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Polizisten auf Pferden in Madrid

Sonne, Strand und Meer – das ist es, was die meisten mit Spanien verbinden, wenn sie in das Land der Sonne fliegen. Doch Spanien hat so viel mehr zu bieten – es ist ein Land mit vielfältiger Geschichte, einzigartigen Bewohnern, atemberaubenden Naturwundern und spektakulärer Architektur.

Panorama von Meersalzanlage Salina de Janubio

Siesta auf dem spanischen Festland

Viele Reisende begeben sich lieber auf die Inseln um Spanien – die Kanaren oder die Balearen. Doch auch das Festland hat einiges für Touristen zu bieten! Vor allem wenn man sich mit dem Auto auf den Weg durch Spanien begibt, kann man viele kleine Idyllen entdecken.

Panoramablick auf den Osten von Gran Canaria

Andalusien – Land des Lichts

Die südlichste der 17 autonomen Gemeinschaften des Landes, reizt nicht nur mit weißen Sandstränden. Auch feurige Flamenco-Tänze, vielfältige Geschichte und allerlei beeindruckenden Städten locken Besucher aus aller Welt.

Strand von Puerto de Mogan

Sevilla – Stadt der Wunder

Sevilla, die Hauptstadt Andalusiens, ist von Legenden umgeben – eine davon: Sie wurde ursprünglich von dem griechischen Helden Herakles errichtet. Doch nicht nur griechische und römische Einflüsse finden sich in der Stadt. 712 wurde sie von den Mauren erobert – wie weite Teile des heutigen Spaniens. Sie bauten unter anderem den Alcázar-Palast, für den extra Arbeiter aus Granada kommen mussten.

Nach der Übernahme Sevillas durch die Reconquista wurden viele islamische Bauwerke zerstört. Doch im Falle der Moschee im Herzen der Stadt, erbaute man einfach eine Kathedrale auf den Überresten. Die Kathedrale Santa María de la Sede ist eine der größten ihrer Art weltweit.

Kleine Residenz in der Gartenanlage im Alcazar von Sevilla

Granada – Stadt der Muße

Granada war durch seine unvergleichliche Lage schon früh ein Machtzentrum. Die Stadt ist ringsherum von Bergen umgeben, verfügt aber trotzdem über fruchtbaren Boden, um Farmwirtschaft zu betreiben. Deswegen ließen sich hier unter anderem die Mauren nieder. Sie errichteten zum Beispiel die Burg Alhambra. Die Burg zählt heute noch zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Andalusien und wurde 1984 zum Weltkulturerbe ernannt.

Blick über Granada mit der Kathedrale

Weitere Städte des Lichts

Neben Sevilla und Granada sollte man sich in Andalusien auch unbedingt die Städte Málaga und Córdoba ansehen.  Auch hier findet man Überbleibsel der maurischen Besiedlung und der römischen Eroberung. Besonders in Córdoba wird man leicht von der christlichen Geschichte überwältigt.

Malaga

Die Mezquita-Kathedrale beispielsweise hat eine lange Geschichte hinter sich. Zuerst stand an ihrer Stelle ein römischer Tempel, dann eine Moschee und letztendlich die Kathedrale. Dass die muslimische Geschichte aber nicht vergessen ist, zeigt der Name – denn Mezquita ist spanisch für Moschee.

Kathedrale von Cordoba mit Rundbögen

Madrid – die Stadt, die niemals ruht

Madrid ist nicht nur die Hauptstadt Spaniens, und somit auch Sitz der Königsfamilie. Sie ist auch die drittgrößte Stadt Europas.  Doch es ist vor allem der königliche Einfluss der das Bild der Metropole prägt. Selbst der Stadtpark – der Retiro Park – ist dem Königshaus gewidmet. Hier wimmelt es nur so von Touristen und Einheimischen, die das Wetter genießen wollen.

Wer dem Touristentrubel lieber entfliehen möchte, kann es sich auch im Botanischen Garten gemütlich machen – zwar gibt es hier keinen See, dafür aber herrliche Bonsais.

Palacio de Cristal im Retiro Park in Madrid

Katalonien – Land der Unabhängigkeit

Katalonien ist ein bisschen wie eine eigene Welt – oder ein eigenes Land, was sie so gern wären. Um die Bewegungen zu befriedigen, wurde der autonomen Gemeinschaft schon viele Rechte zugesprochen, doch Proteste gibt es immer noch.

Barcelona – Stadt der Gegensätze

Die Hauptstadt Kataloniens, Barcelona, liegt direkt am Meer und ist eine der Traumstädte Europas. Nicht nur Sonne genießen kann man hier, sondern auch unzählige Sehenswürdigkeiten besichtigen. Zu den berühmtesten zählen ohne Frage die Sagrada Família und der Park Güell. Beide wurden vom Architekten Antoni Gaudí im 19. Jahrhundert designt. Wer sich eher für militärische Geschichte interessiert, der wird sich wohl eher am Montjuïc Castle wohlfühlen – eine der wichtigsten Verteidigungsbauten Barcelonas.

