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Wenn du dich fragen solltest: Gibt es in Seoul etwas Interessantes anzusehen?, dann kann ich dich beruhigen. Eines der Highlights von Seoul sind die 4 königlichen Paläste die sich im Norden der Stadt befinden. Dazu kommt noch ein königlicher Schrein, der aber nur an bestimmten Wochentagen geöffnet ist. Alles was du zu den Palästen und dem Schrein für deinen Besuch wissen solltest, verrate ich dir in diesem Beitrag.

Falls du dich fragen solltest, wie lange du in Seoul bleiben sollst, kann ich dir jetzt schon eine Antwort darauf liefern. Verbringe in der Stadt mindestens 5 Tage, wobei ein Tag davon ein Samstag sein muss. Anschließend nimm dir an jeden dieser Tage einen der Paläste vor, nicht mehr! Denn was du hier zu sehen bekommst ist zum Teil so groß und umfangreich, dass man dies erstmal alles verarbeiten muss.

Video Seoul

Unbenutztes Tor im Gyeongbok Palast

In allen Palästen wirst du viele Tore finden, zum Teil auch heute unbenutzt wie dieses hier im Gyeongbok Palast

Mein Hinweis: In dem folgenden Beitrag wirst du die Paläste in 2 Schreibweisen sehen. Hierbei solltest du wissen, dass die Endung “-gung” im Koreanischen “Palast” heißt. Deswegen verwende ich entweder Changdeokgung oder Changdeok Palast.

Es gibt in Seoul 4 Palastanlagen, von denen der Gyeongbokgung und der Changdeokgung so groß ist, dass du für diese rund 4 Stunden pro Palast einplanen musst. Für den Changgyeonggung brauchst du ungefähr 2 Stunden. Und für den Deoksugung und Jongmyo Schrein jeweils mindestens 1 Stunde. Hier mal alle Infos in einer Kurzübersicht:

Vorplatz der Geunjeongjeon Hall im Gyeongbok Palast

Ebenfalls ein Merkmal der Paläste sind deren großen Vorplätze vor dem Thronsaal wir hier im Gyeongbok Palast

Benötigte Zeit Eintrittspreis geöffnet
Gyeongbok Palast min. 4 Stunden 3.000 Won Mo. & Mi. – So.
Changdeok Palast min. 4 Stunden 8.000 Won Di. – So.
Changgyeong Palast ca. 2 Stunden 1.000 Won Di. – So.
Deoksu Palast ca. 1 Stunde 1.000 Won Di. – So.
Jongmyo Schrein min. 1 Stunde 1.000 Won Sa.

Mein Hinweis: Bis du von Mittwoch bis einschließlich Sonntag in Seoul, brauchst du nur den Samstag für den Jongmyo Schrein fest verplanen. Sobald du an einem Montag oder Dienstag in Seoul bist, solltest du darauf achten, welcher von den Palästen an diesem Tag geschlossen ist.

Blick auf den N-Seoul Tower vom Changgyeong Palast

Von vielen Palästen hast du zudem heute immer mal wieder einen Blick auf den N-Seoul Tower wie hier vom Changgyeong Palast

Gyeongbok Palast (Gyeongbokgung)

Geöffnet: Montag & Mittwoch – Sonntag
Geschlossen am: Dienstag
Öffnungszeiten: 09:00 – 18:00 (Wintermonate 09:00 – 17:00)
Eintrittspreis: 3.000 Won (Kinder: 1.500 Won)
Geunjeongjeon Hall - Thronsaal - im Gyeongbokgung

Eines der Highlights ist der Thronsaal im Gyeongbok Palast

Der Gyeongbok Palast ist der älteste Palast in Seoul und wurde ursprünglich 1395 errichtet. 1592 erfolgte die erste Zerstörung des Palastes durch die japanische Invasion. Danach bauten die Koreaner diesen erst um 1867 wieder auf. 1915 erfolgte die 2. Zerstörung des Palastes durch die japanische Besetzung der koreanischen Halbinsel. Und erst 1990 fand der Wiederaufbau des Palastes statt, so dass du einen Palast sehen wirst, der sich in einem sehr guten Zustand befindet.

