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Du planst einen Urlaub auf Madeira und fragst dich was du dir auf der Insel alles ansehen kannst? Dann habe ich für dich in diesem Beitrag 8 weitere Highlights zusammengetragen, die du problemlos an einem Tag bewältigen kannst. Du startest deine Tour im Norden bei der Nadelspitze Ilheus da Rib und folgst der Nordküste in Richtung Nordosten bis zum Aussichtspunkt Pico do Facho. Hast du noch genügend Zeit führt dich anschließend dein Rückweg über einen kleinen Umweg zurück nach Funchal, auf dem du noch ein bisschen die Natur von Madeira genießen kannst.

Wanderweg auf Madeira mit Palmen

Auch im Norden von Madeira gibt es viele Wanderwege. Die meisten von Ihnen sind sehr gut ausgebaut und auch für dich geeignet wenn du keine Hochalpinen Erfahrungen hast.

ZielFahrtzeit vom Vorzielempfohlene Aufenthaltsdauer
Ilheus da Ribca. 60min (von Funchal) 15 Minuten
São Vicente Cavesca. 20min2 Stunden
Museum Rota da Calca. 10min30 Minuten
Santanaca. 70min30 Minuten
Pico Ruivoca. 20min15 Minuten (2:30 Stunden mit Wanderung)
Porto da Cruzca. 40min30 Minuten
Ponta do Furadoca. 30min15 Minuten (2:00 Stunden mit Wanderung)
Pico do Fachoca. 20min15 Minuten

Gesamtzeit der Tour: ca. 9 bis 11 Stunden

Mein Hinweis: Bei den folgenden Zielen sind auch zwei optionale Wandertouren mit dabei. Diese sind bei der Gesamtzeit nicht mit eingeplant. Falls du diese mitnehmen möchtest, dann plane dafür entsprechend zusätzliche Zeiten mit ein. Die Zeiten dafür findest du in den jeweiligen Abschnitten.

Park in Funchal

Überall auf Madeira kannst du kleine schöne Ecken entdecken. Viel Zeit um diese zu finden, brauchst du dafür aber nicht.

Ilheus da Rib – Die Nadelspitze

Im Norden von Madeira, etwas östlich von Porto Moniz, gibt es im Meer einen markanten Felsen, der wie eine Nadelspitze aussieht. Am einfachsten kommst du hierher wenn du die Hauptstraße verlässt und anschließend die paar Meter noch zum Meer fährst.

Zu der Nadelspitze gibt es 2 Wege, wobei du daraus auch problemlos einen Rundgang machen kannst. Gehe hierfür einfach den Weg durch den Felsen hindurch, über den du zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf die Felsnadel gelangst. Anschließend folge den Weg hinab zum Meer. Von hier aus kommst du um den Felsen herum, wieder zum Ausgangspunkt.

Mein Hinweis: Bei unserer Tour auf Madeira gab es einen heftigen Steinschlag. Die Straße war deswegen gesperrt. Dies ist wahrscheinlich auch eines der größten Probleme der Insel, welches besonders nach Regenfällen auftreten kann. Dann können sich Steine lockern und die bergigen Straßen auch mal zuschütten.

Nadelspitze Ilheus da Rib auf Madeira

Die Nadelspitze ist einfach nur “Wow”, wenn du vor dieser stehst. Der Abstecher hierher lohnt sich auf jeden Fall.

Vulkanhöhle São Vicente Caves

Eines der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf Madeira ist die Vulkanhöhle São Vicente Caves. Diese findest du im Norden der Insel. Die Höhle ist aufgrund ihrer Popularität sehr gut ausgeschildert und verfügt über einen größeren Parkplatz. Beachte hier aber, der Zugang zur Höhle wird durch eine Schlucht getrennt. Der Parkplatz befindet sich nördlich davon, auf der anderen Seite. Von diesem gelangst du über eine Brücke zu der Höhle.

Vulkanhöhle São Vicente Caves auf Madeira

Das Highlight auf Madeira ist die Vulkanhöhle São Vicente Caves. Diese ist überall schön illuminiert.

Die Höhle kannst du nur mit einer Führung besichtigen. Diese findet je nach Anzahl der Besucher in unregelmäßigen Abständen statt. Dabei werden die Führungen aber auch mit kleineren Gruppen durchgeführt, falls sich nicht ausreichend Besucher für eine Führung einfinden sollten. Sobald du bei der Höhle ankommst, wird dir einer der anwesenden Guides verraten wann die nächste Führung beginnt. Wir mussten bei unserer Besichtigung nur 10 Minuten warten.

