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Du bist ein paar Tage in Wien und möchtest möglich viel von der Stadt sehen? Dann ist dieser Beitrag genau das Richtige für dich. In diesem erfährst du wie du an einem Tag die Altstadt von Wien für dich entdecken kannst. Ich zeige dir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und wie du am Besten Eine nach der Anderen erkunden kannst. Eins jedoch gleich vorneweg, planst du Museumsbesuche mit ein, dann wirst du diese Tour nicht an einem Tag schaffen. Teile dann die Tour für dich so auf, dass du alles für dich Interessante sehen wirst.

Am Besten startest du deine Tour am Karlsplatz bei der Karlskirche. Du kommst hierher mit der Wiener U-Bahn, den Linien U1, U2 und U4, welche direkt unter dem Karlsplatz halten. Gehe dir Tour anschließend in folgender Reihenfolge, wobei du zuerst im Groben den Außenring folgen und anschließend die Wiener Altstadt durchqueren wirst.

Hier eine Liste der Sehenswürdigkeiten die du auf deiner Sightseeingtour durch die Altstadt von Wien sehen wirst.

  • Karlskirche
  • Wiener Staatsoper
  • Maria-Theresien-Platz
  • Rathaus
  • Votivkirche
  • Michaelerplatz
  • Hofburg
  • Österreichischen Nationalbibliothek
  • Kaisergruft
  • Pestsäule
  • Peterskirche
  • Stephansdom
  • Mozarthaus
  • Wiener Stadtpark
  • Denkmal der Roten Armee
  • Schloss Belvedere
Blick vom Schloss Belvedere in Wien auf die Altstadt

Vom Schloss Belvedere hast du einen schönen Blick auf die Altstadt von Wien mit dem Stephansdom

Eine erste Orientierung über die Preise und die Öffnungszeiten der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Wiener Altstadt findest du in der folgenden Tabelle. Diese können je nach Jahreszeit aber noch abweichen, wobei ich nur die Zeiten in der Tabelle erfasst habe an denen die Sehenswürdigkeiten zu 99% geöffnet haben. Weitere Infos findest du in dem jeweiligen Abschnitten in diesem Beitrag.

SehenswürdigkeitEintrittspreisÖffnungszeiten
Hofburg13,90 Eurotäglich 09:00 Uhr – 17:30 Uhr
Kaisergruft7,50 Eurotäglich 10:00 Uhr – 18:00 Uhr
Karlskirche8,00 EuroMo. – Sa. 09:00 Uhr – 18:00 Uhr
Mozarthaus11,00 Eurotäglich 10:00 Uhr – 19:00 Uhr
Nationalbibliothek8,00 EuroDi. – So. 10:00 Uhr – 18:00 Uhr
Peterskirchekostenfreitäglich 09:00 Uhr – 20:00 Uhr
RathauskostenfreiMo. – Fr. 08:00 Uhr – 18:00 Uhr
Schloss Belvederekostenfrei (Parkanlage)täglich 09:00 Uhr – 18:00 Uhr
Stephansdomkostenfreitäglich 07:00 Uhr – 22:00 Uhr
VotivkirchekostenfreiDi – Sa. 10:00 Uhr – 18:00 Uhr
Wiener Staatsoper9,00 Euronur mit Führung zu besichtigen

Karlsplatz mit Karlskirche

Der Karlsplatz in Wien ist ein idealer Startpunkt für deine Tour durch Wien. Hier halten 3 der 4 U-Bahnlinien, die dich ins Zentrum von Wien bringen. In der U-Bahn Station gibt es sehr viele Geschäfte an denen du dir noch einen schnellen Snack holen kannst. Allerdings ist der Platz auch ein bekannter Treffpunkt der Drogenszene, die aber immer wieder vertrieben wird.

Gleich neben dem Karlsplatz wirst du einen kleinen Park sehen. Durch diesen kommst du zur Karlskirche. In dem Park treffen sich die Wiener, so dass hier immer etwas los ist. Die Karlskirche dominiert am Ende des Parks das Areal, schließlich ist sie eine der größten barocken Kirchenbauten nördlich der Alpen.

