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Ich finde Gärten, Parkanlagen und botanische Gärten sehr interessant. Vor kurzem war ich im botanischen Garten in Zürich. Was mir hier besonders gut gefiel war ein Themenrundgang für Kinder und Erwachsene, mit dem man gezielt zu bestimmten Pflanzen geführt wurde und dabei etwas über die Pflanzen erfuhr. Diese beiden Rundgänge stelle ich in diesem Beitrag vor.

Themenrundgang für Kinder

Der erste Themenrundgang richtet sich an Kinder. Das Ziel sind sieben Pflanzen (die Zahl scheint eine magische Bedeutung für Kinder zu haben) die alle ein besonderes Extrem aufweisen.

Der älteste Baum

Buche

Buche

Gleich am Eingang des botanischen Garten sieht man den ältesten Baum des botanischen Garten, eine Buche. Der Buche ist rund 130 Jahre alt und der Umfang des Stamms beträgt 5,60 Meter.

Der brennende Busch

Brennender Busch

Etwas weiter findet man eine Pflanze, welche “Diptam” heisst. Diese Pflanze produziert ätherische Öle, welche sich bei großer Hitze entzünden können. Dann brennt die Pflanze kurzzeitig, nimmt dabei aber keinen Schaden.

Lebende Steine

Im Tropenhaus findet man lebende Steine. Dies sind Pflanzen, die in der Wüste in Afrika wachsen. Die Pflanzen haben sich wie Steine getarnt, damit sie von Tieren nicht gefressen werden. Der Grund dafür ist das Wasser was die Pflanzen speichern.

Kleinste Blütenpflanze der Welt

Zwerg-Wasserlinse

Zwerg-Wasserlinse

Gleich neben dem Tropenhaus gibt es die kleinste Blütenpflanze der Welt, die Zwergwasserlinse. Rund 50 Pflänzchen passen auf die Fingerspitze eines Kindes.

Früchte mit vier Dornen

Wassernuss

Wassernuss

Neben der Zwergwasserlinse liegt die Wassernuss, eine Pflanze die Früchte mit vier Dornen bildet. Diese Früchte sind gefährlich wenn man auf sie tritt. In Indien kocht man die Früchte, die sehr viel Stärke enthalten.

Schnee im Sommer

Rispen Steinbrech

Rispen Steinbrech

Hinter dem Institutsgebäude findet man Pflanzen aus den Alpen, darunter den Rispen-Steinbrech. Diese Pflanze wächst auf kalkhaltigen Boden und scheidet den Kalk im Wasser am Rande ihrer Blätter aus. Dadurch denkt man, auf den Blättern liegt Schnee, was natürlich nicht der Fall ist.

Giftigste Pflanze der Alpen

Eisenhut

Eisenhut

Unweit des Rispen-Steinbrech findet man die giftigste Pflanze der Alpen, den Eisenhut. Der Eisenhut ist komplett giftig. 2 Gramm der Wurzel genügen um einen Menschen zu töten. Den Namen hat die Pflanze im Übrigen durch ihre Blüten, welche einem Ritterhelm gleicht.

Themenrundgang für Erwachsene

Auf dem Themenrundgang für Erwachsene sieht man sechs Pflanzen, welche seit Millionen von Jahren bereits auf der Erde existieren. Einige von Ihnen haben sich in der Zwischenzeit sehr stark verändert und den Gegebenheiten neu angepasst.

Der Schachtelhalm – 350 Millionen Jahre

Schachtelhalm

Schachtelhalm

Neben den Tropenhäusern gibt es eine kleine Ecke auf der Schachtelhalme wachsen. Vor über 350 Millionen Jahren waren diese Pflanzen 30 Meter hoch und ein Meter dick. Heute werden die Pflanzen nur noch 1 bis 2 Meter groß.

Der Wollemia – 65 Millionen Jahre

Wollemia

Wollemia

Der Baum Wollemia wurde erste 1994 in Australien wieder entdeckt. Man dachte bis dahin, dass die Pflanze vor über 65 Millionen Jahren ausgestorben ist. Der Standort der Bäume wird geheim gehalten, da man verhindern möchte, dass der Baum aufgrund eingeschleppter Krankheiten doch noch ausstirbt.

Die Armleuchteralge – 400 Millionen Jahre

Armleuchteralge

Armleuchteralge

Auf der anderen Seite der Tropenhäuser findet man im Wasser die Armleuchteralgen. Diese Pflanzen gibt es seit über 400 Millionen Jahren auf der Erde. Ihren Namen haben die Algen von ihren Fortpflanzungsorganen, welche wie die Lichter eines Armleuchters aussehen.

Das Lebermoos – 450 Millionen Jahre

Lebermoos

Lebermoos

Hinter dem Institutsgebäude sieht man das Lebermoos, eine Pflanze die über 450 Millionen Jahre alt ist. Die meisten dieser Pflanzen besitzen einen Ölkörper, weswegen sie von Pilzen und Bakterien nicht befallen werden.

Der Königsfarn – 350 Millionen Jahre

Königsfarn

Königsfarn

Gleich neben dem Lebermoos sieht man den Königsfarn. Sein lateinischer Name lautet Osmunda regalis, wobei sich der erste Teil des Namens von Osmund dem Beinamen des Donnergotts Thor ableitet. Gefundene Fossilien der Pflanze werden auf ein Alter zwischen 300 bis 350 Millionen Jahren geschätzt.

Der Ginko – 200 Millionen Jahre

Ginko

Ginko

Am Ende des Rundgangs sieht man noch einen Ginko. Diese Bäume gab es bereits vor über 200 Millionen Jahren. Sie haben sich in dieser Zeit aber kaum verändert. Interessant ist, vor 30 Millionen Jahren gab es Ginkowälder auch in Europa. Heute findet man diese Bäume nur noch im Südwesten von China.

Öffnungszeiten Botanischer Garten

Der botanische Garten in Zürich hat ganzjährig geöffnet. Er ist kostenfrei, außer man möchte eine Führung.

Vom März bis September ist er Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr geöffnet. Am Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 8 bis 18 Uhr.

Vom Oktober bis Februar kann man den botanischen Garten Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr besichtigen. Und am Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 8 bis 17 Uhr.

Die Tropenhäuser öffnen ganzjährig 9:30 und schließen 17 Uhr, außer an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen vom Oktober bis Februar. In dieser Zeit schließen sie bereits 16:45 Uhr.

Weitere Gärten in Zürich: Chinagarten