Print Friendly, PDF & Email

Ich würde Amsterdam mit drei Worten beschreiben: Sex Drugs & Bicycles. Die Anzahl der Sexshops in der Innenstadt ist einfach unglaublich. Dazu kommt die rote Meile von Amsterdam, die sich versteckt, mitten im Stadtzentrum befindet. Coffeeshops, aus denen einem ein kräftiger Jointgeruch entgegen weht, gibt es ebenfalls an jeder Straßenecke. Und natürlich gibt es jede Menge Fahrräder, wirklich ein Haufen Fahrräder, überall und an jeder Stelle. Planst du eine Reise nach Amsterdam, dann findest du in diesem Beitrag die ersten wichtigsten Infos.

Mein Hinweis: Willst du in Amsterdam was Besonders erleben oder dir vorab schon mal ein Ticket für ein Museum kaufen, dann schaue mal hier nach. Hier findest du eine große Auswahl an Touren und Ticketvorverkäufen für die Stadt.

Nachtaufnahme von einem Platz in Amsterdam

Amsterdam bei Nacht

Anreise nach Amsterdam

Amsterdam kann man auf allen klassischen Wegen erreichen. Hier mal eine Übersicht:

  • Auto: Mit dem Auto ist du je nach Abreiseort innerhalb eines Tages in Amsterdam. Es werden für die Autobahnen keine Mautgebühren verlangt, so dass du auch keine Vignette organisieren musst.
  • Zug: Aus den meisten größeren deutschen Städten fahren Züge nach Amsterdam. Direktverbindungen gibt es zum Beispiel von Berlin nach Amsterdam sogar mehrfach am Tag.
  • Flugzeug: Amsterdam hat einen Flughafen, der ebenfalls von vielen deutschen Städten angeflogen wird.
  • Schiff: Da Amsterdam über einen großen Hafen verfügt, legen hier auch viele Kreuzfahrtschiffe an. Amsterdam kann man somit mit einem Kreuzfahrtschiff erreichen, zum Beispiel mit der Aida auf ihrer Tour durch die Nordsee. Es gibt aber auch als Beispiel Flußkreuzfahrten von Köln nach Amsterdam, bei denen man in rund 4 Tagen in Amsterdam ist.
Dam Platz mit Säule in Amsterdam

Der Dam Platz in Amsterdam

Öffentliche Verkehrsmittel

Der öffentliche Nahverkehr ist sehr gut ausgebaut. Man kommt in wenigen Minuten von den Außenbezirken sehr gut in die Innenstadt. Bis Mitternacht fahren die meisten Busse und Bahnen zudem im 10 oder 15 Minutentakt. Erst nach 24 Uhr werden die Abstände etwas größer.

Bei unserem Besuch gab es zwei verschiedene Tickets, eins für eine Stunde und ein Tagesticket. Der Ticketpreis für eine Stunde lag bei 2,80 Euro, der Preis für ein Tagesticket bei 7,60 Euro.

Die Tickets sind mit einem RFID Chip ausgestattet. Wenn man in einem Nahverkehrsmittel einsteigt, hält man dieses vor einem elektronischen Entwerter. An diesem checkt man in das Verkehrsmittel ein, aber auch wieder aus. Dies sollte man berücksichtige, wenn man gerade bei einem Tagesticket öfters mal umsteigen möchte.

Infopunkt des öffentlichen Nahverkehrs in Amsterdam

Im Hauptbahnhof von Amsterdam findest du ein großes Infocenter, in denen du Tagestickets für den öffentlichen Nahverkehr kaufen kannst. Diese erhältst du aber auch an jedem Automaten.

Übernachten in Amsterdam

In Amsterdam wirst du viele preiswerte aber auch teure Unterkünfte finden. Du kannst auswählen zwischen Unterkünften direkt in der Altstadt von Amsterdam. Oder suchst dir eine Unterkunft etwas außerhalb von der Altstadt, in dem Wolkenkratzerviertel von Amsterdam. Willst du sparen, suche dir am Besten ein Hostel. Diese Unterkünfte sind richtig günstig und die findest davon auch ein paar direkt in der Innenstadt.