Für den Gyeongbok Palast gibt es 3 Eingänge. Der Haupteingang im Süden, das Gwanghwamun Gate, ein Eingang im Norden beim Sinmumun Gate, und einen weiteren Eingang im Osten bei der Pagode des National Folk Museums.

Gwanghwamun Gate des Gyeongbok Palast in Seoul

Wenn du den Palast besuchst gehe durch das Gwanghwamun Tor

Mein Tipp: Ich empfehle dir den Eingang Gwanghwamun Gate. Fahre hierzu mit der Subway Linie 5 (lila Linie) bis zur Gwanghwamun Station und verlasse die Station am Ausgang 9. Anschließend laufe die breite Promenade zum Tor, damit du dir auf dem Weg dorthin auch die Statuen ansehen kannst, die sich auf der Promenade, dem Gwanghwamun Square, befinden.

Plane für die Besichtigung des Palastes rund 3 Stunden ein. Willst du dir anschließend das National Folk Museum ansehen, dann plane dafür noch einmal rund 2 Stunden. Solltest du zudem an einem sonnigen Tag den Palast besuchen, was ich dir empfehlen kann, dann nimm ausreichend zu Trinken mit und vor allem Sonnenschutz, da du hier viel unter freiem Himmel laufen wirst.

Gyeonghoeru Pavilion im Gyeongbokgung

Im Gyeonghoeru Pavilion fanden früher viele Feste statt.

Sehenswertes im Gyeongbokgung

Um es gleich vorweg zu nehmen, das Gelände des Gyeongbokgung ist wirklich riesig. Du kannst hier problemlos mehrer Stunden verbringen wenn du dir alles in Ruhe ansehen möchtest. Wenn du durch das Gwanghwamun Gate wirst du als Nächstes den großen Platz zum Thronsaal überqueren, der Geunjeongjeon Hall.

Gleich dahinter befinden 3 weitere Gebäude, eine Beratungshalle sowie die Unterkünfte des Königs und der Königin. In den Gebäude die sich rechterhand von hier aus befinden befand sich früher die königliche Küche (Sojubang Kitchen). Zudem wohnte in einem der Gebäude der Prinz.

Unterkünfte des Königs und der Königin im Gyeongbokgung

Die Unterkünfte des Königs und der Königin findest du hinter dem Thronsaal

Gehst du von dem Thronsaal nach links durch die Mauer, kommst du zu dem einzigen Gebäude auf dem Gelände, welches durch die Japaner nicht zerstört wurde, der Sujeongjeon Hall. Hier kannst du dir zudem den Gyeonghoeru Pavilion ansehen, in dem früher verschiedene königliche Banketts und religiöse Rituale durchgeführt wurden. Heute ist dieser Bereich ein beliebter Spot beim jährlichen Laternenfest.

Läufst du von hier aus nach Norden kommst du zu mehreren Gebäuden die zum Taewonjeon Schrein gehören. Hier wurden 1890 die Überreste der Königinnen aufbewahrt. Das Gebiet wird von den meisten Besuchern aber gar nicht beachtet, da es etwas abseits liegt. obwohl sich direkt daneben gleich der Nordeingang des Gyeongbokgung, das Sinmumun Gate befindet.

Königliche Bibliothek -Jibokjae Hall - im Gyeongbokgung

Im Gyeongbokgung gab es auch ein königliche Bibliothek

Rechts neben dem Sinmumun Gate kannst du dir die königliche Bibliothek ansehen, die Jibokjae Hall. Das Gebäude daneben, der Geoncheonggung Palast wurde von der Königin genutzt, die hier 1895 von japanischen Assassins ermordet wurde. Südlich davon kannst du dir einen weiteren Pavillon, den Hyangwonjeong Pavillon ansehen.

