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Klein aber fein, würde ich zum botanischen Garten in Amsterdam sagen. Der botanische Garten ist sehr überschaubar, aber trotzdem sehenswert, denn er gehört zu den ältesten seiner Art auf der Welt. Als Fan von botanischen Gärten solltest du aber nicht allzuviel von dem botanischen Garten in Amsterdam erwarten. Auf jeden Fall solltest du vermeiden diesen mit modernen botanischen Gärten wie den Botanischen Garten in Zürich oder den Stufenförmigen Botanischen Garten in Madrid zu vergleichen. Diesen Vergleich würde Amsterdam verlieren.

Bild: Tropenhaus Innenansicht in Amsterdan

Das kleine Tropenhaus im botanischen Garten von Amsterdam ist vollgestellt mit Pflanzen

Öffnungszeiten & Eintrittspreise

Der Botanische Garten in Amsterdam ist täglich von 10 Uhr – 17 Uhr geöffnet. Die einzigen Tage an denen er geschlossen ist, ist der 25. Dezember und der 1. Januar.

Die Eintrittspreise sind moderat für Erwachsene.

Erwachsene:9 Euro
Studenten:5 Euro
Kinder:5 Euro
Senioren:5 Euro
Bild: Schildkröten im Tropenhaus im Botanischen Garten Amsterdam

Mit etwas Glück kannst du sogar Schildkröten beobachten.

Sehenswertes im botanischen Garten Amsterdam

Wenn du aber berücksichtigst, dass dieser Garten einer der ältesten botanischen Gärten der Welt ist, entdeckst du auch die kleinen Highlights, die man ansonsten vermissen würde.

Das Cafe

Da wäre zum einen das gemütlich Cafe, welches sich direkt neben dem Eingang befindet. Hier kannst du in Ruhe chillen und einen leckeren Cafe genießen, bevor oder nachdem du mit deinem Rundgang beginnst.

Tropenhaus

Den Rundgang kannst du eigentlich starten wie du möchtest. Ich habe diesen bei meinem Besuch im Tropenhaus begonnen, in dem sich auch eine Art Minihochweg befindet.

Bild: Hochweg im Tropenhaus Botanischer Garten Amsterdam

Über einen Hochweg kannst du die Pflanzen im Tropenhaus auch von oben sehen.

Palmenhaus

Gleich hinter dem liegt das Palmenhaus. Auch dieses Glashaus ist eher klein und hatte nur wenige Palmen, die man sich ansehen konnte.

Bild: Palmenhaus im Botanischen Garten von Amsterdam

Das Palmenhaus ist nicht so stark gefüllt wie das Tropenhaus.

Pflanzen der kanarischen Inseln

Danach ging ich weiter zu den Gewächsen der kanarischen Inseln. Hier sah ich ein paar Maler, welche sich von der Natur bei ihren Gemälden inspirieren ließen. Dies scheint im Übrigen eines der kleinen Highlights in dem botanischen Garten zu sein.

Bild: Maler im botanischen Garten von Amsterdam

In den Außenbereichen des Botanischen Garten wirst du an schönen Tagen Maler sehen.

Schmetterlinghaus

Gleich neben den Pflanzen der Kanaren befindet sich das kleine Schmetterlingshaus, welches so beengt ist, dass man in den Gängen nur hintereinander stehen konnte.

Bild: Schmetterling im botanischen Garten von Amsterdam

Im Schmetterlingshaus wirst du nicht wissen wohin du als Erstes sehen sollst. Überall flattert es hier.

Gegenüber vom Schmetterlingshaus gab es einen kleinen Teich auf dem ein paar Seerosen schwammen (ich denke das es Seerosen waren).

Bild: Kleiner Seerosenteich in Amsterdam

Dieser kleine Teich mit Seerosen findest du im hinteren Teil des Garten

Geschichte erleben im botanischen Garten von Amsterdam

Wie bereits erwähnt darfst du den botanischen Garten nicht mit anderen Gärten in Europa vergleichen. Stattdessen empfehle ich dir sich in dem Garten einfach mal in die Zeit zurück zu versetzen als Amsterdam eine Weltmetropole war.

Bild: Pflanze Calliandra emarginata

Diese Pflanze befindet sich ebenfalls im Tropenhaus im Botanischen Garten

Als der botanische Garten 1638 gegründet wurde lebten in der Stadt um die 100.000 Menschen. Amsterdam war damals eine der wohlhabensten Städte der Welt, bedingt durch den Aufstieg der Niederländischen Ostindien Kompanie. Diese handelte Waren aus aller Welt und war die einzige Handelsgesellschaft, welche Waren aus Japan nach Europa lieferte.

Seerose Nahaufnahme

Bedingt durch den guten Handel kamen auch viele Keimlinge und exotische Pflanzen nach Amsterdam. Der botanische Garten war der Ort an dem diese Pflanzen eine neue Heimat fanden und von Botanikern erstmals in Europa erforscht werden konnten.

Berücksichtigst du diese historischen Punkte und stellst dir dabei vor, wie die reichen Kaufleute und Edelleute im 17. Jahrhundert staunend vor diesen exotischen Pflanzen standen, dann wirst auch du die wahre Größe des kleinen botanischen Garten von Amsterdam verspüren.

Bild: Pflanze Christusdoorn

Der Christusdoorn als gelbe Ausführung ist eine Seltenheit die du auch hier siehst.