Print Friendly, PDF & Email

Die arabische Wüstenstadt am Persischen Golf hinterlässt durchaus einen bleibenden Eindruck. Die alten Stadtteile muss man suchen, dafür schimmern Glas und Stahl der hypermodernen Wolkenkratzer an jeder Ecke. Weihnachten ist im Dezember kein Thema in der muslimisch geprägten Metropole der Vereinigten Arabischen Emirate.

Im Dezember 2012 landete ich auf dem Dubai International Airport. Der Flughafen ist einer der bedeutendsten des Nahen Ostens und als solcher natürlich entsprechend groß. Trotzdem kann man sich sehr gut orientieren, wie überhaupt fast überall in Dubai. Selbst im Dezember war es in Dubai mit um die 25° C noch sehr warm. Im Hochsommer wird es dort über 40° C heiß – für Mitteleuropäer sehr gefährlich! Übrigens auch für die an Hitze gewöhnten Emirati – ohne Klimaanlagen geht es nicht.

Viele Wolkenkratzer hinter einem bunt beblumten Park.

Wolkenkratzer in Dubai. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sind Gebäude dabei, die zu den höchsten der Welt zählen. Aber nach einiger Zeit hört man auf, sich einzelne zu merken.

Geld, überall Geld

Dubai strotzt vor Geld und Selbstbewusstsein. An jeder Ecke wird einem bewusst, dass die Machthaber finanziell in der Lage sind, reales Sim City zu spielen – und das auch tun. In Dubai stehen viele der weltweit höchsten Wolkenkratzer und es werden noch mehr gebaut. Die künstliche Palmeninsel, eine in vier Jahren gebaute, fahrerlose Metro, mehrspurige Highways… Die Liste lässt sich fortsetzen. Was sich mit Geld umsetzen lässt, wird umgesetzt.

Wolkenkratzer, der sich zu drehen scheint.

Ocean Heights, 310 m hoch, 82 Stockwerke, 519 Wohnungen und eine verdrehte Achse. Vom selben Unternehmen entwickelt, welches auch das Burj Khalifa – höchstes Gebäude der Welt, Dubai – umgesetzt hat. Seit 2010 fertig.

Die Macht in Dubai

Die Macht des Scheichs ist in Dubai deutlich sichtbar – Wenn der Scheich beschließt, dass in vier Jahren zu einem exakten Datum eine führerlose Metro fertig sein soll, dann wird sie zu diesem Datum fertig sein. Wenn eine Insel aufgeschüttet werden soll, dann wird sie aufgeschüttet. Außerdem hat man rechtzeitig erkannt, dass der Tourismus ein gutes Standbein ist. Omnipräsent sind die Porträts der Herrscherfamilie, die auf riesigen Plakaten und Leinwänden sichtbar an den Wolkenkratzern angebracht sind.

Sportautos und SUVs en masse

Selten habe ich eine derartige Konzentration an superteuren Sportautos und protzig getunten SUVs gesehen. Die arabische Metropole ist eine Autostadt und verfügt als solche über ein mehrspuriges Highway-Netz. Ferrari, Maserati, Bugatti, Porsche, Lamborghini….all diese Sportflitzer gehören zum Straßenbild.

Übrigens gibt es an den Tankstellen einen Tankservice. Zum einen, damit die Fahrer in der Hitze nicht aus ihren klimatisierten Fahrzeugen aussteigen müssen und zum anderen vermute ich, dass der Service auch gerne gesehen ist.

Es gibt tatsächlich Linienbusse in Dubai, die selbstverständlich nur die ärmeren Menschen nutzen. Und auch das erst, nachdem die Busse eine zeitlang (quasi zur Eingewöhnung) for free waren. Von den etwa 1.000 Bushaltestellen in der Metropole sind circa 800 klimatisiert, weil die Temperaturen speziell im Sommer gefährlich heiß werden.

Eine Bushaltestelle in Dubai: Sie besteht aus einem klimatisierten Häuschen.

Klimatisierte Bushaltestelle in Dubai. Es ist im Sommer so heißt dort, dass selbst minutenlanges Warten in der stechenden Sonne gefährlich sein kann.

Sight Seeing in Dubai?

Im Grunde ist ganz Dubai eine einzige Sehenswürdigkeit. Natürlich gibt es einige Punkte, die man sehen sollte. Dazu gehört sicher das Burj al Arab Gebäude in Form eines Segels mit Hubschrauberplattform, der Jumeirah Beach und das Burj Khalifa.

