Print Friendly, PDF & Email

Es ist schon eine tolle Sache auf Teneriffa zu wandern. Besonders die Höhenmeter die man hier schruppen kann, können es bedenkenlos mit denen in den Alpen aufnehmen. Kein Wunder, ist der Teide mit seinen über 3.700 Metern der höchste Berg von Spanien und diesen kann man theoretisch ab dem Punkt 0 beginnen zu besteigen. Bei dieser Tour bewältigen wir aber nur etwas über 300 Höhenmeter, dafür bei schöner Luffeuchte und angenehmen 20 Grad, so dass uns das Wasser in Strömen die Stirn hinunterlief.

Einstieg in den Barranco de Ruiz auf Teneriffa

Einstieg in den Barranco de Ruiz auf Teneriffa

Mein Hinweis: Du willst auf Nummer sicher gehen? Dann schau mal hier nach und buche alles was du brauchst im voraus.

Die Tour durch den Barranco de Ruiz

Parken

Am unteren Ende des Barranco de Ruiz gibt es einen Picknickplatz, an dem man an den Wochentagen meistens auch einen Parkplatz bekommt. Nur an Feiertagen und Sonntagen sollte man den Platz meiden, denn dann tummeln sich hier viele Einheimische um den Tag zu genießen.

Aufstieg

Von dem Picknickplatz ging es für uns aber gleich eine Treppe hinauf auf den oberen Teil des Barranco de Ruiz. Anschließend führte der Weg weiter leicht ansteigend in den Barranco hinein. Der Weg war gut ausgebaut und immer sichtbar, so dass man sich hier nicht verlaufen konnte. Ab und zu gab es sogar ein Geländer, welches aber gar nicht notwendig gewesen wäre, da wir keine Stelle sahen, bei der man an einem Grat entlang lief.

Panorama vom Barranco de Ruiz

Panorama vom Barranco de Ruiz

Ziel

Die Tour in den Barranco ist eigentlich nur eine sehr kurze Tour. Auf rund 500 Metern Luftlinie erklimmt man 300 Höhenmeter. Nachdem wir diese überwunden hatten, standen wir auf einer Aussichtfläche an einer Straße, auf der sich 2 Katzen tummelten. Hier gab es auch zwei Bänke auf denen man sich von dem Anstieg erholen konnte.

Gesperrter Weg

Wir folgten anschließend der Straße weiter nach oben, denn hier sollte der Wanderweg des Barranco de Ruiz weiter führen. Allerdings standen wir kurze Zeit später vor einem Zaun. Der Weg war hier wegen Absturzgefahr gesperrt. Theoretisch hätte man an den Zaun vorbei klettern können, aber ein paar Meter weiter unten befand sich bereits der nächste Zaun, den man auf den ersten Blick nicht ohne Probleme hätte umgehen können.

Abgesperrter Abschnitt des zweiten Abschnitts im Barranco de Ruiz

Abgesperrter Abschnitt des zweiten Abschnitts im Barranco de Ruiz

Weitere interessante Wandertouren auf Teneriffa

Der Rückweg nach San Juan de La Rambla

Abstieg neben Stufenplantagen

Aus diesem Grund kehrten wir um und folgten der Straße hinab in Richtung San Juan de La Rambla. Die schmale Straße zieht sich hier zuerst den Berg hinab und quert diesen anschließend. Nach knapp einem Kilometer kamen wir zu einem weiteren Barranco und einem weißen Trafohäusschen. Gleich neben dem Trafohäusschen führte uns der Weg in den Barranco, und dieser war für uns das erste eigentliche Highlight der Tour.

Panorama vom Einstieg in den kleinen Abstiegsbarranco

Panorama vom Einstieg in den kleinen Abstiegsbarranco

Abstieg im Barranco

Dieser Barranco war an vielen Stellen zugewachsen und wir hatten manchmal das Gefühl, dass wir uns hier durch die Vegetation kämpfen mussten. Pflanzen und Blumen überwucherten den schmalen Abstiegsweg und überall hörten wir ein wildes Summen. Es war fantastisch und leider viel zu kurz, denn bereits nach rund 100 Höhenmetern endete der Abstieg mitten im Barranco in einer zu betonierten Abflussrinne.

Blumenmeer im Barranco

Blumenmeer im Barranco

Krabben, Krabben, Krabben

Wir verließen den Barranco und hielten uns weiter bergab in Richtung San Juan de La Rambla. Unser nächstes Ziel war die Küstenline des Ortes, welche sehr beeindruckend sein sollte. Unten am Meer angekommen, genossen wir den Ausblick und entdeckten gleich unser zweites Highlight dieser Tour, Krabben wohin das Auge blickte. Diese tummelten sich unterhalb der kleinen Promenade auf den Felsen. Da die Brandung nicht bis an die Mauer reichte, wollte wir versuchen die Krabben direkt vor die Linse u bekommen. Wir stiegen deswegen hinab zu ihnen.

Was wir nicht wussten, Krabben haben ein hervorragendes seismisches Empfinden. Sie spürten unsere Schritte und verdünnisierten sich, bevor wir sie erreichen konnte. Scheinbar spüren sie auch wo man sich befindet, denn auch nachdem wir uns ruhig verhielten, mieden sie unseren Standort. Erst nachdem wir diesen wieder verließen, kehrten sie zurück, was wir von der Uferpromenade aus beobachteten.

Rote und schwarze Krabbe in San Juan la Rambla auf Teneriffa

Rote und schwarze Krabbe in San Juan la Rambla auf Teneriffa

Küstenweg mit Fernblick

Auf unserem letzten Stück folgten wir den Küstenweg, der sich oberhalb der Klippen entlang schlängelt. Von hier aus hatten wir einen wirklich schönen Blick zurück nach San Juan de La Rambla. Den Küstenweg verließen wir an der La Rambla, die uns wieder hinauf führte zu dem Picknickplatz.

Abflussrinne im Barranco

Abflussrinne im Barranco

Mein persönliches Fazit

Mir gefiel die Tour sehr gut. Besonders der Abstieg durch den zweiten Barranco traf voll meinen Geschmack. Ich liebe es einfach wenn ich mich mitten in wilder Vegetation bewege und zum Teil erraten muss, wo sich der Weg entlang schlängelt. Ebenfalls super fand ich die vielen Krabben am Meer, von denen es auch ein paar riesige Exemplare gab. Gleich neben dem Krabbenstandort gibt es im Übrigen ein Restaurant und wir fragten uns natürlich ob es in diesem vielleicht gleich frische Krabben gibt. Wundern täte es uns nicht.

Mein Hinweis: Bist du noch auf der Suche nach einer passenden Unterkunft auf Teneriffa? Dann schau mal hier nach Hier buche ich immer meine Unterkünfte.