Blick auf Font Màgica de Montjuïc von der Arenas de Barcelona

Kastilien – Land der Burgen

Toledo – Stadt der drei Kulturen

Bis zu Beginn des achten Jahrhunderts war Toledo die Hauptstadt der Westgoten, doch erst zur Maurenzeit blühte die Stadt richtig auf. Sie hinterließen unter anderem eine gigantische Festung – welche dem Namen der spanischen Provinz alle Ehre macht – und eine prächtige Synagoge.

Panorama von Toledo mit Blick auf den Alcazar

Als im Jahr 2007 der Immobilienboom begann, unternahm der Unternehmer Francisco Hernando ein enormes Bauprojekt: er setze sich es als Ziel in Seseña, nicht unweit von Toledo, insgesamt 13.500 Wohnungen zu errichten. Heute stehen die meisten der fertiggestellten Behausungen leer – es ist schon fast wie in einer Geisterstadt.

Leerstehende Wohnhäuser in der Residencial Francisco Hernando

Sonne tanken auf den Kanaren

Gran Canaria – Insel des ewigen Frühlings

Gran Canaria heißt nicht einfach so Insel des ewigen Frühlings – hier herrschen das ganze Jahr über Temperaturen, die uns an den Frühling erinnern. Damit ist sie auch im Winter der perfekte Ort zum Relaxen.

Aussichtspunkt bei Tinocas - Westblick

Wunder der Natur

Wer an die Kanaren denkt, dem werden wahrscheinlich Bilder von Lavasteinen und urzeitliche Landschaften vor den Augen aufflackern. Und diese Bilder sind für Gran Canaria auf jeden Fall zutreffend.

Wer sich erst einmal einen Überblick über die Natur-Highlights der Insel verschaffen möchte, kann eine wunderschöne Tour an einem Tag machen.

Roque Bentayga auf Gran Canaria

An den folgenden Tagen gibt es dann immer noch genug zu erkunden:

Wer zum Beispiel schon immer mal in der Wüste unterwegs sein wollte, sollte sich auf zu den Dünen von Maspalomas machen. Hier hat sich Sand aus der Sahara angesammelt hat, der mit Stürmen auf die Insel getragen wurde.

Panorama der Dünen von Maspalomas

Freunde von Gebirgen und Felsformationen zieht es wohl eher zu dem Pico de las Nieves, dem höchsten Punkt Gran Canarias und einer der eindrucksvollsten Aussichtsplattformen. Alternativ ist es auf jeden Fall empfehlenswert den Roque Nublo, dem Wahrzeichen der Insel, und den Roque Bentayga, ein Massiv, welches das Gefühl vom Gran Canyon vermittelt.

Plateau mit Roque Nublo

Geschichte entdecken

Auf den Spuren der Ureinwohner der Kanaren – den Guanchen – begeben wir uns auf nach Barranco de Guayadeque. Hier befinden sich Überbleibsel des anfänglichen Lebens in Höhlen auf den Inseln.

In Cenobio de Valeron kann man dann noch eine große Kornkammer erkunden, die früher von den Einheimischen genutzt wurde, um Getreide aufzubewahren.

Kammern des Mirador del Cenobio Valerón

Idyllische Städte

Las Palmas de Gran Canaria ist die Hauptstadt der spanischen Provinz Gran Canaria. Sie ist die größte Stadt der kanarischen Inseln und der Dreh- und Angelpunkt des Lebens. Hier findet man nicht nur eine eindrucksvolle Altstadt, sondern auch (für die Kanaren) außergewöhnliche Sandstrände, eine Uferpromenade wie aus dem Bilderbuch und eine Nachtklubs.

Strand Las Canteras in Las Palmas

Außerdem liegt nicht weit von der Hauptstadt entfernt, der Aussichtspunkt Tinocas. Hierhin kann man gemütlich am Meer entlang laufen. Begrüßt wird man dann von einer Frau aus Lava, die einen mit offenen Armen empfängt.

Nicht weit entfernt an der Nordküste der Insel liegt der Ort Gáldar. Hier kann man gemütlich durch die Altstadt spazieren und vielleicht den einen Blick in die kleine Kirche in der Ortsmitte werfen. Auf dem Weg hierher bietet sich auch ein Zwischenstopp in Arucas an. Die Stadt wird übertrumpft von ihrer imposanten Basaltsteinkirche.

Kloster Eckhaus in Galdar

Wenn man sich dann von Las Palmas oder Gáldar aus, auf den Weg in das Zentrum der Insel macht, kommt man unweigerlich an ein paar faszinierenden Städtchen vorbei.

Die erste auf dem Weg: Teror. Da sich nur wenige Touristen in die Gemeinde verirren, ist sie bis heute noch relativ ursprünglich geblieben. Hier kann man also einen Blick in den Alltag der Einheimischen werfen.

Nicht weit von der Hauptstadt entfernt, im Südwesten, liegt Tejeda. Da alle Häuser frisch in weiße Farbe getunkt zu sein scheinen, wirkt die Gemeinde nur noch magischer im Vordergrund des gigantischen Felsmassives des Roque Bentayga.

