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7 Spots in Sumida in Tokio, die du dir ansehen solltest

Der Bezirk Sumida in Tokio ist bei Weitem nicht so aufregend wie Shinjuku oder Shibuya. Er wirkt stattdessen eher etwas verschlafen, als ob er nur darauf warten würde aus einem Dornrösschenschlaf zu erwachen. Trotzdem befinden sich hier 3 bekannte Sehenswürdigkeiten von Tokio, sowie ein paar interessante Parkanlagen. Grund genug sich diesen Teil von Tokio mal etwas genauer anzusehen. Alles was du hierzu wissen musst, habe ich dir in diesem Beitrag zusammengetragen.

Willst du einmal eine ruhige Ecke von Tokio erleben möchtest, dann gehe nach Sumida. Was auf den ersten Blick gleich auffällt sind die fehlenden Wolkenkratzer, von denen es nur eine Handvoll gibt. Vielleicht liegt es aber auch an dem neuen Wahrzeichen von Tokio, der Skytree der hier alles überschattet, so dass alles kleiner wirkt. Ruhiger ist es hier auf jeden Fall. Du wirst sowohl am Tag als auch am Abend kaum Menschen auf den Straßen sehen. Nur am Skytree und der Kinshicho Station geht es etwas lebhafter zu.

Kleiner privat geführter Süßigkeitenladen in Sumida

In Sumida findest du noch solche alten Läden, die Inhabergeführt sind und keine Touristenattraktion sind.

Wenn du deine Tour durch Sumida planst, kann ich dir deswegen nur empfehlen vieles zu Fuß zu laufen. Erkunde die Gegend mit seinen kleinen Familienbetrieben, die sich zum Teil noch in Garagen befinden. Entdecke die kleinen Läden in denen man noch das Gefühl hat, hier ist ein bisschen die Zeit stehen geblieben. Und erlebe noch den Hauch vom alten Tokio, der auch hier immer mehr durch das Moderne verdrängt werden wird.

Die folgenden 7 Spots habe ich für dich in Sumida rausgesucht:

  1. Tokyo Skytree
  2. Sumida Park mit Ushijima Shrine
  3. Mukojima Hyakka-en Gardens
  4. Ōyokogawa Water Park oder Ōyokokawa Shinsui Park
  5. Edo-Tokyo Museum
  6. Sumo Halle Ryogoku Kokugikan
  7. Former Yasuda Garden
Google Maps Karte mit Sehenswürdigkeiten in Tokio Sumida

Auf dieser Karte habe ich für dich die Highlights noch einmal markiert. Klicke einfach auf die Karte um zu dieser zu gelangen.

Tokyo Skytree

Das wohl bekannteste Highlight von Sumida ist der Skytree. Der höchste Funkturm der Welt hat sich als neues Wahrzeichen von Tokio schnell etabliert. Auf zwei Aussichtsebenen bekommst du einen Blick über die Metropolregion, den du so schnell nicht vergessen wirst. Bis an den Horizont, der durch eine Bergkette begrenzt wird, dehnt sich das Häusermeer der Metropole aus. Auf der anderen Seite dasselbe Szenario, nur begrenzt durch den Ozean.

Der Komplex des Skytree ist gigantisch. Auf über 6 Etagen kannst du hier unterhalb des Towers shoppen gehen und dich durch alle möglichen Essensangebote durchprobieren. Bist du nur kurz in Tokio und willst möglichst viele der bekannten Merchandise Geschäften, wie Hello Kitty, Rilakkuma oder einen Ghibli Fanstore besuchen, dann wirst du hier fündig werden. Alle Bekannten sind hier vertreten.

Blick auf Nihombashi und Bucht von Tokio

Der Blick vom Skytree ist in jede Richtung einfach nur Atemberaubend. Ich kann dir auch nur empfehlen unbedingt beide Plattformen mitzunehmen.

Angebunden ist der Skytree unterhalb mit Zügen und U-Bahnen. Hier hält die Asakusa Line, mit der du vom Flughafen Narita zum Flughafen Haneda kommst. Dazu kommen viele weitere JR Linien, mit denen du in das Zentrum von Tokio gelangst. Da der Umfang der Informationen so riesig wie der Komplex ist, habe ich für dich hierfür einen Extra Beitrag zum Skytree in Sumida, in dem du alle weiteren Infos erhältst.

Mein Spartipp: In dem Einkaufskomplex unterhalb des Skytree gibt es einen Lebensmittelbereich mit Fertiggerichten. Kurz vor Ladenschluss, gegen 21 Uhr, kannst du hier die Fertiggerichte für einen extrem gesenkten Preis erhalten. Zum Teil kostet dann eine Sushiplatte nur noch 100 Yen, statt der 800 bis 1.000 Yen tagsüber.