Öffnungszeiten & Eintrittspreise
Öffnungszeiten täglich:10:00 Uhr – 18:00 Uhr
Erwachsene:8,- Euro
Kinder:6,- Euro
See in der Vulkanhöhle São Vicente Caves

In den Wasserbecken in der Höhle lagern Kisten mit Wein. Du erkennst diese auf dem Bild anhand der dunkelblauen Blöcke im Wasser.

Die Besichtigung der Vulkanhöhle São Vicente Caves

Die Tour teilt sich in 2 Bereiche:

  • Eine Tour durch die Vulkanhöhle
  • Eine Tour durch das Vulkanmuseum inkl. 3D Film

Je nachdem wann du eintriffst, startest du mit einem der beiden Touren. Anschließend wechselst du zur 2. Tour, wobei die Guides scheinbar immer wissen, wer noch wohin muss. Du musst dir somit keine Gedanken machen, ob die abgerissenen Tickets bei der ersten Tour auch noch für die 2. Tour zählen.

Gang in der Vulkanhöhle São Vicente Caves

Dieser Tunnel wurde von Lava geschaffen. Sie kroch hier durch das Gestein nach draußen.

In dem Vulkanmuseum erfährst du etwas über die Geschichte von Madeira und wie diese durch die verschiedenen Vulkanaktivitäten der Vergangenheit entstanden ist. Du erfährst zudem wie ein Vulkan funktioniert und wie das Innere unserer Erde aufgebaut ist. Diese Infos erhältst du von den Touristenführern in Portugiesisch und gutem Englisch. Bei den beiden Filmen, die du dir hier ansehen darfst, gibt es zudem einen englischen Untertitel.

Die Tour durch die Vulkanhöhle ist aber das eigentliche Highlight. Auch hier wird dir viel darüber erzählt wie diese Höhle entstanden ist. Du gehst durch Tunnel, welche die Lavaströme geschaffen haben. Du siehst in dieser aber auch erkaltete Lavaströme, die irgendwann nicht weiter fließen konnten. Und du wirst hier jede Menge Wasserbecken sehen in denen Wein gelagert wird. Dies ist ein Experiment bei dem man herausfinden möchte ob Wein der in Wasserbecken von Lavahöhlen lagert, anschließend besser schmeckt.

Erkaltete Lava in der Vulkanhöhle São Vicente Caves

Auch erkaltete Lavaströme, wie diesen hier, kannst du dir in der Höhle ansehen.

Mein Fazit: Ich kann dir die Tour durch die Lavahöhle São Vicente Caves nur empfehlen. Bis auf den 3D Film, der wirklich schlecht umgesetzt war, war alles sehr interessant. Besonders interessant fand ich aber, wie eine Lavahöhle Jahrtausende nach dem Erlöschen des Vulkans sich veränderte. Den direkten Vergleich hatte ich mit der Lavahöhle Cueva de los Verdes auf Lanzarote, die um einiges wärmer war, da die Vulkane dort noch aktiv sind.

Pflanzen in der Vulkanhöhle bei einer Lampe

Das die Natur immer einen Weg findet, siehst du an diesem Bild. An den beleuchteten Stellen in der Höhle, wachsen in der Zwischenzeit richtige Farne.

Museum Rota da Cal

Unweit der Vulkanhöhle São Vicente Caves findest du ein kleines Museum, welches sich über einen Hügel zieht. Bei dem Museum handelt es sich um eine Art Freilichtmuseum mit einem Haus, in dem du dir ansehen kannst, wie die Bewohner von Madeira früher einmal hier in den Bergen gelebt haben.

Wenn du zu dem Museum möchtest, musst du de Bergstraße von der Vulkanhöhle bergauf fahren. In der Nähe des Museums wirst du aber keine Parkplätze finden. Suche dir deswegen am Besten irgendwo einen Platz an der Straße, aber so dass du den spärlichen Verkehr nicht behinderst. Anschließend laufe den Weg einfach zu dem Museum hinauf.

Museum Rota da Cal auf Madeira

Um zum eigentlichen Museum zu gelangen, musst du diesen Weg hinab. Der Ausblick von oben auf das Panorama ist den Weg hierher schon alleine wert,

Je nachdem wo du parkst, kommst du entweder über den Hintereingang, mit anschließendem Fußmarsch über den Hügel, zum Museum. Oder auf direktem Wege. Egal welchen Weg du nimmst, schau dir auf alle Fälle auch den hinteren Bereich an. Hier findest du eine kleine Hühnerfarm mit freilaufenden Hühnern. Auch diese gehören zum Museum.