Interessant ist am Burj Khalifa vor allem die Wassershow direkt am Platz vor dem Gebäude. Besonders bei Nacht ist es ein beeindruckendes Spektakel. Die Besichtigung der glitzernden Wüstenstadt von der Aussichtsplattform lohnt sich nicht wirklich, da der Eintritt exorbitant teuer ist: Je nach Tageszeit kostet ein Ticket bei einem Kurs von 1 arabischen Dirham zu 0,22 EUR zwischen 27,30 EUR und 43,72 EUR für einen Erwachsenen. Bevor man zur Aussichtsplattform gelangt wird man durch einen langen Wartebereich und einen Sicherheitscheck geschleust. Oben angelangt ist es unglaublich überfüllt. Ich war in den Abendstunden vor Ort, als es bereits dunkel war. Problematisch ist die Gesamtorganisation: Es werden zwar kontinuierlich neue Besucher mit den Aufzügen hochgeschickt, aber um wieder hinunter zu fahren, musste ich etwa 45 min anstehen. Sanitäre Einrichtungen befinden sich allerdings auch auf der Aussichtsetage. Übrigens werden auch Fast-Track Tickets angeboten, die mit etwa 66 EUR deutlich teurer sind. Special Sky Tickets sind ebenfalls erhältlich – die Emirati haben die Möglichkeiten der Einnahmen aus dem Tourismus erkannt.

Blick von Dubai Creek auf das Burj al Arab

Blick von Dubai Creek auf das Burj al Arab

Burj al Arab – Luxushotel und Wahrzeichen

Das Burj al Arab ist eines der Wahrzeichen von Dubai und mit seiner markaten Form nicht zu übersehen. Am beeindruckendsten wirkte es in der blauen Stunde vom Strand aus betrachtet, wenngleich es aus dieser Entfernung winzig aussah.

Am Strand stehen viele Touristen und machen Fotos vom Burj al Arab.

Burj al Arab – eines der luxuriösesten Hotels der Welt und mit 321 m auch das vierthöchste Hotelgebäude.

Jumeirah Beach – Gold glänzt

Eines der teuersten Viertel in Dubai ist das Gebiet am Jumeirah Beach. Hier habe ich mich ein wenig umgesehen und wunderschöne Villen bemerkt. Die Emirati setzen locker noch einmal ein i-Punkt auf den ohnehin allseits zur Schau gestellten Reichtum. Die lässig am Straßenrand geparkten Luxusautos begeistern jeden Fan schneller PS. Jedwedes Villenviertel in Deutschland verblasst ein wenig.

Viele bunte Gewürze an einem Stand auf dem Souk.

Gewürze auf dem Souk.

Dubai Creek und Goldmarkt

Unbedingt sollte man sich den alten Souk am Dubai Creek ansehen. Und natürlich den Goldsouk. Ersterer verbreitet ein wunderbares Flair. Gewürzhändler, Sisha-Stände, ein weitschweifendes Angebot verschiedener Weihraucharten sowie Händler, die arabische Mode anbieten, stellen nur eine kleine Auswahl der feil gebotenen arabischen Produkte dar. Daneben gibt es eine reichliche Auswahl an Touristen-Nippes. Auch die Souk-Händler haben das Potenzial der westlichen Gäste erkannt. Natürlich gibt es keine festen Preise, das heißt man sollte auf jeden Fall handeln. Arabische Soukhändler feilschen sehr geschickt und sind zudem ausdauernd. Allein für den Kauf von Safran habe ich über eine halbe Stunde benötigt und letztlich zusätzlich schmackhafte Datteln mitgenommen. Übervorteilt wird man als Westler ohnehin – aus Sicht der Händler. Aus eigener Sicht hat man aufgrund des günstigen Tauschkurses von arabischen Dirham zu Euro immer noch einen hervorragenden Kauf getätigt. Und so sind am Ende alle zufrieden.

Souk - hier bekommt man so ziemlich alles und vor allem viel Touristen-Neppes. Die Farben der Vereinigten Arabischen Emirate - Rot, Weiß, Grün, Schwarz - sind ebenso allgegewärtig wie die Portraits der Herrscherfamilie.

