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Der Klettersteig Ochelbaude ist ein perfekter Übungsklettersteig für Anfänger. Er teilt sich im mittleren Bereich in zwei Schwierigkeiten. Der gesamte Klettersteig ist durchgehend sehr gut gesichert und verfügt über viele Eisentritte.

Eisen im Klettersteig mit Blick in grünes Tal

Von dem Klettersteig Ochelbaude hat man einen schönen Blick in das Tal durch welches der Sebnitzbach fliest.

Anfahrt

Entweder kommt man über die Strecke Pirna – Lohmen – Bastei Dresden -Porschdorf oder die Strecke Pirna – Königstein – Bad Schandau – Porschdorf zur Ochelbaude. Beide Strecken unterscheiden sich von der Zeit nicht viel voneinander.

Parken

Parken kann man direkt an der Ochelbaude oder auf einer Grünfläche kurz vor dem Erreichen der Baude. Sollte hier schon alles zugeparkt sein, dann gibt es noch weitere Parkplätze an der Frinzthalmühle, die bis jetzt auch noch kostenfrei sind. Entfernung von diesen Parkplätzen bis zur Ochelbaude sind ungefähr 300 Meter.

Übersichtskarte mit Stiegen und Bergpfaden in der Sächsischen Schweiz

Auf dieser Karte habe ich dir mal alle mir bekannten Stiegen und Bergpfade hinterlegt, die es in der Sächsischen Schweiz gibt. Klicke einfach auf die Karte um diese zu öffnen.

Zustieg

Von der Ochelbaude aus, sieht man bereits die vielen Eisen des Klettersteigs in der gegenüberliegenden Felswand. Der Einstieg befindet sich direkt darunter und ist somit nach wenigen Metern erreicht.

Steinhaus bei Ochelbaude

Dieses Steinhaus an der Ochelbaude befindet sich direkt an der Felswand an dem der Klettersteig hinauf führt.

Zahlenschlosskombination

Vor dem Einstieg befindet sich ein Holztor, welches mit einem Zahlenschloss verriegelt ist. Die Kombination dafür gibt es in der Herberge oder unter der Telefonnummer von Kanu Aktiv Tours: 03502 15 99 960. Bei meiner Tour erreichte ich sofort jemanden unter der Nummer, von dem ich die Zahlenkombination erhielt.

Zugang zu den Klettersteigen an der Ochelbaude

Dieses Tor, verschlossen mit einem Zahlenschloss, versperrt den Zugang zu den Klettersteig Ochelbaude

Gebühr

Betreten darf man den Klettersteig natürlich nur mit kompletter Klettersteigausrüstung und gegen eine Gebühr. Der Spaß kostet für einen Erwachsenen 1 Euro und für ein Kind bis 14 Jahre 0,50 cent. Die Gebühr wird in eine Geldkassette, eine Kasse des Vertrauens, eingeworfen.

Klettersteig Ochelbaude

Direkt vor den erstem Seil kann man auf einer kleinen Fläche sein Klettersteigset gemütlich anlegen. Platz ist hier für mehrere Personen.

Eisentritte am Einstieg Klettersteig Ochelbaude

Bereits am Einstieg zum Klettersteig Ochelbaude sieht man, der Klettersteig hat sehr gute und viele Eisen.

Erster Abschnitt

Der erste Abschnitt ist eine luftige Querung, die sich an der ersten Felswand entlang zieht. Über diese kommt man zu einer Abzweigung, bei der man zwischen einer blutigen oder einer etwas schwierigeren Anfängervariante wählen kann

Variante für blutige Anfänger

An der Abzweigung kann man jetzt weiter nach oben gehen, wenn man auf den ersten Metern bereits ein mulmiges Gefühl hatte. Man erreicht hier gleich eine Eisenleiter. Danach folgt eine leicht schräg nach oben führende Querung, bevor es noch einmal kurz senkrecht nach oben zum Ausstieg geht.