Mein Tipp: Falls du das Museum an einem Tag besuchen solltest, wenn dieses geschlossen ist, mach dir keine Gedanken darüber. Der hintere Teil mit der Hühnerfarm ist immer offen. Dieses kannst du dir somit auch jederzeit kostenfrei ansehen.

Hühnerfarm beim Museum Rota da Cal

Bei dem Museum wirst du auch eine Hühnerfarm dir ansehen können. Das Gebäude im Hintergrund gehört zu dem Museum.

Santana mit Häusern aus der alten Zeit

Ebenfalls im Norden der Insel findest du das kleine Örtchen Santana, welches sich den Berg hinaufzieht. Hier kannst du dir ein paar Häuser ansehen, in denen die Bewohner von Madeira früher einmal gelebt haben. Für die Besichtigung musst du keinen Eintritt bezahlen. Die Häuser scheinen ein Projekt des Ortes zu sein, um auch hierher Touristen zu bekommen.

Parken kannst du genau gegenüber in einem kostenfreien Parkhaus. Auf diesem gibt es noch ein paar Geschäfte mit lokalen Angeboten. Auf der anderen Straßenseite befinden sich neben der Kirche dann auch die Häuser, die hier rings um die Kirche verteilt sind.

Santana mit Häusern

In solchen Häusern lebten einmal die Bewohner von Santana. Die Gegend war für diese Bauweise berühmt.

Solltest du die Zeit haben, dann mache noch einen kleinen Abstecher zu Fuß durch den Ort. In diesem wirst du weitere Häuser entdecken, die denen in dem Freilichtmuseum ähneln. In einigen von diesen wohnen auch heute noch Menschen. Die meisten erfüllen aber einen anderen Zweck, wie zum Beispiel ein Cafe.

Mein Hinweis: Falls du von den Vulkanhöhlen nach Santana mit dem Auto fahren möchtest, solltest du Zeit einplanen und über gute Nerven verfügen. Denn die Straße zieht sich entlang der Steilküste in zum Teil engen Windungen. Bei Gegenverkehr kann es dann schon mal passieren, dass eines der beiden Fahrzeuge zurück setzen muss.

Bewohntes Haus in Santana

Auch heute findest du in dem Ort noch bewohnte Häuser im selbe Baustil, allerdings etwas größer.

Pico Ruivo – der höchste Berg von Madeira

Wenn du schon einmal in Santana bist und das Wetter schön ist, dann plane hier auch einen Ausflug zum höchsten Berg von Madeira, dem Pico Ruivo ein. Von Santana kommst du in rund 30 Minuten mit dem Auto zum unterhalb gelegenen Parkplatz, dem Achada do Teixeira. Auf diesem findest du reichlich kostenfreie Parkmöglichkeiten, sowie eine große Hinweistafel zu den Wanderwegen.

Einplanen solltest du für die Tour auf dem Gipfel rund 90 Minuten. In dieser Zeit kommst du auf den Gipfel. Für den Rückweg brauchst du anschließend auch noch mal rund 60 Minuten. Der Weg bis auf den Gipfel ist gut ausgebaut und führt auf diesen in einer angenehmen Steigung hinauf. Allerdings solltest du nur bei sonnigem und trockenem Wetter die Tour laufen, da dir ansonsten die Aussicht verborgen bleibt.

Pico Ruivo auf Madeira

Wenn das Wetter mitspielt, hast du von dem Parkplatz beim Pico Ruivo einen fantastischen Ausblick. In den Wintermonaten kann es hier aber auch öfters neblig sein.

Rumbrennerei in Porto da Cruz

Nur einen Katzensprung entfernt von Santana wirst du im Norden auf den Ort Porto da Cruz stoßen. Das Highlight des kleinen überschaubaren Küstenort ist die Rumbrennerei, die du kostenfrei besuchen kannst. Angeschlossen an diese gibt es ein Laden in denen du diverse Produkte mit Rum versetzt kaufen kannst.

In der Brennerei erfährst du auch, dass Madeira einmal von der Rumherstellung lebte. Hier gab es viele Zuckerrohrplantagen, bis die Insel von den Plantagen in der neu entdeckten Welt, in Südamerika abgelöst wurde. Heute wird nur noch ein Bruchteil der Mengen von früher gebrannt, aber immerhin noch etwas.

Direkt hinter der Brennerei gibt es einen kleinen Hügel. Auf diesen kannst du hinauf steigen, und zu einer Ruine gelangen. Von dem Hügel hast du einen schönen Blick über den Ort, der im Übrigen auch bei Surfern sehr beliebt ist. Das gegenüber der Brennerei befindliche Cafe hat sich auf diese eingestellt. Und mit etwas Glück wirst du in der Bucht vor der Brennerei ein paar bei ihrem Hobby beobachten können.