Souk – hier bekommt man so ziemlich alles und vor allem viel Touristen-Neppes. Die Farben der Vereinigten Arabischen Emirate – Rot, Weiß, Grün, Schwarz – sind ebenso allgegewärtig wie die Portraits der Herrscherfamilie.

Der Goldsouk ist etwas, das man in Dubai unbedingt gesehen haben muss. Ein überdachter, alter Basar mit einer riesigen Ansammlung von Goldhändlern und Juweliergeschäften. Die angebotenen Schmuckstücke entsprechen nicht unbedingt europäischen Geschmack sondern sind arabisch opulent. Nicht weniger ist mehr, sondern mehr ist mehr. Und das heißt vor allem viel, viel Gold! Man kommt aus dem Staunen nicht heraus. Ich habe hier mehr als eine Stunde nur mit Schauen zugebracht. Auch hier gilt, dass gefeilscht wird. Aber Achtung: Speziell hier und am Dubai Creek Souk sind viele Taschendiebe unterwegs, da sich hier überdurchschnittlich viele Touristen aufhalten!

Ein Schaufenster mit reichlich protzigem Goldschmuck.

Schaufenster auf dem Gold-Souk in Dubai. Der angebotene Schmuck war zum großen Teil aus europäischer Sicher sehr opulent.

Datteln – Take as much as you can!

Die Datteln, die man in der Wüstenstadt bekommt sind ein Traum! Mit den in Deutschland angebotenen verlederten und harten Früchten haben sie nichts zu tun. Sie sind in Dubai wunderbar weich mit einem unvergleichlichen Aroma. Und dazu noch spottbillig. Soviel wie ich konnte, habe ich im Koffer mit nach Hause genommen. Dazu gibt es noch eine große Vielfalt, sodass man sich kaum entscheiden kann.

Zwei Umkleiden am Strand in Dubai: Die eine mit einer rosa Fahne auf dem Dach, die andere mit einer blauen.

Getrennte Umkleidekabinen für Damen und Herren am Strand von Dubai. Einer der wenigen Strände, an dem überhaupt gemischtes Baden zu beobachten war. Meistens gibt es getrennte Badezeiten für Männer und Frauen, wie es auch in den Parkt separierte Öffnungszeiten gibt.

Arabisches, soziales Flair in der Wüstenmetropole

Bei aller Offenheit, die in Dubai propagiert wird, merkt man doch deutlich, dass es sich um eine arabisch-islamische Kultur handelt. Es herrscht vielerorts eine Trennung von Männern und Frauen. Es gibt getrennte Kinosäle, getrennte Besuchzeiten der Parks und Strände und sicher noch einiges mehr, was mir in der kurzen Zeit nicht aufgefallen ist. Wenige Frauen habe ich am Steuer eines Fahrzeuges gesehen.

Arabische Mode

Und die meisten Frauen tragen mindestens ein Kopftuch, häufiger noch eine so genannte Abaja. Die Abaja ist das schwarze Gewand, welches die Körperformen der Frau verschleiern soll. Sehr oft habe ich sogar die Vollverschleierung in verschiedenen Ausprägungen gesehen: Sowohl Schleier, die das Gesicht bedecken sind üblich, wie auch diverse starre Masken, die die Nasen- und Mundpartie der Frauen verdecken. Viele jüngere Frauen und Mädchen spielen ein wenig mit dieser traditionellen Bekleidung, in dem sie die Abajas unten ein wenig offen lassen, sodass High Heels sichtbar sind. In einem Einkaufszentrum der Nachbarstadt Abu Dhabi habe ich mehrere Geschäfte entdeckt, die diese traditionelle Bekleidung anbieten: Teuer! Unscheinbar, aber richtig preisintensiv.

Deutlich spürbar – Eine Macho-Gesellschaft

Als Frau ist man in Dubai wenig wert. Das Flair legt sich nach kurzer Zeit, ob man will oder nicht, über das eigene Gemüt. Der Guide, den wir für eine Stadttour gebucht hatten, war nach eigener Aussage nicht konservativ, aber hatte mir doch im Vorfeld sehr empfohlen, modisch ein wenig angepasst herum zulaufen und auf westliche, enge Shirts und sehr kurze Hosen zu verzichten. Selbst so gekleidet, wird man hin und wieder seltsam beäugt.

