenswertes in der riesigen Parkanlage. Für einen Teil davon, wie zum Beispiel dem Tiergarten muss man aber viel Zeit einplanen. Ein paar der Spots sind aber auch eher für Kinder geeignet. Dazu findest du am Ende des Beitrages noch mal ein paar Infos.

Schloss Schönbrunn

Bild: Eingang Schloss Schönbrunn

Das ist der Haupteingang zum Schloss Schönbrunn. Im ersten Haus links kannst du die Eintrittskarten für das Schloss kaufen

Deine Tour solltest du so zeitig wie möglich beginnen und gleich zu Beginn mit dem Schloss Schönbrunn starten. Ab 8 Uhr kannst du das Schloss besichtigen und um diese Zeit hast du auch nur geringe Wartezeiten. Es gibt 2 Touren, eine kleine und eine große Rundtour. Interessierst du dich sehr für die Geschichte, dann nimm die große Tour. Willst du nur einen Überblick, dann reicht die Kleine.

Die Touren sind immer an ein feste Zeit gebunden, an denen du in das Schloss kommst. Vom Ticketschalter, welcher sich direkt am Eingang der Schlossanlage befindet, brauchst du rund 10 Minuten bis zum Schloss und eventuell noch mal 5 Minuten, wenn du Sachen abgeben musst. Rucksäcke müssen immer abgegeben werden.

Achtung: Fotografieren und filmen ist im Schloss strengstens verboten. Versuche auch keine Schnappschüsse mit dem Handy zu machen. Es gibt hier genügend Wachpersonal welche die Räume im Blick hat.

Am Einlass erhältst du noch ein Audiogerät, über welches du weitere Infos und interessante Hintergründe zum Schloss erfährst. Alternativ gibt es aber auch einen Flyer auf deutsch in dem ebenfalls Raum für Raum beschrieben ist. Die Infos sind identisch mit denen auf dem Audioguide.

Mein Tipp: Die Audioguides und Flyer kannst du dir vorab hier in vielen verschiedenen Sprachen kostenfrei herunterladen.

Sobald du im Schloss bist, kannst du dich solange aufhalten wie du möchtest. Nur der Einlass ist an die feste Zeit gebunden.

Die Räume im Schloss sind alle schlicht eingerichtet. Der Großteil der Ausstellungsstücke befindet sich in der Schatzkammer in der Hofburg im Zentrum von Wien. Es geht bei der Tour in erster Linie um die Funktionen der Räume und deren geschichtlichen Hintergründe. Deswegen plane für die kleine Tour rund 30 Minuten und für die Große rund 60 Minuten Zeit ein.

Bild: Blick auf das Schloss Schönbrunn von der Gloriette

Von der Gloriette kannst du über das Schloss weit nach Wien blicken.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Das Schloss kannst du ganzjährig an allen Tagen inkl. Feiertage besuchen. Es ist 365 Tagen geöffnet.

1. April bis 30. Juni8.00 – 17.30 Uhr
1. Juli bis 31. August8.00 – 18.30 Uhr
1. September – 31. Oktober8.00 – 17.30 Uhr
1. November – 31. März8.00 – 17.00 Uhr

Es gibt 2 Touren die Imperial Tour (kleine Rundtour) und die Grand Tour (große Rundtour)

Imperial Tour (kleine Rundtour)

Erwachsene:14,20 Euro
Kinder (6 – 18 Jahre):10,50 Euro
Studenten (19 – 25 Jahre):13,20 Euro

Grand Tour (große Rundtour)

Erwachsene:17,50 Euro
Kinder (6 – 18 Jahre):11,50 Euro
Studenten (19 – 25 Jahre):16,20 Euro

Eine Übersicht zu den Preisen findest du hier. Willst du nicht warten, kannst du dir die Tickets hier online holen.

Kronprinzengarten & Orangerie

Bild: Rückseite vom Schloss Schönbrunn

Auf der Rückseite des Schlosses kommst du in den Schlosspark. Rechts im Bild ist der Kronprinzengarten.

Gleich neben dem Schloss befinden sich zwei weitere Highlights, die besonders für Fotografen interessant sein dürften, der Kronprinzengarten und die Orangerie.