Verlässt du jetzt das Gebiet des Palastes in Richtung der Pagode des National Folk Museum, kannst du dir im Außenbereich kostenfrei noch ein paar Gebäude ansehen, in welchem du die Entwicklung von Korea im Groben nachvollziehen kannst. Hier gibt es auch eine nachgebaute Shoppingstraße aus dem 20ern des letzten Jahrhunderts.

Nachgebaute Shoppingstreet um 1920 im Gyeongbok Palast

Auf dem Gelände des Gyeongbok Palast findest du auch eine nachgebaute Shoppingstreet aus dem Jahr 1920

Changdeok Palast (Changdeokgung) inkl. Secret Garden

Geöffnet: Dienstag – Sonntag
Geschlossen am: Montag
Öffnungszeiten: 09:00 – 18:00 (Wintermonate 09:00 – 17:00)
Eintrittspreis: 3.000 Won (Kinder: 1.500 Won)
Secret Garden: 5.000 Won (Kinder: 2.500 Won)
Alte Verwaltungsgebäude im Changdeokgung

Bei den alten Verwaltungsgebäuden sind die Gassen sehr verwinkelt.

1405 erbaute man den Changdeok Palast, als 2. Palast neben dem Gyeongbok Palast. Nachdem beide Paläste während der 1. japanischen Invasion zerstört wurden, wurde der Changdeokgung 1610 wieder aufgebaut. Anschließend war dieser Palast der Hauptpalast an dem sich im Hinterland der Secret Garden sowie rechter Hand der Changgyeong Palast anschließt.

Für die Besichtigung des Palastes solltest du ebenfalls rund 4 Stunden einplanen. Gehe hierbei wie folgt vor. Kaufe dir zuerst das Ticket nur für den Palast, auch wenn dir am Eingang bereits ein Kombiticket für den Palast und den Secret Garden angeboten wird. Besichtige anschließend den Palast in Ruhe. Wenn du fertig bist gehst du zu dem Kassenhäuschen beim Eingang des Secret Garden. Hier kannst du dir dann das Einzelticket für den Park holen. Weitere Infos hierzu findest du im Abschnitt zum Secret Garden weiter unten

Tor Donhwamun im Changdeok Palast

Durch das Donhwamun Tor kommen die meisten Besucher in den Changdeok Palast

Für den Changdeok Palast solltest du rund 2 Stunden einplanen, wobei du auch die umliegenden Gebäude dir unbedingt ansehen solltest. Das Gelände erstreckt sich von Westen nach Osten, und verläuft unterhalb des Zugangs zum Secret Garden.

Mein Hinweis: 2019 begann man hier mit einer AR (Augmented Reality) Schnitzeljagd. Hierzu konnte man sich Smartphones ausleihen und musste mit diesen anschließend verschiedene Punkte in dem Palast entdecken. Über das Smartphone wurde die Punkte per AR abgehakt, wenn man sich an diesen befand. Das Ganze befand sich noch in der Pilotphase, hat aber bereits da schon Spaß gemacht.

Thronsaal mit AR Spot im Changdeok Palast

2019 gab es die erste AR Tour im Changdeok Palast mit Spots wie hier vor dem Thronsaal

Sehenswertes im Changdeokgung

Den Palast betrittst du auch hier durch ein imposantes Tor, das Donhwamun. Der anschließende Mittelpunkt des Changdeokgung ist natürlich auch hier der Thronsaal (Injeongjeon). Diesen findest du, wie bei den Palästen üblich, bei dem großen Platz, hier in der Mitte der Anlage.

Dahinter und links davon gibt es mehrere Gebäude mit sehr engen Gassen, die du dir unbedingt ansehen solltest. Dabei handelt es sich um Verwaltungsgebäude sowie den alten königlichen Schrein. Es macht Spaß die Gassen zu erkunden, zumal durch die vielen verschiedenen Wege man das Gefühl hat, dass es hier kaum Touristen gibt.