Collage vom Skytree in Tokio zu verschiedenen Tageszeiten

Wenn du in einer Unterkunft übernachten solltest, mit Blick auf den Skytree, dann mache unbedingt auch mal zu verschiedenen Tageszeiten Fotos.

Sumida Park mit Ushijima Shrine

Blickt man vom Skytree in Richtung Asakusa, dann sieht man einen kleine Park, der sich an den Fluss schmiegt. Dabei handelt es sich um den Sumida Park. Von oben betrachtet, wirkt er zum Greifen nah. Doch wenn du zu ihm läufst, wirst du sehen, er ist ein ganz schönes Stückchen entfernt.

Der Park ist aus 2 Gründen interessant. Solltest du zur Kirschblüte in Tokio sein, ist der Park ein beliebter Spot, an denen du Hanami betreiben kannst, also das Bestaunen von Kirschblüten. Im Sommer wiederum zirpen hier die Zikaden. Du wirst im Park zudem einen See finden, an denen ich auch einen Kranich gesehen habe.

Zudem hat der Park einen kleinen Schrein, den Ushijima Shrine. Dieser ist ansich nichts Besonderes, außer dass er natürlich nicht von Touristen überlaufen ist, wie seine Vetter im Nachbarbezirk Asakusa. Von dem Schrein hast du wiederum einen wunderschönen Blick auf den Skytree, durch die Häuserschluchten die an den Parks angrenzen.

Ushijima Shrine im Sumida Park

Der Ushijima Shrine im Sumida Park ist ein kleiner Shrein, von dessen Größe du an vielen Orten in Tokio einen findest.

Mukojima Hyakka-en Gardens

Nördlich des Skytree gibt es einen kleinen Garten, den Mukojima Hyakka-en Garden. Du brauchst vom Skytree ungefähr 30 Minuten dorthin. Den kleinen Fußmarsch kann ich dir nur empfehlen, denn auf dem Weg dorthin wirst du den Alltag der Tokioter hier in Sumida am Besten kennen lernen.

Der Garten ist besonders bei Japanern beliebt. Schließlich können sie hier einem ihrer liebsten Hobbys nachgehen, dem fotografieren von Blumen. Davon hat der Garten reichlich zu bieten, und das nicht ohne Grund, da er zu den ältesten botanischen Gärten in Tokio gehört. Da er zudem etwas Abseits der touristischen Spots liegt, ist er für mich ein klarer Insider-Tipp.

Typische Elemente, wie du sie aus anderen japanischen Gärten gewöhnt bist, wirst du hier aber hier schmerzlich vermissen. Stattdessen findest du reichlich Blumen, Pflanzen und Bäume die alle beschriftet sind. Durch den Garten fließt zudem ein kleiner Bach, an dem Schilf wächst und der sich ebenfalls idyllisch in das Gartenensemble eingliedert.

Japaner beim Fotografieren von Blumen im Mukojima Hyakka-en Gard

Einer der Lieblingshobbys von Japaner ist das Fotografieren von Blumen. In japanischen Gärten kannst du das immer wieder beobachten.

Ōyokokawa Shinsui Park

Einer der schönsten Parkanlagen in Sumida ist der Ōyokokawa Shinsui Park, oder auch Ōyokogawa Water Park. Der Park zieht sich westlich vom Skytree an einem Flüsschen entlang in Richtung Süden, fast bis zum Edo-Museum. Er ist somit perfekt dafür geeignet, wenn du die Strecke vom Skytree zum Museum laufen möchtest.

Aber auch wenn du die Tour so nicht planst, kann ich dir nur empfehlen den Park zu besuchen. Der gesamte Aufbau des Parks ist sehenswert. Du findest in diesem kleine künstliche Wasserfälle. Im oberen Bereich gibt es desweiteren einen abgegrenzten Bereich an denen Japaner angeln. Die Fische die hier gefangen werden landen aber nicht auf den Tisch, sondern werden anschließend wieder ins Wasser geworfen.

Ōyokokawa Shinsui Park in Sumida mit Skytree

Der Ōyokogawa Water Park ist eine ruhige Oase mitten in Sumida. Hier solltest du auf jeden Fall einmal lang spazieren.

Edo-Tokyo Museum

Wenn du dich etwas mehr für die Geschichte der Metropole Tokyo interessierst, dann kann ich dir nur das Edo-Tokyo Museum empfehlen. Das Museum ist zudem eine schöne Schlechtwettervariante, falls es dich mal einregnen sollte. Alleine das Gebäude des Museums ist schon sehenswert, und dominiert in diesem Viertel neben der Sumo Halle, das Stadtbild. Vom Skytree hast du auf dieses ebenfalls einen schönen Blick, da es sich von den restlichen Häusern sofort abhebt.