Dieser Weg hat sehr viele gute Eisentritte, die eng beisammen liegen.

Stahlseil und Eisentritte an Felswand

Ohne die vielen Eisen wäre der Klettersteig nicht zu bezwingen, da dieser an einer glatten Wand entlang führt.

Schwierigkeit: B – C oder KS2 bis KS3 aufgrund der Außenwand

Variante für mutige Anfänger

Der Pfad der geradeaus weiter führt ist etwas anspruchsvoller. Hier kommt man zu einem leichten Überhang den man queren und anschließend noch einen Außenkante umwinden muss. Danach folgt eine kleine Eisenbrücke. Zum Schluss geht es mit kleinen Eisentritten in größerem Abstand die Wand hinauf. Am Ende folgt noch mal ein kleiner Überhang, der aber auch über ausreichend Eisentritte verfügt.

Eisenbrücke, Eisentritte und Stahlseil am Klettersteig

Der etwas schwierige Weg führt am Ende über einen leichten Überhang. Beide Ausstiege enden an dieser Eisenbrücke

Schwierigkeit: C oder KS3 aufgrund der Außenwand und leichten Überhänge

Ausstieg

Zwischen den beiden Ausstiegen gibt es einen Miniüberhang. Hier befindet sich das Gipfelbuch in einer Plastikbox.

Gipfelbuch in blauer Plastikbox

Das Gipfelbuch befindet sich in dieser blauen Plastebox. Um an dieses zu gelangen muss man unter den Felsen kriechen.

Oben angekommen folgt man einem Bergpfad der mit einem Seil gesichert ist. Man kommt zu einem Felsspalt, durch den man muss. Und geht anschließend um den Fels auf das Plateau.

Bergpfad mit Stahlseil

Anschließend geht man über einen Bergpfad zum Bergplateau hinauf. Dieser ist mit einem Stahlseil gesichert.

Von hier aus folgt man einfach dem Pfad in Richtung zum Einstieg. Alles ist hier gut ausgeschildert und man kann eigentlich nichts verfehlen.

Wegweiser mit Pfeilen an Baum

Auf dem Plateau findet man an den Bäumen überall Markierungen, wo lang der Weg zurück zur Ochelbaude führt.

Am Ende kommt man noch zu einem straff gespannten Stahlseil über eine kleine Schlucht. Wer dieses auch noch mitnehmen möchte sollte deswegen unbedingt eine Seilrolle einpacken.

Seil an Baum für Seilbrücke

Kurz vor dem Ende gibt es noch dieses Stahlseil, welches über eine Schlucht gespannt ist. Wer eine Seilrolle mit hat, kann das Stahlseil gerne testen.

Mein Fazit

Ich finde der Klettersteig Ochelbaude eignet sich hervorragend für Anfänger, die mal wissen möchten ob sie an einer glatten Felswand mit der Höhe klar kommen. Ideal ist der Klettersteig auch, wenn man mal eine Weile keine Klettersteig besucht hat.

Ich fand den Klettersteig sehr gut gewartet und durch 2 Routen lohnt sich der Abstecher hierher, sofern man noch ein paar anderen Touren in der Gegend plant.

Kletterwand vor Klettersteig Ochelbaude

Wer bei der Ochelbaude auch gerne ein bisschen klettern möchte, findet hier auch eine Kletterwand. Im Felsen dahinter gibt es zudem weitere Wege.

Da man für die beiden Varianten des Klettersteigs nur rund 1 bis 1/2 Stunden benötigt (inkl. Anlegen der Gurte) kann ich nur empfehlen anschließend weiter ins Kirnitzschtal zu fahren und hier die wohl schönsten Stiegen der Sächsischen Schweiz, die Häntzschelstiege, die Zwillingsstiege und die Rübezahlstiege zu erkunden.

Alle 4 in Kombination ergeben einen wohl unvergesslichen Ausflug in das Elbsandsteingebirge.