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Am östlichen Seeufer des Zürichsee gibt es den Chinagarten. Für den Garten wird ein kleines Eintrittsgeld verlangt, welches 2018 für Erwachsene 4 Franken und für Kinder 1 Franken beträgt. Zudem finden jeweils am ersten Donnerstag im Monat von 18:00 Uhr bis 19:00 Uhr öffentliche Führung durch den Chinagarten statt. Dafür verlangte man eine Gebühr von 15 Franken.

Warum gibt es einen Chinagarten in Zürich?

Die Stadt Kumming in China ist Partnerstadt von Zürich. Nachdem die Züricher, Kumming mit ihrem Fachwissen halfen, die Trinkwasserversorgung und Stadtentwässerung auszubauen, erhielten sie als Dank den Chinagarten. 1993 wurde der Chinagarten von Mai bis Oktober erbaut, gemeinsam mit Handwerkern und Gartengestaltern aus Kumming und Zürich.

Eingang zum Chinagarten in Zürich

Links neben dem Eingang zum Chinagarten findest du das Kassenhäuschen.

Was gibt es im Chinagarten anzusehen

Ich habe mir den Chinagarten etwas größer vorgestellt. Eine hohe Mauer trennt das Areal von dem Rest der umliegenden Häuser ab. Diese Mauer dient auch gleichzeitig als Schallschutz, wodurch man ein bisschen den Eindruck gewinnt, man befindet sich in einer anderen Welt.

Haupttor

In den Chinagarten gelangt man durch das Haupttor. Vor diesem befinden sich zusätzlich ein paar Absperrzäune, was das Fotografieren des Haupttors leider erheblich erschwert. Über dem Haupttor sieht man eine große goldene Tafel mit drei chinesischen Schriftzeichen. Diese stammen vom ehemalige Bürgermeister von Kumming, Wang Tingchen, der auf der Tafel das Wort “Chinagarten” kalligraphierte.

Felsformation

Gleich hinter dem Haupttor gibt es einen künstlichen Felsen mit einer kleinen Grotte. Dieser verbirgt das Areal, welches hinter im liegt. Berg und Wasser sind im chinesischen gegensätzlich, wie Yin und Yang. Im chinesischen gibt der Fels dem Garten den Halt. Teile des Felsen sind von Kletterpflanzen bewachsen, was dem Felsen dem Eindruck verleiht, es handle sich um einen Felsen, welcher aus dem Wasser ragt.

Runder Pavillon, Bogenbrücke und Zickzackbrücke

Links vom künstlichen Berg überquert man den künstlichen See über eine Zickzackbrücke um den Pavillon auf einer kleinen Insel zu erreichen. Der runde Pavillon verkörpert die Mitte, die fünfte Himmelsrichtung im Chinesischen. Nach dem Pavillon folgt eine kleine Bogenbrücke, über die man in den hinteren Teil des Garten gelangt.

Runder Pavillon mit Bogenbrücke

Das Highlight ist der runde Pavillon mit der kleinen Bogenbrücke, welche sich in der Mitte des Chinagarten befinden

Nebentor

Von hier aus sieht man links ein weiteres kleines Tor in der Außenmauer. Dies ist das Nebentor. Auf den Tafelbildern über dem Sturz sieht man Ausschnitte aus Erzählungen der Chinesen. Zwischen dem Tor und der Bogenbrücke befindet sich eine weitere kleine Felsformation.

Sechseckiger Pavillon

Hinter der Felsformation erhebt sich ein sechseckiger Pavillon, der dem Winter gewidmet ist. Im Inneren des Pavillon findet man verschiedene Bilder von chinesischen Glücksbringern und Landschaften.

Sechseckiger Pavillon im Chinagarten in Zürich

Der sechseckige Pavillon befindet sich im hinteren Teil des Chinagarten. Übersehen kannst du ihn nicht, da dies der größte Pavillon im Chinagarten von Zürich ist.

Viereckiger Pavillon

Folgt man den rechtsabzweigenden Weg von der Bogenbrücke, kommt man zu einem weiteren viereckigen Pavillon. Dieser ist der Eingang zum Wasserpalais. Im Torbogen sieht man geschnitzte Bilder von Pflaumenblüten und einer Elster. Der Pavillon ist dem Frühling gewidmet.

Bambushain und Mondtor

Im ersten Teil der offenen Galerie zweigt ein Weg ab, der zu einem versteckten Bambushain und einem Mondtor führt. Der Bambus wächst hier direkt an der Mauer. Das Mondtor ist ein runder Kreis, mit einer Öffnung am Boden. Das Tor symbolisiert Fülle und Harmonie.

Bambushain mit Mondtor

Neben dem Wasserpalais findest du das Mondtor. Gleich daneben befindet sich ein kleiner Bambushain.

Wasserpalais

Das Wasserplais ist das dominierende Gebäube im Chinagarten. Auf einer großen Terrasse kann man über den künstlichen See in den Garten blicken. Hier kann man auch verweilen und Picknicken. Das Wasserplais besitz zudem noch einen Raum. Die Decke ist mit Ornamenten verziert, von der chinesische Lampen hängen. Am Sturz sieht man viele kleine Landschaftsbilder. Zwei große Bilder mit chinesischen Landschaften hängen an den Wänden.

Wasserpalais im Chinagarten in Zürich

Das Wasserpalais kannst du dir auch von Innen ansehen. Schau dir hier auf jeden Fall auch mal die Decke etwas genauer an.

Offene Galerie

Nach dem Wasserpalais schließt sich der zweite Teil der offenen Galerie an. Die offene Galerie ist ebenfalls mit vielen kleinen Bildern verziert, welche chinesische Landschaften und Geschichten zeigen. Das Geländer der offenen Galerie dient gleichzeitig als Rückenlehne von Bänken, weswegen diese leicht schräg stehen. Über die Galerie kommt man zurück zum Haupttor, von wo aus man erneut den Chinagarten erkunden oder auf einer der kleinen Wiesen im Garten entspannen kann.

Offene Galerie im Chinagarten

Durch diese offene Galerie kannst du gehen und dabei über die Verzierungen staunen, die du hier finden wirst.

Anfahrt, Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Weblinks

Den Chinagarten erreicht man mit den Straßenbahnlinien 2 und 4 und der Buslinie 33 bis Haltestelle Höschgasse oder Fröhlichstraße. Mit den Buslinien 912 und 916 steigt man an der Haltestelle Chinagarten aus.

Der Chinagarten hat täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet, aber nur in den Monaten Mitte März bis Mitte Oktober.

Erwachsene bezahlen 4 Franken Eintritt. Kinder bis 14 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen bezahlen 1 Franken. Zudem sinkt bei Gruppen ab 10 Personen der Eintrittspreis auf 3 Franken pro Person.

Offizielle Webseite mit weiteren Infos

Terrasse des Wasserpalais im Chinagarten

Auf der Terrasse des Wasserpalais kann man auch Essen und dabei den Blick auf den künstlichen See genießen.