Thronsaal - Injeongjeon - im Changdeokgung

Der Thronsaal im Changdeokgung ist wie auch in anderen Palästen prunkvoll ausgestattet

Rechts von dem Thronsaal, wenn du durch das Tor gehst, kommst du zu den königlichen Gemächern des König und der Königin. In einem der Gebäude siehst du alte Einrichtungsgegenstände aus der Zeit der Öffnung Koreas zum Westen. Zudem kannst du dir hier das Prinzip altertümlicher Fußbodenheizungen ansehen. Schaue dir dazu mal die Öfen unter den Gebäuden an, welche sich seitlich an den Gebäuden befinden.

Folgst du den Weg rechts hinab, kommst du zu einem weiteren Gebäudekomplex. Hierbei handelt es sich um ein Areal, welches der König für eine seiner Konkubinen erbauen ließ, die ihn wirklich liebte und nicht nur diente.

Gartenanlage hinter den königlichen Gemächern im Changdeokgung

Die Gartenanlage des Secret Garden begann gleich hinter den königlichen Gemächern

Secret Garden

Hast du dir den Palast in Ruhe angesehen, gehe nun zu dem Kassenhäuschen am Eingang des Secret Garden. Diesen kannst du nur in Verbindung mit einem Guide besuchen. Hierfür musst du dir ein Ticket kaufen, mit dem du zu einer bestimmten Zeit in den Garten kannst. Englischsprachige Touren finden dabei 3x täglich statt, jeweils um 10:30, 11:30 und 14:30 Uhr.Allerdings habe ich das Gefühl gehabt, dass sich niemand dafür interessiert ob du den Guide auch wirklich brauchst.

Fotografin vor blühendem Baum im Secret Garden des Changdeokgun

Eines der beliebtesten Motive im Secret Garden sind die blühenden Bäume.

Mein Tipp: Wenn du auf den Guide verzichten kannst, hol dir einfach ein Ticket für den nächsten Einlass, der aller halben Stunden für eine begrenzte Personenzahl möglich ist. Wenn die Zeit für deine Tour ran ist, gehe mit dem Zeitticket durch den Einlass, warte dahinter 1 bis 2 Minuten und danach mache dich auf den Weg in den Garten. Jetzt kannst du diesen alleine erkunden und dir hier soviel Zeit lassen wie du möchtest.

Secret Garden beim Changdeokgung Palace in Seoul

Überall im Secret Garden findest du schöne Spots und hervorragende Fotomotive.

Der Garten wurde ursprünglich für die königliche Familie angelegt, damit diese sich entspannen konnten. Deswegen findest du in dem Garten auch viele Pavillons, umgeben von kleinen Seen. Der Secret Garten ist dabei von der Fläche etwas größer als die Gesamtfläche des Palastes, weswegen du hier noch mal ordentlich laufen darfst.

Wenn du den Garten erkundest, wirst du auch die Kuppel eines großen Gewächshauses, dem Great Greenhouse, sehen. An dieses kommst du aber nicht durch den Secret Garden ran. Hierzu musst du den Changgyeong Palast besuchen.

Pavillons im Secret Garden des Changdeok Palast

Ebenfalls überall verstreut sind hier Pavillons vor denen sich Besucher fotografieren lassen

Changgyeong Palast (Changgyeonggung)

Geöffnet: Dienstag – Sonntag
Geschlossen am: Montag
Öffnungszeiten: 09:00 – 18:00 (Wintermonate 09:00 – 17:00)
Eintrittspreis: 1.000 Won (Kinder: 500 Won)
Haupttor - Honghwamun des Changgyeonggung

Die wenigsten Besucher kommen zum Changgyeong Palast durch das Haupttor

Der Changgyeong Palast liegt direkt neben dem Changdeok Palast. Du kannst ihn von dem Changdeok Palast aus betreten. Oder Alternativ über dessen Haupttor auf der östlichen Seite des Geländes. Für diesen Palast solltest du rund 2 Stunden einplanen, da er ebenfalls über eine größere Fläche verfügt.

