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Im Norden von Lanzarote gibt es 2 weitere Highlights, die man sich unbedingt ansehen sollte. Beides sind Naturschönheiten, welche durch einen Lavastrom entstanden sind. Die Cueva de los Verdes ist eine Lavahöhle, in der es kein Leben gibt. Und der Jameos del Aquas ist eine eingebrochene Lavahöhle die von dem Künstler Cesar Manrique umgestaltet wurde.

Diese Rundtour beginnt bei Tequise und führt dich über Haria zum nördlichsten Punkt von Lanzarote. Anschließend geht es auf der Ostseite über die beiden Lavahöhlen noch zu einem Kakteenpark.

Die meiste Zeit musst du für die Lavahöhlen einplanen. Hier wirst du rund 2 bis 3 Stunden zubringen. Alle anderen Punkte kannst du in jeweils 15 bis 30 Minuten abhaken. Für die gesamte Tour brauchst du rund 5 bis 6 Stunden.

Haria

Zuerst geht es nach Haria. Der Ort Haria wird in vielen Reiseführern als der Ort mit den 1.000 Palmen bezeichnet. Das in dem Ort viele Palmen stehen, wirst du gut sehen wenn du die Serpentinenstraße hinab fährst, die von Tequise kommt. Deswegen solltest du auch diese Straße von Tequise aus nehmen.

Haria auf Lanzarote

Haria wird als Ort der tausend Palmen bezeichnet. Und hier gibt es auch jede Menge Palmen

Allerdings hat der Ort meiner Meinung nach auch nicht mehr zu bieten. In dem Ort gibt es ein paar Cafes und viele weiße Häuser, wie man sie auf Lanzarote nahezu in jedem Ort findet. Ansonsten wirkt der Ort sehr verschlafen, halt wie ein kleines Dörfchen in einem Tal mit tausend Palmen.

Auf dem Weg zum Mirador del Rio bist, kannst du hier einen kurzen Zwischenstopp einlegen und für ein paar Minuten durch die Straßen schlendern. Mehr als 15 Minuten musst du hierfür aber nicht einplanen.

Mirador del Rio

Anschließend fährst du weiter zum nördlichsten Punkt von Lanzarote. Hier wo die Straße in einem Kreisverkehr endet, gibt es eine Aussichtsplattform die sehr an das Wohnhaus von Cesar Manrique erinnert. Die Plattform hat ein großes Cafe mit schönen Panoramafenstern, so dass du auch an windigen Tagen windgeschützt auf die Nachbarinsel La Graciosa blicken kannst.

Mirador del Rio auf Lanzarote

Vom Mirador del Rio kann man auf die kleine Nachbarinsel La Graciosa blicken.

Vor den Panoramafenstern gibt es einen schmalen Weg der durch ein hohes Geländer abgesichert ist. Daneben findest du eine kleine Aussichtsplattform mit ein paar kostenpflichtigen Ferngläsern.

Im Gebäude wirst du links eine offene Wendeltreppe sehen, welche durch den Felsen hinauf führt zu einem Souvenirshop und einer weitere Aussichtsplattform. Von dieser hast du ebenfalls einen herrlichen Blick hinüber auf die kleine Insel La Graciosa, die scheinbar nur aus einem Hafen und rund 100 Häusern besteht.

Im Innneren des Mirador del Rio

Das Innere des Mirador del Rio erinnert an Cesar Manrique der das Grunddesign der Aussichtsplattform lieferte

Auch wenn die Plattform mit ihrer Aussicht sehr schön ist, ist der Eintrittspreis mehr als gepfeffert. 2017 verlangte man 4,50 Euro pro Erwachsenen, nur um die Aussicht zu genießen.

Cueva de los Verdes

Auf dem Rückweg vom Mirador del Rio führt dich dich die Straße an der Ostküste von Lanzarote entlang. Hier gibt es einen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten welche du dir unbedingt ansehen musst, die Lavahöhlen Cueva de los Verdes.

Zugang zum Cueva de los Verdes

Der Zugang zum Cueva de los Verdes führt hinab in die eingebrochene Lavahöhle

Die Höhlen liegen in einem sehr flachen Gebiet, unterhalb des Meeresspiegel. Vor den Höhlen befindet sich ein großer kostenfreier Parkplatz. Von diesem hast du einen schönen Blick über eine Ebene, die mit kleinen Büschen bestückt ist. Du wirst dich an diesem Punkt sicherlich fragen wo denn die Höhlen sind? Der Eingang zu diesen geht hinab und beginnt bei einer Grotte.

2017 lag der Eintrittspreis bei 9 Euro für eine Person. Die Höhle kannst du nur mit einem Führer erleben, der dir Infos in Spanisch und Englisch gibt. Diese Führungen starten je nachdem wie viele Personen da sind, aber mindestens aller 30 Minuten. Auf ein paar Bänken vor der Höhle kannst du gemütlich auf den Start der Tour durch die Cueva de los Verdes warten.

Auditorium im Cueva de los Verdes

In der Cueva de los Verdes gibt es auch ein kleines Auditorium. Das Klavier welches hier bei Konzerten steht, muss jedes mal über eine schmale Treppe hier runter getragen werden.