Männer erwarten von Frauen offensichtlich, dass diese ihnen zu jeder Zeit vollständig ausweichen. Das schlussfolgere ich jedenfalls aus meinem Besuch eines Einkaufszentrums: Dort bin ich beinah umgerannt worden. The man is the king – denkt man wohl nicht nur in Dubai, sondern lebt das auch aus. Grüppchen von bis zu vier verschleierten Frauen mit einem Mann sieht man häufiger: Das ist eine Familie, d.h. Mann mit vier Ehefrauen. Mehr sind nicht gestattet.

Aus westlicher und femininer Sicht wirkte die Gesellschaft auf mich sehr eingeschränkt.

Westeuropäische Touristen in Dubai

An bestimmte Konventionen sollte man sich wie immer einfach halten. So dürfen Frauen die islamischen Moscheen nur mit Kopfbedeckung besuchen. Schuhe müssen sowohl von Männern als auch von Frauen abgelegt werden. Dazu gibt es extra Schuhregale vor dem Eingang. Es ist auch durchaus empfehlenswert nicht die allerkürzesten Hotpants anzuziehen, sondern sich auch modisch ein wenig bedeckter und korrekter zu halten. Ich habe dort niemanden im Ballermann-Look gesehen!

Von der Decke eines überdachten Basars hängt Weihnachtsschmuck.

Ein überdachter Basar in Dubai mit Weihnachtsdekoration: Dubai Creek.

Last but not least – Ein wenig Weihnachten in Dubai

Wie war ich überrascht, als ich inmitten von Palmen und arabischen Souks am Dubai Creek diesen winzigen Weihnachtsmarkt entdeckte. Es wirkt etwas grotesk in dieser Umgebung und der “Schnee” auf den Dächern war garantiert echte Kunstwatte.

Wasser und Benzin

Ein Wort noch zum Wasser in Dubai: Es ist mit etwa 0,40 EUR/Liter teurer als Benzin! Ein kostbares Gut in der Wüste. Trotzdem verwendet das Emirat tausende von Litern, um die Grünanlagen und Palmen der Stadt zu wässern.

Benzin ist dagegen fast umsonst zu bekommen. Aber nun ist Öl in dieser Region auch die Basis des Reichtums und Luxus. Als ich im Dezember 2012 in Dubai war, lag der Literpreis für Benzin bei umgerechnet etwa 0,35 EUR.

Stipvisite in die Wüste nach Bahrain

Wüste ist langweilig. Das wusste ich vorher nicht und hatte mich für einen Kurztrip nach Manama, der Hauptstadt Bahrains mit einer Tour in die Wüste sowie dem Besuch einer Kamelfarm entschieden.

Manama – Nichts los

Die Stadt ist vergleichsweise tot, verglichen mit Dubai, Abu Dhabi und Maskat. Die US-Amerikaner betreiben in Manama eine Militärbasis und auch sonst ist die Stadt einfach nur grau und staubig. Angeblich fand Michael Jackson es fantastisch hier, darauf legte mein Guide viel Wert, aber das Faszinierende hat sich mir nicht offenbart. Die Stadt wirkt unfertig wie eine große Baustelle. Vielleicht hat sich seit 2012 einiges verändert?

Die Wüste in Bahrain – Grauer Staub und Ölfelder

CIMG5021

Selten war für mich eine Tour so uninteressant: Die Wüste ist grau, braun und besteht aus staubigem Sand. Desöfteren sieht man die so genannten Donkeys: Die Ölpumpen sowie diverse Pipelines. Dazwischen campen Araber, weil sie das Beduinen-Feeling wieder erleben möchten. Man sieht also klassische Beduinenzelte und daneben die obgliatorischen SUVs. Selbst der angeblich älteste Baum der Welt konnte meine schwinde Begeisterung nicht mehr wecken.

Die königliche Kamelfarm

Das war wahrhaftig sehr neu und spannend für mich! Daneben lag zwar ein Vollblutarabergestüt, welches ich viel lieber besichtigt hätte. Aber als Tourist darf man die königlichen Ställe nicht ansehen; diese werden sogar geradezu rigoros abgeschirmt! Die Kamele gehörten jedenfalls auch alle dem König Hamad bin Isa al Chalifa, was an dem Brandzeichen ersichtlich ist. Das wird offenbar anders als bei der Reitpferdezucht in Deutschland zur Kennzeichnung der Rasse, immer noch als Eigentumszeichen verwendet.

