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Im Süden von Kreta liegt die Stadt Ierapetra. Sie ist die viertgrößte Stadt auf der Insel, wirkt aber, wenn man sie betritt eher sehr kleine und überschaubar. Die Promenade im Hafen kann man in wenigen Minuten erlaufen und die Altstadt in 30 Minuten nahezu komplett erkunden. Besonders Highlight der Stadt ist das archäologische Museum und natürlich die Fähren nach Chrissi Island.

Ausflugsboot und weißer Turm in Hafen von Ierapetra

Vom Hafen in Ierapetra starten viele kleine Boote zu den umliegenden Inseln.

Bei unserer Rundreise durch Kreta in 2016 haben wir auch in Ierapetra einen kleinen Zwischenstopp eingelegt. Im Nachhinein betrachtet kann ich nur sagen, dieser reichte vollkommen aus. Wenn man nicht gerade auf einen Badeurlaub aus ist, sondern etwas sehen will von der Insel, reichen maximal 2 Übernachtungen.

Folgende Sachen kann man sich in Ierapetra ansehen. Aller Sehenswürdigkeiten befinden sich in der kleinen Altstadt und sind prima zu Fuß zu erlaufen.

Kleine blaue Fischerboote in einem Hafen

Am Nachmittag kann man sich in dem kleinen Hafen die Fischerboote ansehen.

Festung der Venezianer

Die kleine Festung der Venezianer hat täglich von 8:30 bis 15 Uhr geöffnet. Man kann dieses kostenfrei besuchen. Die Festung besteht heute noch aus einem kleinen Innenhof und einen oberen Bereich, von dem man aus auf die Altstadt von Ierapetra blicken kann.

Interessant ist der kleine Turm der gegenüber der Festung im Hafen liegt. Auch dieser scheint aus venezianischer Zeit zu stammen und nach seinem Aufbau vermute ich, dass über diesen die Möglichkeit bestand den Hafen mit einer Kette abzusperren.

Innenhof einer kleinen Festung

Die kleine Festung der Venezianer, welche in Ierapetra steht, hat nur einen kleinen Innenhof und ein paar alte Magazine.

Die alte Moschee

Ein paar Meter von der Festung entfernt gibt es eine alte Moschee. Diese kann man zwar nicht von Innen besichtigen, wozu auch in dieser befinden sich eh nur ein paar Plastikstühle die man auch von den Fenstern aus sehen kann, dafür ist sie der zentrale Punkt eines kleinen Platzes in der Altstadt

Kleines runde orientalisches Gebäude mit Turm

In der Altstadt von Ierapetra findet man eine Moschee, die heute scheinbar als Raum für Vorträge genutzt wird.

Das Haus von Napoleon

Napoleon soll, angeblich, bei seiner Reise nach Ägypten einen Zwischenstopp in Ierapetra eingelegt und in einem Haus in der heutigen Altstadt übernachtet haben. Um dieses Haus wird heute viel Wind gemacht, denn das Haus sieht genauso aus wie viele anderen Häuser in der Altstadt.

Die Altstadt von Ierapetra

Das wahre Highlight von Ierapetra ist meiner Meinung nach die schöne kleine Altstadt. Es macht einfach nur Spaß durch die verwinkelten Gassen der Altstadt zu schlendern und sich überraschen zu lassen, was einem an der nächsten Ecke erwartet.

Gebäude mit blauen Fenstern an Straße

Besonders sehenswert ist die Altstadt von Ierapetra. Hier findet man viele alte Häuser.

Das archäologische Museum

Ebenfalls ein Highlight von von Ierapetra ist das archäologische Museum. Das Museum beschränkt sich zwar auf nur 3 Räume, doch findet man in diesen ein paar interessante Ausstellungsstücke.

Im Besonderen viel mir eine Statue einer dicken Person auf einem Stuhl auf, bei der die Zeitangabe fehlte. Diese erinnerte mich sehr stark an die Figur der dicken Lady und den Torso des dicken Menschen aus den Tarxien Tempel auf Malta.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Erwachsene: 2 Euro

Geöffnet: 08:30 – 15:00 Uhr
Geschlossen: Montag und an griechischen Feiertagen

Die Uferpromenade

Wie in vielen kleinen Städten auf Kreta ist auch in Ierapetra die Uferpromenade mit ihren vielen Restaurants sehenswert. Hier findet man auf einen überschaubaren Abschnitt alle Geschmacksrichtungen der europäischen Küche.

Berg umhüllt von Wolken hinter Meer

Beeindruckend ist der Blick von der Uferpromenade auf das dahinter liegende Gebirge.

Mein Fazit

Ierapetra hat mehr zu bieten als Sitia, obwohl sie nur rund 10.000 Einwohner mehr hat. Besonders schön fand ich die kleine Altstadt. Überrascht hat mich das archäologische Museum, welches ein paar interessante Ausstellungsstücke hatte. Dies scheint in Griechenland öfters mal der Fall zu sein, denn auch in Sparta erlebten wir etwas ähnliches.