Das Museum unterteilt sich in 2 große Bereiche, die Geschichte von Edo, wie Tokyo früher einmal hieß. Und die Geschichte von Tokyo, wie Edo nach der Öffnung Japans umbenannt wurde. Es gibt in dem Museum unter anderem einen Miniaturnachbau von Nihombashi, einem Viertel welches nordöstliche des Kaiserpalastes, früher der Burg Edo, liegt. Zudem erfährst du in dem Museum wie die Klassensystem in der Shogunzeit aufgeteilt war und die Menschen hier gelebt haben.

Außenansicht des Edo-Tokyo Museum in Sumida

Das Edo-Tokyo Museum erkennst du schon von Weitem. Die Form des Gebäudes ist wirklich einzigartig in Tokio.

Der Großteil der Informationen gibt es auf deutsch, so dass du dir hier viel Zeit nehmen kannst alles genau zu erlesen. Und du hast an manchen Punkten sogar die Möglichkeit mit Nachbauten der Exponate zu interagieren, was das Ganze auch für Kindern interessant macht.

Mein Hinweis: Besonders interessant fand ich, wie sich Tokyo zu dieser Metropolregion entwickelte. Die 20er schienen hier genau so verrückt gewesen zu sein, wie auch in anderen europäischen Städten. Viele Japaner versuchten damals den westlichen Lebensstil nachzuahmen. Der richtige Bauboom begann aber erst in den 60ern. Damals entstand hier das U-Bahn Netz und die ersten Wolkenkratzer schossen in die Höhe. Tokyo hatte zur damaligen Zeit ähnliche Luftprobleme, wie sie heute auch in vielen chinesischen Städten noch existieren. Wenn man sieht wie sauber die Stadt heute ist, kann man sich das kaum noch vorstellen.

Miniatur vom altem Nihombashi im Edo-Tokyo Museum

In dem Museum kannst du dir auch verschiedene Miniaturszenarien ansehen, wie dieses hier vom altem Nihombashi.

Sumo Halle Ryogoku Kokugikan

Leider kann ich zur Ryogoku Kokugikan Sumo Halle selber nicht viel sagen. Ich habe diese zwar von außen gesehen und sogar einmal umrundet. Denn es soll sich an dieser ein kleines Museum befinden, welches ich aber leider nicht wahrgenommen haben. Interessant dürfte die Halle vor allem dann sein, wenn hier Sumo-Wettkämpfe stattfinden. Dies ist im Januar, Mai und September der Fall. Zu allen anderen Zeiten ist die Halle nur von außen ein gigantisches Bauwerk. Wenn du mehr zu dem Ablauf der Turniere erfahren möchtest und wissen willst wie du an ein Ticket kommst, dann schau mal hier bei Wanderweib nach.

Mein Hinweis: Auch wenn du zu einer Zeit in Tokio bist, an der keine Sumo Wettkämpfe stattfinden, fahre trotzdem einmal bis zur Ryogoku Station. Diese ist für sich schon einen extra Abstecher wert. In der Vorhalle der Station findest du Bilder und Handabdrücke von verschiedenen Sumoringern, die hier geehrt werden.

Ryogoku Station mit Bildern von Sumoringern

In der Ryogoku Station findest du Bilder von Sumoringern.

Former Yasuda Garden

Hinter der Sumo Halle, dem Kokugikan, liegt gut versteckt ein kleiner japanischer Garten, der Former Yasuda Garden. Einen solchen vermutet man eigentlich nicht in der Gegend, die von modernen Gebäuden geprägt ist. Mache unbedingt mal einen kleinen Abstecher hierhin, da der Kontrast schon faszinierend ist. Mit etwas Glück sitzt sogar auf den Bäumen am Teich ein Kranich, der sich dann noch einmal besonders vor den dahinter befindlichen Hochhäusern abhebt.

Schräg gegenüber gibt es dann noch einen Park zu entdecken, den Yokoami-cho Park. Im Zentrum des Parks findest du eine Gedächtnishalle, in der man der letzten beiden großen Zerstörungen von Tokio 1923 und 1945 gedenken kann. Rings um diese findest du weitere Denkmäler, wie das Denkmal, welches an die Bombardierung von Tokio im 2. Weltkrieg erinnert. Hinter der Halle gibt es zudem noch ein weiteres Denkmal, welches den Kindern gewidmet ist, die bei beiden Katastrophen ums Leben kamen.

Mein Hinweis: Es gibt in dem Areal noch 2 weitere Museen, die dann interessant sind, wenn du tiefer in die japanische Geschichte eintauchen möchtest. In dem Great Kanto Earthquake Memorial Museum, im Yokoami-cho Park erfährst du etwas über das große Kanto-Erdbeben und die Zerstörung von Tokio. Im Japanese Sword Museum, beim Former Yasuda Garden, bekommst du alle Infos über japanische Schwerter.

Former Yasuda Garden in Sumida mit Kranich auf Baum

Ebenfalls ein Ort zum Entspannen ist der Former Yasuda Garden hinter der Ryogoku Kokugikan Sumo Halle.