Die folgende Wandertour eignet sich besonders dann für dich, wenn du noch ein blutiger Anfänger bei den Stiegen in der Sächsischen Schweiz bist. Die beiden Stiegen, die Rotkehlchenstiege und die Heilige Stiege sind Stiegen die du ohne Sicherungen problemlos erklimmen kannst. Du wirst auf der Tour zudem einen meiner Lieblingsbergpfade kennen lernen und zum Abschluss einen fantastischen Blick über die Sächsische Schweiz genießen dürfen.

Die wichtigsten Infos zur Tour im Überblick

Strecke:13,5 Kilometer
Dauer:4:30 bis 5:30 Stunden
Höhenmeter insgesamt:750 Meter
Höchster Punkt:543 Meter
Raststätten:Großer Winterberg & Schmilka
Selbstsicherung:Nicht erforderlich
Für Kinder geeignet:Ja
Wanderkarte Rotkehlchenstiege

Dies ist die Route der Tour zur Rotkehlchenstiege mit den Wegmarkierungen.

1. Ziel: Rotkehlchenstiege

Tourenstart ist Schmilka, und hier kannst du wählen ob du mit dem Auto oder dem Zug anreist. Egal für was du dich entscheidest, der Start der Tour ist der Weg der dich an einer der leckersten Bäckereien in der Sächsischen Schweiz vorbei führen wird. Hier kannst du dich noch einmal mit Proviant für die Tour eindecken oder auf dem Rückweg ordentlich für die Heimreise zuschlagen.

Wanderweg in Schilka

Zum Beginn führt eine asphaltierte Straße durch Schmilka in die Sächsische Schweiz.

Der Weg geht erstmal geradeaus immer den Berg hinauf. Die Markierungen die dir den Weg weisen sind grüner Streifen und kurz darauf ein gelber Streifen. Hast du die erste Anhöhe überwunden, macht der Weg einen Bogen. Folge hier einfach weiter dem gelben Streifen und einem grünen Punkt. Kurz darauf macht der Weg erneut einen Bogen den Berg hinauf. Hier solltest du kurz innehalten und nach rechts schauen. Der Waldpfad der sich dir hier auftut ist der Weg zur Rotkehlchenstiege.

Du folgst dem Pfad einfach immer gerade aus. Zuerst wirst du auf Holzstufen treffen und anschließend siehst du die ersten Eisenhilfen im Fels. Orientiere dich hier an den Griffen und künstlichen Tritten, sowie an einem grünen Pfeil. Auf einem kleinen Podest querst du das Massiv für ein Stückchen. Danach stehst du vor einer Felswand vor der sich ein großes Sandfeld befindet. Die neu gebaute Treppe ist das 2. Teilstück der Rotkehlchenstiege.

Der Treppe folgst du nach oben. Danach musst du noch etwas frei am Felsen klettern. Aber keine Sorge hier gibt es überall viele gute natürlich Tritte und ausreichend Eisenkrampen an denen du dich festhalten kannst. Oben angekommen kannst du erstmal eine kurze Pause auf dem großen Baumstamm einlegen.

Oberer Teil der Rotkehlchenstiege

Nur noch wenige Meter bis zum höchsten Punkt. Ab hier sollte man sich gut festhalten.

2. Ziel: Bergpfad Oberer Terrassenweg

Der nächste Abschnitt ist ein Bergpfad, mein persönlicher Favorit in der Sächsischen Schweiz. Um auf diesen zu kommen, hältst du dich links sobald du die Rotkehlchenstiege verlassen hast. Eine große Steinplatte liegt parallel zum Pfad, der oberhalb davon entlang läuft.

Der Pfad wird dich gleich zu Beginn auf einem schmalen Weg direkt an der Felskante entlang führen. Solltest du Höhenangst haben, findest du immer mal wieder künstliche Griffe an denen du dich festhalten kannst. Bereits nach wenigen Metern kommst du zu einem Plateau mit einem schönen Weitblick hinüber zur Kaiserkrone und dem Zirkelstein.

Eisenklammern am Oberen Terrassenweg

Auf dem Bergpfad sind die gefährlichsten Stellen mit solchen Eisenklammern gesichert.

Kurz bevor der Pfad eine Rechtsbiegung macht, folge dem Pfad nach links. Hier wirst du einen Steinthron finden, eines der zwei Highlights auf dem Oberen Terrassenweg. Gehe nun einfach dem Pfad weiter. Wenn du mal nicht weiter weißt, schaue dich in Ruhe um und orientiere dich an der Felswand. Diese sollte immer rechterhand liegen.

Nach wenigen Minuten wirst du das 2. Highlight auf dem Pfad sehen, ein kleines Felsentor. Anschließend geht es nahezu in gleicher Höhe weiter immer geradeaus, bis der Pfad eine Linkskurve macht. Hier siehst du eine Kluft, der Ausstieg der Starken Stiege, die du aber bei dieser Tour links liegen lässt.

Felstor auf dem oberen Terrassenweg

Dies ist das kleine Felstor, welches du auf dem Bergpfad sehen wirst.

Folge einfach dem Pfad oberhalb der Starken Stiege weiter, immer entlang an der Kante. An einer Stelle durchquert der Pfad den Felsen, so dass du auf der anderen Seite heraus kommst. Danach sind es nur noch ein paar Minuten bis du an einem Wanderweg stehst der links hinab führt. Dies ist der Weg zum nächsten Abschnitt.