Die Lavahöhlen sind wirklich einmalig. Hier schob sich vor vielen tausenden Jahren ein Lavastrom durch und formte die diversen Gewölbe der Höhle. Es gibt in den Höhlen kein Leben und kein Wasser. Dafür herrscht hier immer eine konstanten Temperatur von 18 Grad.

Ein Teil der Höhle ist so geräumig, dass man in diesem ein Auditorium, einen kleinen Konzertsaal untergebracht hat. Viele Teile der Höhle hat man zudem mit ein paar schönen Lichteffekten ausgeleuchtet. Das Highlight in der Höhle ist aber ein 20 Zentimeter tiefer See, der wie ein Spiegel funktioniert. Der See wurde künstlich angelegt und das Wasser wird in dem See regelmäßig aufgefüllt.

Spiegelsee in der Cueva de los Verdes

Das Highlight in der Cueva de los Verdes ist der Spiegelsee, der hier künstlich angelegt wurde.

Jameos del Aquas

Wenn du von der Cueva de los Verdes zum Meer blickst, siehst du bereits die Gebäude des Jameos del Aquas, einem Areal welches durch Cesar Manrique gestaltet wurde. Der Eintritt zu dem Gelände kostete 2017, 9 Euro pro Person.

Jameos del Aquas mit Pool

Das Jameos del Aquas erinnert an eine perfekte Partylocation. Der Pool lädt zumindestens zum Baden ein. Zudem gibt es hier auch mehrere Bars.

Mein Tipp: Lass dein Auto einfach auf dem Parkplatz des Cueva de los Verdes stehen und laufe hinüber zum Jameos del Aquas. Die Entfernung ist nur 1 Kilometer und du kannst in der Zeit die umliegende Natur bewundern. Mit etwas Glück siehst du hier auch einen Hasen, der durch das Gelände sprintet.

Das Areal des Jemeos del Aquas ist eine Lavahöhle, bei der die Decke an zwei Stellen eingebrochen ist. An einen dieser Einbrüche befindet sich der Eingang, an dem du in die Höhle hinab gehst. Hier unten findest du ein Cafe und eine spektakuläre Toilette (für Männer). Von dieser kannst du nämlich ein eine beleuchtete Grotte blicken, während du deinem Geschäft nachgehst.

Weiße Krebse in der Jameos del Aquas

In dem künstlichen See in der Lavahöhle wurden weiße Krebse angesiedelt.

Wenn du in den zweiten Teil der Höhle gehst, querst du einem See. In diesem leben kleine weiße Krebse. Du kannst bis an das Becken herantreten und dir diese Tiere genauer ansehen.

Auf der anderen Seite des James del Aquas erwartet dich noch eine weitere Bar und ein großer weißer Pool. Hinter dem Pool gibt es ein Konzertsaal, der sich ebenfalls in der Lavahöhle befindet. An dem Rand der eingebrochenen Decke hat Cesar Manrique mehrere Gebäude bauen lassen, in denen sich heute diverse Ausstellungen befinden.

Jardin de Cactus

Rund 10 Kilometer vom Jameos del Aquas entfernt, gibt es einen kleinen Kakteenpark. So wieder dieser aufgebaut ist, scheint er sich in einem Vulkantrichter zu befinden. Du wirst dies sehen wenn du den Park betrittst. 2017 kostete der Eintritt 4 Euro pro Person.

Eingang zum Jardin de Cactus

Den Eingang zum Jardin de Cactus kann man nicht übersehen. Ein großer Plastekaktus steht davor.

In dem Park findest du jede Menge verschiedene Kakteen. Besonders beeindruckend sind die Kakteenbäume die sich in der Mitte des Parkes befinden. An den Innenwänden des Trichters wurden schmale Terrassen angelegt. Auf diesen wachsen auf einem schmalen Beet ebenfalls Kakteen. Du kannst den Bereich zudem betreten.

Oberhalb des Parkes und von weitem bereits gut sichtbar gibt es eine Windmühle. Auch diese kannst du dir genauer ansehen. Darunter befindet sich ein Restaurant, in dem du entspannen kannst.

Kakteen im Jardin de Cactus

In der Anlage des Jardin de Cactus gibt es jede Menge Kakteen in allen möglichen Ausführungen.

Durch die Lage des Parkes ist dieser sehr windstill. Zudem wurde der Park komplett barrierefrei angelegt.

Mein Fazit

Die Höhlen Cueva de los Verdes sind für mich das wahre Highlight von Lanzarote. Diese Höhlen unterscheiden sich gewaltig von Höhlen, wie ich sie aus dem Gebirge kenne. Die Lavahöhle war im Vergleich zu allen anderen Höhlen um einiges wärmer. Aber vor allem fehlt eins, jeglich Spur von Leben. Es gab weder Flechten an den Wänden noch irgendwo Moos. Es gab kein Wasser und bei den Temperaturen auch kein Eis. Und es fehlte noch etwas, was typisch für viele Höhlen ist, die Stalaktiten und Stalagmiten.