CIMG5035

Die Kamele waren nett. Und sie waren gehobbelt, d.h. mit Fußfesseln versehen und zusätzlich angebunden. Im Schatten und mit frischen Grünfutter versehen, fühlten sie sich scheinbar ganz wohl. Außerdem gab es jede Menge Pfleger, die sie nicht aus den Augen ließen. Aber Kamele sind in Arabien auch etwas Besonderes und Statussymbol. Wir durften die Viecher auch anfassen, sie sind relativ borstig und stinken vor allem ziemlich! Außerdem sabbern sie ein wenig durch die leicht gespaltene Oberlippe und die eigenartigen Zähne. Als liebenswerte Nettigkeit hat mich eines der Kamele dann angesabbert.

Video Moschee in Dubai

Zum Anschauen einfach auf das Bild klicken.

Kurzbesuch in Maskat im Oman

Maskat ist einen Besuch wert! Die Hauptstadt des Oman ist wunderbar orientalisch. Speziell der Souk in der Sichtweite des Hafens ist noch relativ unverdorben und bietet ein unvergleichliches Erlebnis. Allerdings sollte man mit intensivem Weihrauchgeruch gut zurecht kommen: Weihrauch ist eine der wichtigsten Waren auf diesem Souk und dementsprechend sind die verwinkelten Gässchen des weitläufigen Souks sehr verräuchert. Ein guter Orientierungssinn ist sehr hilfreich in diesem Basar. Das Angebot, speziell an Gewürzen ist überwältigend. Maskat ist eine relativ grüne Wüstenstadt und hat zudem eine Art Altstadt. Es ist weniger eine Wolkenkratzermetropole als Dubai und Abu Dhabi.

In Maskat habe ich noch die Große Sultan-Qabus-Moschee besichtigt, die wie aus 1001 Nacht wirkt. Der Marmor um die Moschee ist wunderbar kühl trotz der Hitze, sodass man bequem wie gewünscht barfuss laufen kann. Sultan Qabab hat den Bau der Moschee 1992 angeordnet und nur neun Jahre später eingeweiht. Die große Gebetshalle der Männer beherbergt einen fantastischen orientalischen Kronleuchter sowie einen gigantischen Teppich aus dem Iran.

Eine Besichtigung kann ich nur empfehlen!

Sehenswert ist auch der Qaṣr al-ʿalam oder auch Flaggenpalast in Maskat. Der Palast aus den 1970ern dient heute repräsentativen Zwecken.

Dubai bei Nacht, vom Burj Khalifa aus gesehen.

Blick vom Burj Khalifa, dem höchsten Gebäude der Welt, auf das nächtliche Dubai. Höhe des Wolkenkratzers: 828 m, fertiggestellt 2010. Die Tour lohnt sich nicht, da man sehr lange ansteht, inkl. eine ausführlichen Security Checks, um zu den Aufzügen zu gelangen. Oben angekommen (die Aussichtsplattform ist nicht an der Spitze des Wolkenkratzers!), wird man in einer Menschenmasse einmal herum geschoben und wartet dann etwa 1 Stunde an den Aufzügen, um wieder herunter zu kommen. Es gibt Toiletten auf der Plattform, die innenliegend und vollständig verglast ist. Außerdem existiert eine außenliegende Terrasse.

Fazit zu meiner Orienttour im Dezember 2012

Insgesamt habe ich auf der Tour zwei der sieben Emirate der Vereinigten Arabischen Emirate besucht: Dubai und Abu Dhabi. Beide ähnelten sich als luxuriöse Wolkenkratzer-Metropolen. Zusätzlich war ich noch in Maskat, Hauptstadt des Sultanats Oman am Golf von Oman und im Königreich Bahrain. Diese beiden Trips unterschieden sich deutlich von den ersten. Um einige der Gegensätze am Persischen Golf zu erfahren, war diese Zusammenstellung optimal. Insgesamt bekommt man so einen spannenden ersten Einblick in die arabische, muslimische Welt. Es war eine interessante Erfahrung, wenngleich ich zugebe, dass ich von der patriachalischen Atmosphäre nicht begeistert bin und den Besuch auf der Arabischen Halbinsel so schnell nicht wiederhole. Mit einer Ausnahme: Maskat im Oman werde ich irgendwann bestimmt noch einmal anvisieren!