Mein Hinweis: Hast du nur wenige Tage Zeit in Seoul, kannst du dir den Changgyeong Palast auch zusammen mit dem Changdeok Palast ansehen. Dann besuche zuerst den Changdeok Palast und den Secret Garden und wechsle anschließend vom Eingang des Secret Garden zum Changgyeong Palast. Beide Eingänge befinden sich gleich nebeneinander.

Wohnhäuser für Königin und Prinzessin im Changgyeong Palast

In diesen Häusern wohnten einmal die Königinnen und Prinzessinnen

Sehenswertes im Changgyeonggung

Wenn du dir den Changgyeong Palast ansiehst wirst du feststellen, dass er zwar über ein größeres Gelände verfügt, aber die Palastanlagen eher klein sind. Dies liegt daran, dass dieser Palast vor allem von den älteren Familienmitgliedern der königlichen Familie genutzt wurden.

Betrittst du den Changgyeong Palast durch das Haupttor (Honghwamun) wirst du auf einen größeren Platz kommen, über den du direkt zur Thronhalle (Myeongjeongjeon) gelangst. Gleich dahinter befinden sich 2 weitere kleine Hallen, die Beraterhalle (Munjeongjeong) sowie eine Diskussionshalle für Staatsangelegenheiten (Sungmun-dang).

Verkleidete Touristen beim Fotosession im Changgyeong Palast

Verkleidete Touristen lassen sich besonders gerne auf der Steintreppe im Changgyeong Palast fotografieren

Hinter diesem Hauptbereich wirst du weiter Gebäude sehen, die begrenzt werden durch eine größere Freitreppe. Die interessantesten beiden Gebäude befinden sich direkt unterhalb der Treppe. In diesen (Gyeongchunjeon & Jipbokheon) wohnten die Königin, die Prinzessinnen und deren Konkubinen. Deswegen sind diese Gebäude auch ein beliebter Fotospot für verkleidete Touristen.

Folgst du den Wegen in den Norden der Anlage kommst du an einen großen See (Chundangji). Dieser, und die Anlagen dahinter, wurden erst durch die Japaner nach der Besetzung der koreanischen Halbinsel um 1900 angelegt. Sie bauten hier das erste moderne Gewächshaus in Korea, das Great Greenhouse. Gleich daneben legten sie noch einen kleinen botanischen Garten an.

Gewächshaus im Changgyeonggung

Von den Japanern wurde das erste moderne Gewächshaus von Korea im Changgyeong Palast erbaut

Deoksu Palast (Deoksugung)

Geöffnet: Dienstag – Sonntag
Geschlossen am: Montag
Öffnungszeiten: 09:00 – 21:00
Eintrittspreis: 1.000 Won (Kinder: 500 Won)
Eingangstor zum Deoksu Palast

Der Haupteingang zum Deoksu Palast findest du bei der City Hall in Seoul

Der Deoksu Palast liegt etwas abseits von den anderen 3 Palästen und dem Schrein. Du findest diesen gleich neben der City Hall, also südlich vom Gyeongbok Palast. Der Palast ist um einiges kleiner als die anderen. Dafür siehst du in diesem am Besten, wie sich Korea nach der Öffnung zum Westen baulich veränderte. In keinem anderem Palast wirst du mehr Gebäude im westlichen Stil sehen.

Erbaut wurden die älteren Teile des Palastes um 1392. Während der 1. japanischen Invasion wurde der Palast umbenannt in Jeongneungdong (Vorrübergehender Palast). Nach dem Ende der japanischen Invasion wurde er erneut umbenannt in Gyeongungung und erhielt erst 1907 seinen ursprünglichen Namen Deoksugung zurück

Seokjojeon Hall im Deoksugung

Im Deoksu Palast findest du die ersten modernen Gebäude nach der Öffnung von Korea.

Der Palast dient seit Beginn eher repräsentativen Zwecken. Hier gab es Empfänge internationaler Delegationen. Genutzt wurde der Palast vor allem vom bedeutendsten König von Korea in der Neuzeit, Gojong. Dieser erklärte 1876 die Öffnung von Korea und rief 1897 auch das Kaiserreich mit ihm als selbsternannten Kaiser aus.

