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Im Zentrum von Teneriffa gibt es neben dem Nationalpark ein paar weitere Highlights, welche du dir ebenfalls alle problemlos an einem Tag ansehen kannst. Allerdings solltest du von dem Nationalpark nicht mehr erwarten, als von dem Nationalpark des Teide auf Teneriffa oder dem Nationalpark von Gran Canaria. Der Nationalpark Timanfaya auf Lanzarote ist im Verhältnis zu den anderen Beiden um einiges kleiner.

Die Tour startet am nördlichen Ende von Yaiza und führt von Süden in den Nationalpark Timanfaya hinein. Anschließend geht es durch den Nationalpark hinauf nach Norden zu der Gemeinde Tequise. Von dort aus führt der Weg nach Osten zum Wohnhaus von Cesar Manrique. Und von da aus erneut nach Süden durch das Weinanbaugebiet La Geria zurück zum Ausgangspunkt.

Du kannst die Rundtour an jedem beliebigen Punkt starten, je nachdem wo du in der Nähe übernachtest. Danach folge einfach den Punkten und fahre diese gemütlich ab. Für die gesamte Tour wirst du rund 4 bis 5 Stunden brauchen. An Tagen an denen viel los ist, vielleicht eine Stunde länger.

Auf einem Dromedar durch Timanfaya

Sobald du den Nationalpark vom Süden aus befahren hast, wirst du nach wenigen Minuten links jede Menge Dromedare liegen sehen. Gleich in der Nähe befindet sich auch die Einfahrt zum Infozentrum des Nationalparks und natürlich der Dromedarkarawane.

Im Infozentrum erfährst du eine Menge Infos darüber wie die Lanzaroter die Dromedare früher nutzten um Ackerbau zu betreiben. Hier erfährst du auch, dass diese Tiere erst mit den Spaniern vom afrikanischen Festland nach Lanzarote verschifft wurden. Sie dienten damals als Lastenträger und zogen Pflugscharen über die Äcker.

Heute transportieren diese Tiere nur noch Touristen. Und das über eine verhältnismäßige kurze Strecke des Timanfaya Nationalparkes. Die Gebühr dafür löhnst du direkt bei den Tieren. Dort stehen jede Menge Dromedarführer, welche die Touristen zu den jeweiligen Tieren begleiten.

Dromedare auf Lanzarote

Reiten auf den Dromedaren gehört mit zu einen der Highlights auf Lanzarote.

6 Euro kostete ein rund 15 minütiger Ritt auf einem Dromedar in 2017. Die Tiere sind so besattelt, dass immer 2 Personen links und rechts vom Höcker Platz haben. Die Sitze verfügen über einen Sicherheitsgurt und eine Fußstütze. Und wenn einer der beiden Personen um einiges schwerer als die andere Person ist, dann wird die leichte Seite einfach mit weiteren Gewichten beschwert.

Eine Karawane besteht, je nach Ansturm, aus 5 bis 8 Tieren. Diese gehen, begleitet durch einen der Führer, den seitlich liegenden Hügel einmal bis zur Hälfte hinauf, laufen oben eine Schleife und anschließend wieder zurück zum Ausgangspunkt. Die Dromedare laufen sehr langsam, wodurch man nur sehr wenig schaukelt.

Auch das Aufstehen und Hinsetzen der Tiere läuft ungefährlich ab. Du wirst sehen, wenn man einmal in den Sitzen sitzt, sitzt man in diesen sehr sicher.

Dromedarkarawane auf Lanzarote

Von einem größeren Parkplatz geht die Tour mit den Dromedaren den Berg hinauf.

Ruta de los Volcanes

Folgst du der Straße weiter, wirst du etwas später links ein kleines Haus mit einem Schlagbaum sehen. Über diese Straße gelangst du zu der Vulkanlandschaft Ruta de los Volcanes. Der Eintritt dorthin kostet dich am Schlagbaum 9 Euro pro Person.