3. Ziel: Heilige Stiege

Jetzt geht es wieder bergab, gemütlich über Stufen. Die Markierung die dich hier begleitet ist erneut der grüne Streifen. Unten angekommen wirst du auch wieder auf den grünen Punkt treffen. Diesem folgst du auf dem Elbleitenweg nach links bis du erneut die Stelle erreichst, an der du zur Rotkehlchenstiege eingestiegen bist.

Abstieg mit Holzgeländer in der Sächsischen Schweiz

Hier geht es wieder zurück auf den Hauptwanderweg

Folge anschließend dem grünen Punkt für ein paar Meter bis zum nächsten Abzweig nach links, der mit dem gelben Streifen gekennzeichnet ist. Dieser Weg wird dich zur Heiligen Stiege führen, wobei er den gesamten Weg über markiert ist.

Die Heilige Stiege ist ein reiner Treppen- und Leiternsteig. Zum Beginn wirst du zwar noch ein paar Holzstufen finden, doch diese werden schnell abgelöst von Eisen. Die Stiege zieht sich sehr schnell in die Höhe. Und wenn du nicht gerade Topfit bist, wirst du hier richtig ins Schwitzen kommen. Oben angekommen quert die Stiege noch einmal vorbei an ein paar schönen Felsformationen.

Heilige Stiege

Hat man diese Leiter erreicht, dann hat man auch die Heilige Stiege überwunden.

Der Blick in den Kessel an dieser Stelle wird dir auf jeden Fall gefallen, so dass du auch weißt, warum ich dich hier hoch gejagt habe. Folge jetzt einfach weiter der Markierung des gelben Streifen bis du auf einen weiteren Wanderweg kommst, der einen blauen Streifen als Markierung hat. Du befindest dich jetzt auf dem Reitsteig, der Weg der dich zum letzten Ziel dieser Wanderung führen wird, dem großen Winterberg.

4. Ziel: Großer Winterberg mit Kipphornaussicht

Folge an der Kreuzung der Markierung mit dem blauen Streifen einfach nach rechts. Der Weg ist auf diesem Abschnitt gut ausgebaut und wird dich an vielen schönen Punkten mit fantastischen Ausblicken entlang führen. Ein weiteres Highlight auf dem Weg ist ein abgestorbenes Waldstück, an denen du auch ein paar Infotafeln finden wirst warum dies so ist.

Sobald du den Winterberg erreicht hast, orientiere dich an der Wegmarkierung mit dem roten Punkt. Du folgst dem Weg immer geradeaus, der sich hier in leichten Bögen eine Straße hinab windet. Auf dem Weg wirst du einen Abzweig sehen, der mit dem grünen Streifen markiert ist. Dies ist dein Rückweg: Aber noch nicht jetzt!

Folge dem roten Punkt noch ein Stückchen bis zu einem Wegweiser, der dir den Weg zur Kipphornaussicht weißt. Hast du diese erreicht, genieße die Aussicht und lass ruhig etwas die Seele baumeln. Der Blick von hier, gehört zu den schönsten in der Sächsischen Schweiz.

Kipphornaussicht

Auf der Kipphornaussicht hat man einen schönen Rundblick über das Elbtal

Gehe anschließend wieder den Weg zurück bis zu dem Abzweig, den du bereits gesehen hast. Jetzt geht es erneut bergab, wobei du immer der Markierung mit dem grünen Streifen folgst. Der Weg zieht sich hier zwar noch etwas in die Länge, aber irgendwann wirst du wieder am oberen Ende von Schmilka ankommen.

Noch ein paar Hinweise zur Tour

Schuhwerk: Wie auf jeder Tour in der Sächsischen Schweiz mit Stiegen, solltest du auch hier festes Schuhwerk anziehen. Eine Selbstsicherung wirst du nicht benötigen.

Wetter: Die Tour kannst du auch gehen, wenn das Wetter nicht ganz optimal ist. Bei Starkregen würde ich aber davon abraten. Am Schönsten ist die Tour bei Sonnenschein mit ein paar Wolken und Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad. Dann kannst du die Ausblicke am Besten genießen. Nimm bei diesen Wetterbedingungen unbedingt deine Kamera mit, sofern eine hast.

Parken: Kommst du mit dem Auto kannst du in Schmilka für 5 Euro den ganzen Tag parken. In der Woche ist es egal wann du den Parkplatz erreichst, denn du wirst nahezu immer einen freien Parkplatz finden. Am Wochenende komme jedoch nicht später als 10Uhr an. Danach könnte es eng werden mit den Parkmöglichkeiten.

Toilette: Direkt in Schmilka neben dem Parkplatz gibt es eine öffentliche, aber kostenpflichtige Toilette, welche 50 Cent kostet, wenn du sie benutzen möchtest.

Raststätten: Es gibt auf der Tour nur eine Möglichkeit für eine Rast mit einer Gaststätte. Diese ist auf dem großen Winterberg. In Schmilka findest du zudem viele weitere Gaststätten. Diese empfehle ich dir, wenn du die Tour beendet hast und noch etwas in der Sächsischen Schweiz verweilen möchtest.

Schmilka mit Bäckerei

Wenn du schon mal in Schmilka bist, dann schaue unbedingt bei dieser Bäckerei vorbei.

Dein Feedback, deine Fragen?

Ich würde mich freuen, wenn du mir ein Feedback zu der Tour geben kannst, wenn du diese gemacht hast.

Hast du noch Fragen? Dann poste diese einfach in die Kommentare. Ich beantworte sie natürlich gerne.