Von 1907 bis zu seinem Tod 1919 nutze Gojong dann den Palast als Wohnort. Die Hallen hinter der großen Haupthalle wurden dementsprechend umgebaut. Der Palast ist deswegen auch bei den Koreanern so bekannt, da der Kaiser Gojong auch hier verstarb.

Haupthalle im Deoksu Palast

Natürlich gibt es hier auch eine Haupthalle, einen Thronsaal aus früheren Zeiten.

Sehenswertes im Deoksugung

Wie bereits erwähnt ist das Gelände überschaubar. Viele der alten Gebäude, die du hier siehst, wirst du auch in den anderen Palästen in ähnlicher aber größerem Ausmaß vorfinden. Was du nur hier dagegen sehen wirst, sind folgende Sachen:

  • Seokjojeon Hall: Ein großes Gebäude, welches sich im Westen befindet und an ein westliches Parlamentsgebäude erinnert. In diesem Gebäude befanden sich die modernen Unterkünfte des Königs.
  • Jeonggwanheon Hall: Ein Pavillon der von einem russischen Architekten erdacht wurde. Mit diesem Pavillon sollte die Metamorphose von dem Alten zu dem Neuen dargestellt werden.
  • Garten im westlichen Stil: In dem Palast kannst du dir auch einen kleinen Garten im westlichen Stil mit einem Springbrunnen ansehen. Dies war der Erste seiner Art in Korea.
Jeonggwanheon Hall im Deoksugung

Dieser Pavillon soll die Metamorphose von dem Alten zu dem Neuen zeigen.

Jongmyo Schrein

Geöffnet am: Samstag
Geschlossen am: Montag – Freitag & Sonntag (nur mit Führung)
Öffnungszeiten: 09:00 – 17:30
Eintrittspreis: 1.000 Won (Kinder: 500 Won)
Außenseite einer Halle im Jongmyo Schrein

Die beiden großen Hallen im Jongmyo Schrein kannst du von vielen Seiten betreten.

Der bedeutendste Schrein befindet sich genau südlich der 2 Paläste, die nach der 1. japanischen Invasion aktiv genutzt wurden, dem Changdeok Palast und dem Changgyeong Palast. Ursprünglich konnte man auf kurzem Wege zwischen den Palästen und dem Schrein wechseln. Ein Tor, welches sich im Norden des Schreingelände befindet, zeugt heute noch davon.

Mein Hinweis: Willst du dir den Schrein mit seinem großem Gelände heute ansehen musst du dafür durch das Südtor. Beachte hierbei, dass du den Schrein du nur an einem Samstag ohne Führung besichtigen darfst. Dies würde ich dir auch empfehlen, da du so auf eigener Faust alles erkunden kannst. Auf dem Gelände findest du hierfür überall Infotafeln in Englisch.

Platz mit Ahnenkammern im Jongmyo Schrein

In den Hallen befinden sich die Ahnenkammern mit Tafeln der ehemaligen Könige von Korea.

Bei den Koreanern hat der Jongmyo Schrein eine sehr wichtige Bedeutung, denn hier werden die verstorbenen Könige und Königinnen von Korea geehrt, welche nicht unehrenhaft entlassen wurden. Hierzu findest du auf dem Gelände 2 größere Hallen in denen sich heute insgesamt 35 Ahnenkammern befinden. Diese Kammern enthalten Ahnentafeln, welche an die Könige und deren Frauen von Korea erinnern.

Als wichtiger Termin wäre noch der 1. Sonntag im Mai zu nennen. Dann findet in dem Schrein ein Ritual zur Ahnenverehrung statt, welches in dieser Form seit dem 15. Jahrhundert begangen wird. Solltest du zu dieser Zeit in Korea sein, dann plane dir den Tag fest ein.

Eingang zum Jongmyo Schrein

In den Jongmyo Schrein kommst du nur durch diesen Eingang.