Anschließend folgst du der Straße den Berg hinauf. Oben angekommen weisen dir Parkeinweiser einen freien Parkplatz. Zur Saison kann es hier oben sehr voll werden, weswegen du etwas Zeit einplanen solltest. Dann stauen sich die Fahrzeuge bereits auf der Zufahrtsstraße zum Parkplatz.

Auf dem Parkplatz siehst du bereits ein paar Busse. Mit diesen wirst du gleich deine Rundtour durch das Vulkangebiet starten. Die Fahrt hast du schon mit deinem Eintritt am Schlagbaum bezahlt. Das Ticket wird aber noch mal kontrolliert, weswegen du es bei dir haben solltest.

Nationalpark Ruta de los Volcanes

Den Nationalpark Ruta de los Volcanes kann man nicht frei betreten. Hierzu benötigt man eine Genehmigung oder man macht eine Bustour durch den Park.

Tour durch die Vulkanlandschaft

Suche dir im Bus am Besten ein Platz am Fenster. Wenn du Glück hast, ist die gegenüberliegende Sitzreihe frei, so dass du während der Fahrt auch mal wechseln kannst.

Die Fahrt mit dem Bus führt dich anschließend durch den Nationalpark, im besonderen das Vulkangebiet, welches erst vor ca. 300 Jahren entstanden ist. Während der Fahrt wirst du immer wieder Infos, auch auf deutsch, zu dem Gebiet erhalten.

Lavaebene im Nationalpark Ruta de los Volcanes

Im Park sieht man neben erkalteten Lavafeldern auch so manchen erloschen Vulkanschlot.

Während der Tour hält der Bus immer wieder an bestimmten Punkten. So kannst du zum Beispiel in den Schlot eines erloschen Vulkankegel sehen. Oder die geschmolzene Lava an einer Lavawand betrachten, durch welche der Bus fährt. Während der Tour darfst du den Bus allerdings nicht verlassen. Du kannst aber die gesamte Tour über durch die Fenster fotografieren.

Die Rundtour dauert ungefähr 20 Minuten. Dann kommst du wieder am Ausgangspunkt an.

3 weitere Specials und ein vertrockneter Feigenbaum

Gleich neben dem Restaurant mit der Aussichtsplattform kannst du dir noch 3 weitere Highlights ansehen. In einer Vertiefung werden Strohballen durch die Hitze im Boden entzündet. In einer Wand befindet sich ein Grill, der durch Vulkanwärme betrieben wird. Und aus einem Loch schießt ein Geysir nach oben, wenn in dieses Wasser gefüllt wird.

In dem Restaurant findest du noch einen alten vertrockneten Feigenbaum mit ein paar Tierskeletten. Der Feigenbaum wurde von jemanden angepflanzt, der dieses Gebiet 50 Jahre lang untersuchte. Er wuchs zwar, aber er trug nie Früchte, was man auf den heißen Boden zurück führte.

Geysir auf Lanzarote

Für Touristen wird regelmäßig eine Show veranstaltet, wie dieser künstliche Geysir.

Tequise

Den kleinen Ort Tequise solltest du unbedingt an einem Sonntag besuchen. Dann verwandelt sich der Ort zu einem riesigen Markt, der sich rings um die kleine Kirche Iglesia de Nuestra ausbreitet.

Die Stände winden sich durch die engen Gassen und in den vielen kleinen Restaurants kannst du einen leckeren Kaffee trinken oder ein paar kleine Tapas snacken. Zusätzlich musizieren und tanzen an diesem Tag so mancher Kanaren, mit der Bitte um eine kleine finanzielle Spende.

Ebenfalls interessant fand ich die vielen kleinen Geschäfte, die sich zum Teil über zwei Etagen erstreckten. Ich kann dir deswegen nur empfehlen auch einmal in die Geschäfte einen Blick zu werfen. Du wirst bei einigen positiv überrascht sein, wie diese gestaltet sind.