Neben dem imposanten Bau hat die Kirche aber noch etwas ganz Besonderes zu bieten. Es ist eine der wenigen Kirchen bei der du im Inneren über einen Lift und anschließend einer Aussichtsplattform in die Kirchenspitze unter der großen Kuppel hinaufsteigen kannst. Oben angekommen hast du somit einen Blick in das Hauptschiff der Kirche. Zeitgleich kannst du dir aber auch die schönen Deckengemälde genauer ansehen.

Zudem gibt es in einen der oberen Räume, welchen du über einen Seitengang und eine Wendeltreppe erreichst, eine virtuellen Rundflug über die Kirche. Hierzu erhältst du mit einer VR Brille eine digitalisierte 360 Grad Ansicht der Karlskirche. Für diese beiden Highlights wird aber ein Eintritt verlangt.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Montag–Samstag:9.00–18.00 Uhr
Sonntag & Feiertage:12.00–19.00 Uhr
Erwachsene:8,00 €
Schüler und Studenten:4,00 €
Kinder bis 10 Jahre:kostenfrei
Karlskirche in Wien

Die Kuppel der Karlskirche kannst du hinaufsteigen. Dafür gibt es eine extra Aussichtsplattform im Inneren der Kirche.

Staatsoper von Wien

Wenn du einmal in Wien bist, darfst du natürlich einen Besuch der Staatsoper nicht vergessen. Die Oper gehört zu den berühmtesten Opern der Welt. Und auch wenn du kein Opernliebhaber bist, kannst du das Gebäude für 9 Euro am Tag besuchen.

Die Besichtigung der Oper geht allerdings nur mit einer Führung. Diese dauert rund 30 Minuten, wodurch du noch genügend Zeit hast, die anderen Teile der Altstadt von Wien zu erkunden. Während der Führung wirst du auch in Teile der Oper geführt, die du ansonsten als Opernbesucher nicht zu sehen bekommst.

Hier findest du einen Kalender mit den Terminen an denen Führungen statt finden: https://www.wiener-staatsoper.at/ihr-besuch/fuehrungen/

Wichtiger Hinweis: Planst du einen Besuch der Oper zu einen der Vorstellungen, dann solltest du dir unbedingt ein Ticket über die offizielle Seite der Oper holen. Vor der Oper gibt es nämlich jede Menge “fliegende Tickethändler” welche dir Tickets zu überteuerten Preisen anbieten. Das Problem der meisten Tickets ist aber, dass es sich dabei nur im Tickets für Hörplätze handelt, von denen aus du die Bühne nicht sehen wirst.

Staatsoper in Wien

Willst du die Staatsoper dir ansehen, solltest du dich vorher informieren wann hier Führungen statt finden.
Foto by Peter Haas / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Maria-Theresien-Platz

Auf deiner Tour über den Außenring der Altstadt von Wien wirst du auch an einem Platz vorbeikommen, auf dem das Maria-Theresien-Denkmal, das größte Habsburgermonument in Wien steht. Den Platz kannst du eigentlich nicht verfehlen, da dieser von 2 der bedeutendsten Museen von Wien, dem Kunsthistorisches Museum und dem Naturhistorisches Museum, flankiert wird.

Zusätzlich könntest du über diesen Platz direkt in die Hofburg gelangen, wenn du den Platz querst. Dies würde ich dir dann empfehlen wenn du eines der Museen in der Hofburg besuchen möchtest. Dann wäre der Platz die perfekte Abkürzung dafür.

Maria-Theresien-Platz mit Denkmal in Wien

Der Maria-Theresien-Platz ist ein großer Platz mit viel Grün.