Vom Kronprinzengarten hast du über ein erhöhtes Podest einen der bekanntesten Blicke auf das Schloss, welches du auch auf vielen Fotos wieder findest. Allerdings wird für diesen kleinen Garten auch ein Eintritt verlangt. Wenn du deswegen nur mal planst dir den Garten anzusehen, solltest du lieber einen Blick durch das Tor erhaschen und dir die 3 Euro sparen.

Genau gegenüber vom Kronprinzengarten liegt die Orangerie. Diesen Bereich kannst du dir ebenfalls nur ansehen wenn du Eintritt bezahlst. Auch hier lohnt sich der Besuch eigentlich nur aus zwei Gründen. Zum einen wenn in der Orangerie Konzerte stattfinden, da das Ambiente und die Akustik hier besonders schön sein soll. Und zum Anderen wenn du ein paar Fotos schießen möchtest von einem der größten Orangeriegebäude auf der Welt. Allerdings sind die Eintrittspreise von 3,80 Euro für dieses kurze Vergnügen mehr als gepfeffert.

Schönbrunner Schlosspark

Bild: Römische Ruine im Schönbrunner Schlosspark

Im hinteren Teil des Schlossparkes kannst du dir den Nachbau einer alten römischen Ruine ansehen.

Hinter dem Schloss findest du die große Parkanlage, den Schönbrunner Schlosspark. Die Anlage zieht sich einen Berg hinauf und den größten Teil kannst du auch kostenfrei betreten. In der Anlage wirst du einige Dinge finden, welche du dir unbedingt ansehen solltest, darunter einen wunderschönen Obeliskenbrunnen und den Nachbau einer römischen Ruine. Beide Punkte sind ein wunderschöner Photospot an denen du kostenfrei und meisten auch frei von Menschenmassen fotografieren kannst.

Bild: Obeliskenbrunnen im Schönbrunner Schlosspark

Ebenfalls ein Highlight ist der Obeliskenbrunnen, der sich ebenfalls im hinteren Teil des Schlossparks befindet.

Gehst du den Hang hinauf, wirst du von Weitem ein weiteres Gebäude sehen, die Gloriette, der krönende Abschluss des Schlossparks. Auf der Gloriette befindet sich eine Aussichtsplattform, welche du erklimmen kannst. Aber auch für diese, wie sollte es anders sein, musst du Eintritt bezahlen. Dies lohnt sich jedoch, da du von der Gloriette einen wunderschönen Blick über den Schlosspark hast.

Bild: Gloriette im Schönbrunner Schlosspark

Die Gloriette ist der wahrlich krönende Abschluss des Schönbrunner Schlossparks

Folgst du dem Hang auf der linken Seite wieder hinab, wirst du zum Irrgarten kommen. Dieser ist besonders für Kinder interessant, da sie hier herumtollen können. Aber auch hierfür wird Eintritt verlangt, wobei es für Familien auch ein Kombiticket gibt, mit denen man viele relevante Kinderattraktionen besuchen kann.

Gegenüber des Irrgarten wirst du bei deiner Tour bereits den Eingang zum Zoo oder Tiergarten Schönbrunn gesehen haben. Dieser befindet sich ebenfalls im Schönbrunner Schlosspark und ist einer der schönsten Zoos in Europa.

Bild: Statue im Schönbrunner Schlosspark

Im gesamten Schlosspark verteilt findest du immer wieder Statuen von bekannten Persönlichkeiten.

Für Kinder gibt es im Zoo einen schönen Spielplatz. Und du kannst während deiner Tour durch den Zoo auch immer wieder den Fütterungen beiwohnen. Allerdings solltest du hierfür viel Zeit einplanen, denn damit du dir alles wirklich genau ansehen kannst brauchst du schon mal zwischen 4 bis 6 Stunden.

Palmenhaus & Wüstenhaus

Bild: Palmenhaus beim Schloss Schönbrunn

Das Palmenhaus solltest du dir unbedingt ansehen. Gleich daneben ist auch das Wüstenhaus, welches aber nicht so imposant aussieht.

Ein weiteres imposantes Gebäude wirst du im nördlichen Teil des Schlossparks finden, das Palmenhaus. Die beeindruckende Eisenkonstruktion des Gewächshauses wirst du schon von Weitem sehen, schließlich gehört es zu den größten seiner Art in Europa.