Sonntagsmarkt in Tequise

Am Sonntag ist Markttag in Tequise. Dann verwandelt sich der Ort in ein lebhaftes Dörfchen.

Wichtige Info für Autofahrer: Wenn Markttag ist, dann ist der Innenbereich von Tequise komplett für den Verkehr gesperrt. Dies betrifft auch die Hauptstraße die durch den Ort führt. Parken kann man sein Auto auf einen der zahlreichen Parkplätze, welche extra für diesen Tag auch über Parkeinweiser verfügen. Die Parkgebühr war 2017 1,80 Euro, im Vergleich zu anderen Orten ein wahres Schnäppchen.

Was mir besonders gut an dem Markt in Tequise gefiel war, dass die Händler viele wirklich einmalige Produkte anboten. Damit unterschied er sich sehr stark von dem Markt den ich ein Jahr zuvor auf Gran Canaria in Puerto De Mogan erlebte und der mir wie eine Touristenfalle vorkam.

An Wochentagen wirkt der Ort dagegen wie ausgestorben. Dann kannst du in Ruhe durch die Gassen schlendern oder einen Abstecher zur Burg machen, die über dem Ort wie eine Trutzburg thront. Die Zufahrt zu dieser befindet sich im Norden des Ortes hinter einem Schlagbaum.

Panorama von Tequise auf Lanzarote

An allen anderen Wochentagen wirkt Tequise wie ausgestorben. Von der Burg hat man aber einen schönen Blick auf die Ebene in der Tequise sich befindet.

Wohnhaus in einer Lavablase

Der bekannteste Künstler auf Lanzarote war Cesar Manrique. Wer sich ein bisschen mit der kleinen Insel beschäftigt, wird auf diesen Namen immer wieder stoßen. Sein Haus, das Fundacion Cesa Manrique, kann man sich heute ansehen. Dieses baute der Künstler in mehrere Lavablasen, so dass du denken wirst du gehst durch ein Höhlensystem.

Auch wenn wir den Eintrittspreis von 8 Euro etwas hoch fanden, lohnt sich der Besuch des Hauses. Dafür ist es wirklich einmalig. Denn in den Räumen in den Lavablasen befindet sich eine sehr schöne Möblierung, die den Räumen einen eigenen Flair gibt.

Wohnung von Cesar Manrique auf Lanzarote

Beeindruckend ist die Wohnung von Cesar Manrique, dem bedeutensten Künstler auf Lanzarote.

Weinanbaugebiet La Geria

In diversen Reiseführern wirst du etwas von einem Weinanbaugebiet auf Lanzarote lesen. Dieses befindet sich in dem Gebiet La Geria, welches von der Straße LZ30 durchschnitten wird.

Wenn du dir jetzt Weinberge oder Weinhänge vorstellst, wirst du aber enttäuscht werden. Der Weinanbau auf Lanzarote ist den dort herrschenden Gegebenheiten angepasst. Du wirst sehen, die Lanzaroter haben eine ganz eigene Methode entwickelt, die sich sehr von der unterscheidet, die man aus Deutschland kennt.

Weinanbaugebiet La Geria auf Lanzarote

Das Weinanbaugebiet auf Lanzarote unterschiedet sich gewaltig von denen bei uns in Deutschland.

Die Weinreben befinden sich in kleinen Vertiefungen im Lavaboden, welche zusätzlich durch einen Steinring vor dem hier ständig herrschenden Wind geschützt sind. Und je nachdem zu welcher Jahreszeit du Lanzarote besuchst, siehst du in der Vertiefung nur eine verkrüppelte Weinrebe oder eine Weinrebe mit Weintrauben.

An der Straße wirst du immer wieder kleine Buchten sehen. Hier kannst du kurz parken und ein Foto von der eigenwillig wirkenden Umgebung schießen. Den besten Blick jedoch hast du von dem Weingut Guardilama La Geria. Von hier aus kannst du die Feuerberge und die Weinplantagen, die sich in Richtung der Berge ziehen, sehr gut sehen.