Rathausplatz mit Rathaus

Rings um das Rathaus, aber Besonders auf dem Rathausplatz finden ganzjährig viele Events statt. Hier tummeln sich immer viele Menschen und zu den verschiedenen Jahreszeiten kannst du hier so manchem Wiener Highlight beiwohnen. So verwandelt sich der Platz zum Beispiel im neuen Jahr zu einer riesigen Eislaufbahn, während im Sommer hier ein Open Air Kino geboten wird.

Das Rathaus kannst du kostenfrei besichtigen. Und mit etwas Glück kannst du sogar an einer der kostenfreien Führungen durch das Rathaus teilnehmen. Allerdings sind diese Führungen immer sehr beliebt und deswegen auch gut gefüllt. Die beiden Highlights im Rathaus sind der große Ballsaal sowie ein Paternoster, den man auch heute noch benutzen kann.

Rathaus in Wien

Das Rathaus kannst du kostenfrei besichtigen.
Foto by Jarosław Baranowski [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Votivkirche

Sobald du die Votivkirche erreicht hast, befindest du dich am nördlichsten Punkt deiner Tour durch die Altstadt von Wien. Die Kirche ist eigentlich eine sehr schöne Kirche, wenn sie sich nicht gefühlt seit Jahren im dauerhaften eingerüsteten Zustand befinden würde. Zudem ist sie mit ihren 99 Metern die zweitgrößte Kirche in Wien.

Besuchen solltest du die Kirche wenn du Buntglasfenster magst, denn diese kommen in der Kirche richtig gut zur Geltung. Ebenfalls kannst du dich in dem Park um der Kirche etwas ausruhen, sofern das Wetter mitspielt. Für die Kirche wird kein Eintritt verlangt. Geöffnet ist sie Dienstag bis Samstag von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr und am Sonntag von 09:00 bis 13:00 Uhr.

Votivkirche in Wien

In den letzten Jahren war die Votivkirche dauerhaft eingerüstet.
Foto by Dr Murali Mohan Gurram (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Michaelerplatz mit römischen Ruinen

Den Michaelerplatz, der sich direkt an der Hofburg befindet, wirst du automatisch queren sobald du die Hofburg betrittst, oder diese in Richtung Altstadt verlässt. In den Außenwänden der Hofburg, die den Platz zum Teil einsäumen, wirst du mehrere Herculesstatuen sehen. Zudem befindet sich direkt auf dem Platz ein Freiluftmuseum mit Ausgrabungen aus der Römerzeit. Diese hatten hier ein befestigtes Lager und legten den Grundstein für die Stadt Wien.

Geschichtlich interessant ist, dass der Platz bereits 1725 konzipiert wurde und in dem Jahr auch mit den Bauarbeiten begonnen wurde. Jedoch kam es kurz danach zum Stillstand dieser, so dass der Platz in seiner heutigen Form erst zum Ende des 19. Jahrhundert fertig gestellt wurde. Trotz der langen Bauphase gab es hier bereits 1838 die erste öffentliche Gasbeleuchtung von Wien.

Mein Tipp: Wenn du von der Votivkirche zum Michaelerplatz läufst, kommst du an dem Palais Ferstel mit seiner Einkaufspassage vorbei. Die Passage solltest du unbedingt einmal durchqueren. In dieser wunderschönen historischen Passage befindet sich ein Springbrunnen und mehrere Cafes bei denen du kurz verweilen kannst.

Skulptur am Michaelerplatz in Wien

Auf dem Michaelerplatz findest du auch viele sehr schöne Skulpturen.

Hofburg

Das Areal der Hofburg wirst du bei deiner Tour durch die Altstadt von Wien immer wieder kreuzen oder an den Außenseiten vorbei laufen. Die Hofburg ist für sich alleine schon einen Tagesausflug wert, sofern du die vielen Museen besuchen möchtest. In der Hofburg findest du unter anderem die Hofreitschule, das Sisi Museum, die Silberkammer und die Kaiserappartements.