Kirche von Tejeda

Ähnlich wie Tejeda, und auch nicht weit entfernt, begrüßt auch San Bartolomeo de Tirajana seine Besucher: ganz in weiß gehüllt. Wer dann noch nicht genug von den idyllischen Städtchen hat, sollte sich auf den Weg nach Artenara machen. Von dem verschlafenen Ort aus, hat man einen einmaligen Blick auf die beiden Felsmassive Roque Bentayga und Roque Nublo.

Im Süden der Insel liegt Puerto de Mogán – Die Stadt, die gern mal als Venedig Spaniens bezeichnet wird. Doch interessanter als dieser Ort ist El Roque – eine Gemeinde die auf Fels errichtet wurde und die von nur zwei schmalen Gassen durchzogen wird.

Hafen von Puerto de Mogan

Teneriffa – Insel der Hoffnung

Nicht wie auf der Schwesterinsel Gran Canaria, variiert das Wetter und die Temperaturen auf Teneriffa über das Jahr stärker. Trotzdem ist sie die am häufigsten besuchte Insel der Kanaren. Was du sonst noch bei deinem Besuch auf Teneriffa bedenken solltest, erzählen wir dir hier.

Südliche Ausläufer des Anaga Gebirge mit dem Teide im Hintergrund

Städte nach andalusischem Vorbild

Ein Großteil der Architektur Teneriffas orientiert sich an andalusischen Vorbildern. Diese entdeckt man vor allem in Herrenhäusern in La Orotava und La Laguna.

Im Allgemeinen sind die Städte Teneriffas bunt zusammengewürfelt, was durch die Besiedlungsgeschichte der Insel zustandekommt. Hier gehen Klassizismus, Barock und moderne Architektur beinahe nahtlos ineinander über.

Privatclub Liceo de Taoro in La Orotava

Für Interessierte an dieser historischen Entwicklung sind besonders die Hauptstadt Santa Cruz und die Städte Puerto de la Cruz, Icod de los Vinos, Buenavista del Norte und Garachico interessant.

Playa de las Americas ist dagegen beispielsweise eine sehr junge Stadt, die hauptsächlich für den Tourismus gebaut wurde. Hier finden sich Sandstrände, Nachtklubs und jede Menge Restaurants und Bars. Ähnlich steht es übrigens auch um Puerto de Santiago und El Medano.

Strand am Zentrum von El Medano

Wenn man sich auf den Weg zum Pico del Teide macht, kommt man unweigerlich an Vilaflor vorbei. Es handelt sich dabei um einen kleinen, abgelegenen Ort, an dem man hervorragend eine Rast einlegen kann.

Vilaflor mit den Ausläufern der Caldera des Teide im Hintergrund

Naturphänomene

Doch eigentlich ist Teneriffa ja nicht für seine Architektur bekannt, sondern eher für seine Naturphänomene. Davon findet man auf der Vulkaninsel viele.

Wer auf Teneriffa ist, sollte unbedingt den Pico del Teide besuchen – eines der Wahrzeichen der Insel und der höchste Berg Spaniens. Dabei handelt es sich außerdem um den drittgrößten Inselvulkan der Welt.

Roque Cinchado in der Caldera des Teide

Doch nicht nur der Pico del Teide kann einem den Atem rauben. Auch das Anaga Gebirge im Nordosten der Insel bietet überwältigende Aussichten auf die Lavainsel.

Außerdem bieten das Masca und das Teno Gebirge perfekte Ausgangspunkte für Wandertouren und spektakuläre Blicke auf das Meer und das Inselinnere.

Wenn du noch nach weiteren Ideen für Wandertouren auf Teneriffa suchst, kannst du ja mal in unseren Wandertouren vorbeischauen.

Masca im Teno Gebirge auf Teneriffa

Wer sich lieber mit dem Boot auf den Weg machen möchte, sollte sich die Klippen von Los Gigantes ansehen – diese ragen weit ins Meer hinein und wirken vor allem bei nebeligen Wetter besonders mystisch.

Abgesehen von Felsmassiven kannst du auch den 1000-Jahre-alten Baum Drago Milenario besuchen. Er ist neben dem Teide eines der Symbole der Insel.

Felsen von Los Gigantes von Puerto de Santiago

Lanzarote – Insel der Vulkane

Lanzarote liegt am nördlichsten von den sieben kanarischen Inseln. Ihre Hauptstadt Arrecife ist der Heimatort der Hälfte der Bevölkerung der Insel. Hier findet man einen Sandstrand, historische Gebäude und typische Stadtatmosphäre.

Fischerboote in Arrecife

Naturwunder

Im Norden der Insel bietet es sich an die Cueva de los Verdes zu besichtigen. Dabei handelte es sich um eine Höhle, die sich in Jahrtausenden aus Lavagestein gebildet hat.

Im Zentrum Lanzarotes befindet sich der Nationalpark Timanfaya, den man am besten zu Kamel erkundet.

Spiegelsee in der Cueva de los Verdes

Der Süden der Insel ist vor allem von Sandstränden und der grünen Lagune in El Golfo gezeichnet. Hier bietet es sich an eine Tagestour zu unternehmen, und die wichtigsten Punkte zu erkunden.