Rumbrennerei in Porto da Cruz

Rum war für Madeira jahrzehntelang die Haupteinnahme. Heute gibt es nur noch wenige aktive Rumbrennereien, wie diese hier.

Aussichtspunkt Ponta do Furado

Ganz im Nordosten von Madeira gelangst du zu einem Rundell, dem Ponta de São Lourenço, an dessen Zufahrtsstraße es mehrere Parkplätze gibt. Diese Stelle ist ein beliebter Startpunkt für Wanderungen zum nordöstlichsten Punkt von Madeira, dem Aussichtspunkt Ponta do Furado.

Falls du die Wanderung zum Ponta do Furado machen möchtest, dann plane dafür rund 2 bis 3 Stunden ein. Du wirst über eine Gesamtlänge von 8 Kilometer auf gut ausgebauten Wegen entlang der Küstenlinie zu dem Aussichtspunkt gelangen. Der Weg geht immer wieder angenehm bergab und bergauf und endet auf einer Aussichtsplattform.

Wanderweg zum Ponta do Furado auf Madeira

Der Wanderweg an die Nordostspitze von Madeira gehört zu den Beliebtesten der Insel. Nicht umsonst findest du hier auch reichlich Parkplätze am Beginn des Weges.

Unterhalb der Aussichtsplattform gibt es ein Cafe in denen du, für Madeira eher untypisch, zu überteuerten Preisen Essen und Getränke kaufen kannst. Ich empfehle dir deswegen dich vorab ordentlich einzudecken. Zudem solltest du den Weg nur bei trockenem Wetter gehen. Denn der Boden ist hier lehmig und du wirst bei Regen sehr schnell einen zweiten lehmigen Absatz an deinen Schuhen haben.

Mein Hinweis: Falls das Wetter unbeständig ist oder du keinen Bock auf Laufen hast, kannst du problemlos nur mit dem Auto hierher fahren. Parke einfach kurz auf dem Ponta de São Lourenço und besteige die umliegenden Felsen. Auch von diesen hast du einen schönen Blick über den nordöstlichen Teil, auf das Meer und die beiden angrenzenden Inseln.

Felsen an der Nordspitze von Madeira

Auf dem Weg wirst du viele Felsformationen im Meer entdecken. Dadurch bleibt der Weg auch die gesamte Tour über spannend.

Aussichtspunkt Pico do Facho

Einer der schönsten Aussichtspunkte im Nordosten von Madeira ist der Aussichtspunkt auf dem Pico do Facho. Du kannst auf diesen hinauf wandern oder mit dem Auto hinauffahren. Ein paar kostenfreie Parkplätze gibt es direkt auf dem Gipfel.

Von dem Pico do Facho hast du einen nahezu 360 Grad Blick, sofern du um den Hügel einmal herum läufst. Du kannst von hier aus sehr gut den Flughafen mit seiner auf Stelzen befindlichen Landebahn sehen. Sowie einen Blick auf den unterhalb des Berges gelegenen Ortes Machico mit seinem kleinen Sandstrand werfen.

Du siehst von hier aus aber auch die Nordostspitze von Madeira mit seinen Felsformationen. Und kannst die Berge von Ribeiro Frio erblicken, in denen sich die Gemeinden scheinbar in den Hang hinein schmiegen.

Aussichtspunkt Pico do Facho auf Madeira

Den besten Blick auf den Flughafen von Madeira hast du vom Aussichtspunkt Pico do Facho. Von hier aus kannst du den Flugzeugen zusehen, wie sie landen und starten.

Auf der Aussichtsplattform gibt es einen kleinen Imbisswagen an denen du dir einen frisch gepressten Orangensaft gönnen kannst. Zudem findest du hier auch ein paar Sitzmöglichkeiten, die an sonnigen Tagen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht ausreichen werden.

Mein Tipp: Wenn du von hier aus zurück nach Funchal fahren willst, dann mache einen kleinen Umweg durch die gegenüberliegenden Berge. Am einfachsten gibst du dafür den Ort Camacha in dein Navi ein und wählst die Route die nordwestlich durch die Berge führt. Auf dieser wirst du eine Natur entdecken, die ebenfalls nur als schön zu bezeichnen ist.

Nordspitze von Madeira vom Pico do Facho

Ebenfalls hast du von dem Aussichtspunkt einen schönen Blick auf die Landspitze im Nordosten von Madeira.