Hofreitschule: Die Hofreitschule wird heute noch aktiv betrieben. Wenn du ein Pferdeliebhaber bist, solltest du am Morgen hierher kommen. Dann kannst du das Morgentraining der Reiter erleben

Sisi Museum: Wenn du ein Fan von Sisi bist, dann solltest du unbedingt das Sisi Museum in der Hofburg besuchen. Es gibt in Wien aber noch viele weitere Orte, an denen die Kaiserin ihre Spuren hinterlassen hat. Für dich als Fan lohnt sich dann das spezielle Sisi Ticket, mit dem du die meisten Orte von Sisi besuchen kannst.

Mein Hinweis: Solltest du am 1.Mai in Wien sein, dann besuche unbedingt an diesem Tag die Hofburg. Der Tag ist Staatsfeiertag in Österreich und an diesem Tag kannst du in der Hofburg die Präsidentschaftskanzlei mit den Arbeitszimmer des amtierenden Bundespräsidenten besuchen. Früher waren diese Räume Appartements der Kaiserin Maria Theresias und ihres Nachfolgers Kaiser Joseph II.

Platz in der Hofburg in Wien

In der Hofburg gibt es sehr viel zu sehen. Alleine für die Museen würdest du einen ganzen Tag benötigen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Die Hofburg mit ihren Museen ist täglich geöffnet, auch an Feiertagen.

September bis Juni:9.00 – 17.30 Uhr
Juli und August:9.00 – 18.00 Uhr

Mit dem Ticket kommst du in alle 3 Museen. Der Kauf lohnt sich deswegen nur, wenn du auch alle Museen besuchen möchtest.

Erwachsene:13,90 Euro

Kinder & Jugendliche (6 – 18 Jahre):8,20 Euro
Studenten (19 – 25 Jahre):12,90 Euro

Österreichischen Nationalbibliothek

Als Fan von Büchern und prächtigen Bibliotheken solltest du dir unbedingt den Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek ansehen. Dieser befindet sich direkt bei der Hofburg und umfasst einen Buchbestand von über 200.000 Büchern. Allerdings ist die Besichtigung des Saales nicht gerade preiswert. Willst du zudem Zeit sparen, empfehle ich dir den Kauf eines Onlinetickets, da du ansonsten für die Besichtigung des Saals lange Wartezeiten einplanen musst. Dafür wirst du beeindruckt sein, was dir hier geboten wird, sofern du zu diesem Zeitpunkt nicht bereits überfrachtet bist von Eindrücken von deiner Tour durch Wien.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Erwachsene:8 Euro
Ermäßigte:6 Euro
Kinder & Jugendliche bis 19 Jahre:kostenfrei
Montag:10:00 Uhr – 18:00 Uhr (Juni bis September)
Montag:geschlossen (Oktober bis Mai)
Dienstag & Mittwoch:10:00 Uhr – 18:00 Uhr
Donnerstag:10:00 Uhr – 21:00 Uhr
Freitag bis Sonntag:10:00 Uhr – 18:00 Uhr
Österreichischen Nationalbibliothek in Wien

Der Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien ist das Highlight der Bibliothek.
Foto by Politikaner (Self-photographed) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Kaisergruft

Die Kaisergruft, auch Kapuzinergruft genannt, befindet sich direkt in der Altstadt von Wien. Das Gebäude ist von Außen unscheinbar, im Vergleich zu den umliegenden Häusern. Wenn du dich für die Geschichte der Habsburger interessierst und die Gruft besuchen möchtest, solltest du deswegen am Besten mit einem Navi den Ort suchen. Du würdest ansonsten an diesem einfach vorbei laufen.

Die Gruft besteht eigentlich aus mehreren Grüften, die in einzelnen Räumen aufgeteilt sind. Du kannst die gesamte Gruft mit einmal besichtigen und wandelst auf den Spuren der alten Herrscher durch die Räume, vorbei an schmuckvollen Sarkophagen. Insgesamt liegen hier über 140 Mitglieder der Herrscherhäuser vergangener Monarchien, sowie Angehörige des neuen Hochadels.