Auf jeden Fall empfehle ich dir eine Unterkunft südlich, östlich oder westlich vom Bahnhof von Amsterdam zu suchen. Hier ist die Anbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln am Besten. Bei den Unterkünften im Norden von Amsterdam, kannst du meistens nur mit Bussen in das Zentrum fahren. Überall anders, hast du auch Straßenbahnen und S- oder U-Bahnen zur Auswahl.

Kommst du mit dem Bus in Amsterdam an, dann suche dir möglichst eine Unterkunft in der Nähe des Busbahnhofes, an dem du aussteigen möchtest. Damit sparst du dir viel Streß und musst dein Gepäck nicht durch die ganze Stadt transportieren.

Amsterdam mit Kreuzfahrtschiff

Bei einem meiner Aufenthalte in Amsterdam übernachtete ich im Ramada Hotel beim Rembrandtpark. Von dort aus hatte ich einen schönen Blick auf die Alt, aber auch die Wolkenkratzer.

Parken in der Innenstadt von Amsterdam

Wer es irgendwie vermeiden kann, sollte sich nicht auf Parkplatzsuche in die Innenstadt von Amsterdam begeben. Amsterdam ist Fahrradfreundlich und Fußgängerfreundlich. Viele Straßen in der Innenstand werden Abends für Autos komplett gesperrt, in dem man versenkte Poller aus der Straße hochfährt.

Außerhalb des Stadtzentrum gibt es jede Menge Parkmöglichkeiten. Unsere Empfehlung ist, dass Fahrzeug lieber dort abzustellen und anschließend in wenigen Minuten in das Stadtzentrum zu fahren.

Rotes Schild zum Erotikmuseum in Amsterdam

Ein Erotikmuseum in Amsterdam

Rote Meile in Amsterdam

Mitten in der Innenstand von Amsterdam gibt es eine rote Meile. Diese ist zwar lang, aber auch gut versteckt. Man kommt auf die Meile von mehrere Seitengassen. Am Anfang und Ende der Meile, endet diese in einer Sackgasse. Auf der Meile ist auch dann noch jede Menge los, wenn an den anderen Ecken von Amsterdam die Bürgersteige schon hochgeklappt werden. Professionelle präsentieren sich im Schaufenster und scheinen auch jede Menge Freier locken zu können. Nicht anders konnten wir uns es erklären, dass am Abend bei mehr Fenstern die Vorhänge zugezogen waren, als dies am Tag der Fall war.

Neben Puffs gibt es auf der Roten Meile von Amsterdam auch noch jede Menge Sexkinos und Sexshows. Bei diesen Locations überraschte es uns, wie viele Paare sich auf der Meile tummelten und wie viele Frauen vor den Sexshows an standen.

Brücke in Amsterdam.

Eine Kanalbrücke in der Innenstadt von Amsterdam.

Coffeshops

Derzeit kann man in Amsterdam als Tourist noch einen Joint rauchen. Dies soll in den nächsten Jahren geändert werden. In die Coffeeshops kommt man rein, wenn man 18 ist. Türsteher am Eingang der Coffeeshops kontrollieren hierzu stichprobenartig die Ausweise. Ein Joint kostete bei unserem Besuch 4 Euro. Diesen muss man dann auch nicht im Coffeeshop aufrauchen, sondern kann ihn auch auf der Straße genießen. Zuviel sollte man sich von dem Joint aber nicht erwarten. Der Anteil an TCB in dem Joint ist nach Aussagen von Kennern dafür einfach zu niedrig.

Kanal mit Wasser und einer Brücke in Amsterdam

Kanal mit Brücke in Amsterdam.

Space Cookies

In vielen Geschäften in Amsterdam kann man Space Cookies kaufen. Die Kekse vermitteln den Eindruck, als ob sich in diesen Drogen befinden würden. Dies ist aber nicht der Fall, wie man am Ende des Aufdrucks auf der Packung lesen kann. Die Space Cookies enthalten kein TCB und sorgen somit auch nicht für eine berauschende Wirkung. Nach unserer Meinung sind die Kekse nur aus Hanfmehl gebacken und alles andere läuft im Kopf ab. Wer sich trotzdem den Spaß gönnen möchte, sollte dafür zwischen 8 bis 10 Euro pro Packung einplanen.