Das Palmenhaus besteht aus drei Abschnitten in denen du dir Pflanzen aus verschiedenen tropischen und subtropischen Klimazonen ansehen kannst. In der Mitte gibt es eine wunderschöne eiserne Wendeltreppe, die du aber leider nicht hinauf gehen kannst. Dafür wirst du im Palmenhaus reichlich Sitzgelegenheiten vorfinden, die sich inmitten des Grüns befinden.

Genau gegenüber kommst du zu dem kleineres Wüstenhaus. In diesem kannst du dir, wie der Name schon verrät, Wüstenpflanzen aber auch Tiere ansehen, welche vor allem in den trockenen Gebieten der Erde vorkommen. So wirst du hier neben Schlangen und Schildkröten auch freifliegende Vögel vorfinden. Als Highlight kannst du dir am Eingang des Hauses von Putzerfischen die Finger säubern lassen.

Perfekt sind die beiden Häuser natürlich in den Wintermonaten, wenn draußen kühle Temperaturen herrschen. Dann kannst du dich hier drin hervorragend aufwärmen und das viele Grün genießen.

Allerdings kosten die beiden Häuser separat Eintritt. Du kannst den Eintritt pro Haus bezahlen oder dir ein Kombiticket holen, welches knapp 10 Euro kostet.

Bild: Parkanlage mit Kirche im Schönbrunner Schlosspark

Diese Kirche gehört nicht mehr zum Schlosspark, grenzt aber direkt an ihm an.

Ausflug mit Kindern im Schloss Schönbrunn

Willst du mit deinen Kindern das Schloss und die Schlossanlage Schönbrunn erkunden, gibt es dafür einen eigenen Kinderpass. Neben diesem gibt es aber noch viele weitere Sachen, die es sich lohnt mit Kindern zu erkunden.

Mein Hinweis: Das Schloss ist für kleinere Kinder eher langweilig. Das Problem ist, man darf nichts anfassen und es gibt eigentlich in dem Schloss auch nicht viel zu sehen, was Kinder interessiert. Hinzu kommt, durch die Menschenmassen sehen gerade kleine Kinder eigentlich nur Beine und müssen ständig aufpassen, dass sie nicht gerempelt werden.

Kindermuseum: Für Kinder wird anstatt dem eigentlichen Schloss das Kindermuseum um einiges interessanter sein. Hier können sie mehr entdecken, vieles selber auch mal anfassen und sich sogar gleich zu Beginn verkleiden.

Netter Funfact: Um Halloween gibt es für Kinder im Kindermuseum Gruseltouren. Dabei wird das Kindermuseum mit Gruseldeko dekoriert, wie Spinnen oder Skeletten. Die Tour geht ungefähr 1 Stunde und man muss mit der eigenen Taschenlampe das Museum erkunden. Für Kinder ab 7 Jahre ist dies mit Sicherheit ein extremer Gaudifaktor.

Marionettentheater: Ebenfalls interessant für Kinder ist das Marionettentheater, in welches man aber nur bei einer Vorstellung reinkommt. Dafür dürfen die Kinder nach der Vorstellung einen Blick hinter die Kulissen werfen und entdecken, wie die Marionetten zum Leben erweckt werden.

Irrgarten: In den Sommermonaten solltest du mit deinen Kinder den Irrgarten besuchen. Diesen lieben nahezu alle Kinder, denn sie können sich hier richtig schön austoben. Zudem gibt es hier ein kleines verstecktes Spiel, bei dem du alle 12 Sternzeichen finden musst, die im Irrgarten irgendwo versteckt sind.

Tiergarten: Ebenfalls ein Highlight für Kinder ist natürlich der Tiergarten Schönbrunn. Aber dieser lohnt sich nur, wenn man länger oder das 2. mal in Wien ist. Für Kinder gibt es neben den ganzen Tieren natürlich auch jede Menge Spielplätze auf denen sie herumtollen können.

Tropenhäuser: Besonders beliebt bei Kindern sind die beiden Tropenhäuser, da es auch hier sehr viel zu entdecken gibt. Gerade bei Mädchen, die Blumen lieben, wirst du mit dem Palmenhaus ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Jungen dagegen fühlen sich im Wüstenhaus meistens wohler.