Auffallend in der Gruft ist der Sarkophag von Sisi, an dem auch heute noch frische Blumen niedergelegt werden. Sowie der prächtige Sarkophag von Kaiser Karl VI. und der Doppelsarkophag von Maria Theresia und Franz Stephan.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Geöffnet täglich: 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Erwachsene:7,50 Euro
Kinder bis 18 Jahre:4,50 Euro
Gräber in der Kaisergruft in Wien

Die Gräber in der Kaisergruft sind nur interessant, wenn du dich auch etwas für Geschichte interessierst.

Pestsäule und Einkaufsstraße Graben

Eine der markantesten Säulen in der Altstadt von Wien ist die Pestsäule, die sich zwischen der Peterskirche und dem Stephansdom auf der Einkaufsmeile “Graben” befindet. Du kannst die Säule nicht übersehen, da sie mit ihrer Größe von 21 Metern diese Meile prägt. Die Säule wurde nach der letzten großen Pestepidemie 1679 von Kaiser Leopold I. in Auftrag gegeben.

Auch die Straße “Der Graben” hat einen geschichtlichen Hintergrund. Ursprünglich verlief an dieser die Außenmauer des Römerlager Vindobona. Vor der Mauer befand sich ein Graben, die heutige Einkaufsstraße. Diese Mauer mit Graben existierte bis in das 12. Jahrhundert hinein. Erst dann wurde der Graben zugeschüttet und zu einem Straßenzug von Wien.

Die Pestsäule auf dem Graben  in Wien

Die Pestsäule auf dem Graben kannst du nicht übersehen.

Peterskirche

Für viele Besucher von Wien ist die Peterskirche, oder auch Kirche St. Peter genannt, die schönste Kirche in Wien. Sie ist nicht besonders groß, dafür um so prächtiger ausgestattet. Die römisch-katholische Kirche kannst du kostenfrei besuchen inklusive der Krypta. Mit etwas Glück wirst du auch ein Orgelspiel in der Peterskirche miterleben dürfen. Am Abend finden zudem auch Konzerte in der Krypta der Kirche statt.

Dadurch dass die Kirche so klein ist, musst du hier nicht allzuviel Zeit einplanen. Du kannst sie problemlos auf deiner Tour durch die Altstadt von Wien auf dem Weg mitnehmen.

Peterskirche in Wien

Für viele Wiener und Besucher ist die Peterskirche die schönste Kirche in Wien

Stephansplatz mit Stephansdom

Der Stephansdom, oder auch Domkirche St. Stephan genannt, wird dich sofort an den Roman “Die Säulen der Erde” erinnern. Der Dom ragt imposant neben dem Stephansplatz auf und ist einer der zentralen Orientierungspunkte in Wien.

Den Stephansdom kannst du kostenfrei besuchen. Es gibt im Dom aber auch ein paar weitere Highlights, welche kostenpflichtig sind. So kannst du zum Beispiel, gegen eine Gebühr auf den Nordturm oder Südturm. Dies lohnt sich wenn du einen Blick auf Wien erhalten oder dir das bunte Ziegeldach des Doms ansehen möchtest. Auf den Südturm kommst du nur, wenn du 343 Stufen überwindest. Für den Nordturm gibt es dagegen einen Aufzug. Der Spaß kostet pro Person 6 Euro.

Für ebenfalls 6 Euro pro Person kannst du die Katakomben unter dem Dom besuchen. Allerdings solltest du hier etwas Wartezeit einplanen, da der Besuch nur in Verbindung mit einer Führung möglich ist. Die Wartezeit kannst du dir verkürzen, in dem du dir die Reliquien des Doms ansiehst. Diese befinden sich in einem Raum neben dem Aufzug des Nordturms.

Der Stephansplatz vor dem Dom gehört zu den am meisten besuchtesten Plätzen in Wien. Der Platz ist umgeben von Häusern aus der Gründerzeit, was dem Ganzen einen besonderen Flair verleiht. Eines der interessanten Objekte ist das Haas-Haus mit seiner verspiegelten Außenfassade. In diesem spiegelt sich der Dom und die umliegenden Gebäude, ein wunderschönes Fotomotiv, sofern der Dom nicht wieder eingerüstet ist.