Fahrrad welches an einem Brückengeländer angelehnt wurde in Amsterdam

Ein Fahrrad an einem Brückengeländer in Amsterdam.

Fahrräder

Wenn du Rad fahren liebst oder Fahrräder einfach nur toll findest, dann ist Amsterdam die Hauptstadt der Fahrräder. Bisher habe ich nirgendwo mehr Fahrräder auf einem Fleck gesehen wie in den Niederlanden und besonders in Amsterdam. Und Fahrrad fahren muss Spaß machen. Die Fahrradwege sind hier schön breit und vor allem es sind überall welche vorhanden. Alleine in Amsterdam habe ich in jeder noch so abgelegenen Straße eigene Bereiche für Fahrräder gesehen.

Hinzu kommt, man kann sein Fahrrad nahezu überall abstellen (okay an manchen Stellen ist dies ausdrücklich verboten). Oder man hat, wie in Amsterdam, eigene Parkdecks nur für Fahrräder.

Als Tourist kannst du hier Fahrräder auch mieten. Wo? Nahezu überall. Es gibt eigene Unternehmen welche sich nur auf die Vermietung von Fahrrädern spezialisiert haben. Ein nahezu 100 Prozent Garantie für einen Fahrradverleih findest du in den vielen Touristeninfos, die es in der Stadt gibt.

Doch auch wenn du lieber zu Fuß unterwegs bist, wirst du in Amsterdam deine Freude mit Fahrrädern haben. Und das aus zwei guten Gründen:

Zum einen gibt es jede Menge interessante Fahrradkonstruktionen, die scheinbar für alle möglichen verschiedenen Einsätze gedacht sind. Manchmal wiederholen sich die Konstruktionen wie in einer Serie, obwohl man das Gefühl hat, es wäre alles Eigenbau.

Zum Zweiten, als Fußgänger hast du in Amsterdam nicht das Gefühl, dass du von den Fahrradfahrern belästigt wirst. Alle scheinen hier tiefenentspannt zu sein. Man fährt vorsichtig, weicht gekonnt aus, klingelt fix unaufdringlich oder ruft kurz ein “Attention”.

Viele Fahrräder in einer Reihe in Amsterdam

Fahrräder in Amsterdam

Verständigung und Sprachen in Amsterdam

In Amsterdam spricht man entweder niederländisch oder englisch. Mit Englisch kommt man hier sehr gut weiter. Als Deutscher kann man zudem einige niederländische Wörter sehr gut abstrahieren, da sie dem Deutschen angelehnt sind. Deutsch spricht dagegen kaum einer noch von der jüngeren Generation. In der alten Generation soll es dagegen noch vereinzelt ein paar Niederländer geben, die gut Deutsch können.

Hört man Niederländisch, hört man die beiden Wortstämme Deutsch und Englisch sehr gut heraus. Wer somit über Grundkenntnisse in diesen beiden Sprachen verfügt, kann zum Teil auch das Niederländisch bruchstückhaft verstehen.

Kanal mit Wasser in Amsterdam

Kanal in Amsterdam

Essen in Amsterdam

In der Innenstadt von Amsterdam gibt es jede Menge Restaurants, Bars und Cafes. Dazu kommen noch Unmengen an kleinen Bistros, die auch Fingerfood verkaufen.

Die locale Besonderheit in Amsterdam sind die Fries, die Pommes. Diese gibt es in 3 verschiedenen Größen, wobei die größte Größe einer kompletten Hauptmahlzeit entspricht. Das Besondere an den Pommes sind die verschiedenen Soßen. Bei diesen hat man eine breite Auswahl, vom Klassiker Ketchup über Käsesoßen bis hin zu ein paar richtig scharfen Soßen. Die Geschäfte, welche diese Sorte von Pommes verkaufen, erkennt man schon von Weitem, denn die Pommes sind an der hinteren Wand der Läden bis in Sichthöhe aufgestapelt.