Das Innere des Stephansdom in Wien

Den Stephansdom kannst du kostenfrei betreten. Manchmal ist das Innere aber auch wegen Sanierungsarbeiten gesperrt.

Mozarthaus

Das Mozarthaus, welches sich direkt hinter dem Stephansdom befindet, ist für dich nur interessant, wenn du dich auch für das Leben von Wolfgang Amadeus Mozart interessierst. Dann solltest du dir für die Besichtigung unbedingt den Audioguide holen, da du an den Ausstellungsstücken ansonsten keine weiteren Infos erhältst.

Wolfgang Amadeus Mozart verbrachte in dieser Wohnung zweieinhalb Jahre seines Lebens in Wien. Es ist die einzig erhaltene Wohnung in der Stadt in der Mozart lebte. Was du jedoch bei einen geplanten Besuch wissen solltest, keines der Einrichtungsgegenstände stammen wirklich von Mozart. Zudem sind die Gegenstände keine Originale sondern Replikate, welcher der Zeit in der Mozart in Wien lebte, zugeordnet wurden.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Täglich geöffnet: 10:00 Uhr bis 19.00 Uhr

Erwachsene:11 Euro
Ermäßigte:9 Euro
Kinder und Jugendliche unter 19 Jahre:4,50 Euro
Mozarthaus in Wien

Das Mozarthaus liegt etwas versteckt hinter dem Stephansdom.
Foto by MozarthausVienna (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Wiener Stadtpark

Auf deiner Tour durch die Altstadt von Wien darf natürlich auch ein entspannter Abstecher in den Wiener Stadtpark nicht fehlen. Dieser wurde 1860 im Zuge der Erweiterung Wiens angelegt und in den folgenden Jahren vollendet. In dem Park wirst du viele Wiener treffen, da der Park sowohl bei Touristen als auch bei Einheimischen sehr beliebt ist.

Im Park gibt es zudem ein paar Sachen zu entdecken. Das wohl wichtigste Gebäude im Stadtpark ist der Kursalon Hübner, ein ehemaliger Erholungsort in dem Heilwasser für Trinkkuren ausgeschenkt wurde. Heute befindet sich in dem Kursalon ein Cafe und es finden hier verschiedene Veranstaltungen und Kongresse statt.

Zudem findest du hier ein paar Denkmäler bekannter Persönlichkeiten wie dem Komponist Franz Schubert und Johann Strauss. Und einen Brunnen samt Denkmal von Sebastian Kneipp dem Erfinder der Kneippkuren.

Mein Hinweis: Solltest du an dem Wochenende zum Muttertag, der ungefähr Anfang Mai ist, in Wien sein, dann besuche unbedingt den Wiener Stadtpark. An diesem Tag findet hier das Genuss-Festival statt, bei dem du dich durch die österreichische Kulinarik schlemmen kannst.

Wiener Stadtpark

Der Kursalon Hübner ist das wichtigste Gebäude im Wiener Stadtpark.
Foto by Jakub Hałun (Own work) [GFDL or CC BY-SA 4.0-3.0-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

Denkmal der Roten Armee

Vor dem Schloss Belvedere wirst du auf ein großes Denkmal stoßen. Auffallen wird dir das Denkmal vor allem durch den großen Springbrunnen aus dessen Mitte ein Säule mit einem Soldaten ragt. Dahinter befindet sich eine Säulenwand, die den Brunnen nahezu halbkreisförmig einzäunt. Du wirst hier viele Blumen und Blumenkränze sehen, die frisch niedergelegt wurden. Denn das Denkmal wird auch heute noch ordentlich gepflegt und besucht.

Kleiner geschichtlicher Hintergrund: Nach dem 2. Weltkrieg war Wien, genau wie Berlin, eine geteilte Stadt. Der Ostteil der Stadt war von den Russen besetzt. Im Unterschied zu Berlin zogen die Russen aber irgendwann aus Wien wieder ab, nachdem man sich mit den anderen Besatzungsmächten geeinigt hatte. Eine Bedingung für den Abzug war das Errichten dieses Denkmals, welches das Stadtbild nachhaltig prägen sollte.

Denkmal der Roten Armee in Wien

Das Denkmal der Roten Armee ist eine der Bedingungen für den Abzug der Russen aus Wien gewesen.

Schloss Belvedere

Das Schloss Belvedere mit seiner Parkanlage ist im Vergleich zum Schloss Schönbrunn eine sehr kleine Anlage. Hier kannst du dem Trubel der Stadt etwas entkommen und ausspannen. Der untere Eingang zum Schlosspark befindet sich direkt hinter dem Denkmal der Roten Armee.

Die kostenfreie Parkanlage des Schlosses zieht sich einen Hang hinauf. Von oben hast du einen schönen Blick auf die Altstadt von Wien, von dem du unter anderem auch die Turmspitze des Stephansdom siehst.

Interessierst du dich für Gemälde, dann solltest du das Museum besuchen. In diesem wirst du ein paar wunderschöne Gemälde sehen, allen voran das berühmte Gemälde von Gustav Klimt “Der Kuss”. Das Schöne an dem Museum ist, hier darfst du sogar ohne Blitzlicht fotografieren.

Interessanter Funfact: Das Gemälde “Der Kuss” ist bei den meisten Besuchern extrem beliebt, weswegen sich vor diesem viele Touristen als Selfie fotografieren. Damit das Original nicht ständig belagert wird, hat das Museum in einem Seitenraum ein gut ausgeleuchtetes Replik des Bildes aufgestellt, so dass die Meisten sich vor diesem Bild fotografieren.

Solltest du dich für Botanische Gärten interessieren, dann wirst du einen kostenfreien gleich neben dem Schloss Belvedere finden. Neben diesen gibt es zusätzlich noch ein Anlage mit Pflanzen aus den Alpen, der Alpengarten. Dieser ist aber kostenpflichtig.

Schloss Belvedere in Wien

Die Parkanlage des Schloss Belvedere ist kostenfrei. Du musst nur Eintritt bezahlen wenn du in das Museum willst.

Weihnachten & Silvester in Wien

Wenn du zur Weihnachtszeit in Wien verweilst, solltest du unbedingt mehr Zeit einplanen. Durch die Innenstadt von Wien, nahezu auf jeden größeren Platz, wirst du dann Weihnachtsmärkte finden. Unter anderem gibt es an diesen Stellen ein paar schöne Märkte und Plätze denen du einen Besuch abstatten solltest:

  • Platz vor dem Schloss Belvedere
  • Stephansplatz
  • Rathausplatz
  • Karlsplatz mit handwerklichen Weihnachtsmarkt
  • Maria-Theresien-Platz

Zu Silvester ist in der gesamten Innenstadt von Wien richtig viel los. Auf dem Stephansplatz drängen sich viele Menschen, die der größten Glocke von Österreich, der Pummerin, lauschen wollen, wenn diese das neue Jahr einläutet. Auf dem Rathausplatz, vor dem Rathaus, kannst du dagegen eines der öffentlichen Feuerwerke von Wien erleben.

Kleiner Insidertipp: Im Übrigen wird um Mitternacht in Wien überall der Wiener Walzer gespielt. Viele der Wiener tanzen dann auf den Straßen zu der Musik. Solltest du nicht wissen wie das geht, kein Problem, im Laufe des 31.12. kannst du zuvor in der Innenstadt kostenfrei den Walzer erlernen und üben.

Weihnachten in Wien

Zur Weihnachtszeit wird die Innenstadt von geschmückt und ausgeleuchtet. Wir funkelnde Nachtaufnahmen der perfekte Zeitpunkt.
Foto by Tony Hisgett from Birmingham, UK (Vienna Townhall 4 Uploaded by tm) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons